Atlantis in Mexiko – Atlantisforschung

Atlantis in Mexiko

Abb. 1: Atlantis in Mexiko - die Theorie des Gene D. Matlock.
Abb. 1: Atlantis in Mexiko - die Theorie des Gene D. Matlock.

(red) Unter dem vollmundigen Titel: "THE LAST ATLANTS BOOK - You’ll Ever Have to Read!" veröffentlichte der US-amerikanische Atlantologe Gene D. Matlock im Jahr 2001 seine Forschungsergebnisse, mit denen er seine Version der Theorie vorstellt, bei Atlantis habe es sich um einen untergegangenen Teil Mexikos gehandelt, der etwa vor 2,500 bis 1,900 Jahren stückweise im Atlantik versank. Die Hauptstadt Poseidonis habe etwa in der Gegend des heutigen Villahermosa gelegen. Außerdem vertritt Matlock engagiert die Auffassung, Nord- und Südamerika seien vor langer Zeit durch Siedler aus dem indischen Raum kolonisiert worden.

Natürlich ist Matlock micht der erste Atlantisforscher, der Atlantis mit dem heutigen Mexiko in Verbindung bringt: "Bereits im 17. Jahrhundert nahm Carlos de Sigüenza y Góngora an, dass die indigene Bevölkerung Mexikos nach einer früheren Migration aus Ägypten von Atlantis her gekommen sei. Louis de Launay [1] (Abb. 2), ein französischer Geologe, schlug 1936 ebenfalls eine solche Verbindung als Möglichkeit vor." [2] Auch der mexikanische Jurist, Lehrer und Philologe Eustaquio Buelna (1839-1907) war der Auffassung, bei den Tolteken und Azteken habe es sich um späte Nachfahren von Überlebenden der Atlantis-Katastrophe im Atlantik gehandelt, welche sich schließlich im Tal von Mexiko angesiedelt hätten. [3]

Abb. 2 Louis de Launay (1860-1938) sah eine weit vorgeschichtliche Verbindung zwischen den heutigen Bewohnern Mittelamerikas und den Atlantiden.
Abb. 2 Louis de Launay (1860-1938) sah eine weit vorgeschichtliche Verbindung zwischen den heutigen Bewohnern Mittelamerikas und den Atlantiden.

Einen direkten Vorläufer der Arbeiten von Matlock stellte der mexikanische Atlantologe Eduardo Robles y Gutiérrez mit seinem schon vor längerer Zeit erschienenen Werk 'La Atlántida Está en México' dar (auf welches dieser sich in seiner Arbeit auch bezieht). Im Gegensatz zu Robles y Gutiérrez Büchern und verschiedenen anderen euro-amerikanischen und amerinden Atlantis-Theorien aus dem lateinamerikanischen Raum, die lediglich in spanischer Sprache veröffentlicht wurden, ist Matlocks Buch jedoch in Englisch erschienen, was seine Arbeit auch der - nicht spanischsprachigen - internationalen Atlantisforschung zugänglich macht.

Auch, wenn man Gene D. Matlock nicht in jeder einzelnen Facette seiner Gesamtdarstellung folgen will, so liefern etwa seine ausführlichen sprachgeschichtlichen Auswertungen und seine Bezüge auf aktuelle archäologische Entdeckungen wertvolle Anhaltspunkte und Indizien für die kulturellen Spuren, die das versunkene, platonische Reich auf den amerikanischen Kontinenten hinterlassen hat. Zudem bietet sein Buch hochinteressante, wenn auch bisweilen spekulativ anmutende, Einblicke in die Welt untergegangener Großreiche des indisch/pazifischen Raums. Auch die reichhaltige Mythen- und Sagenwelt Indiens gehört zu den Quellen, aus denen der sanskritkundige Matlock umfangreiche Details zu Aspekten der Atlantisgeschichte recherchiert, die wir nicht bei Platon finden können.

Da Matlocks - bei aller notwendigen Skepsis - höchst beachtliches Werk bisher leider noch nicht in deutscher Sprache erhältlich ist, stellt Atlantisforschung.de hier als deutschsprachige Erstveröffentlichung die Übersetzung eines Auszugs aus einer Kurzpräsentation dazu vor, die unter dem Titel "The True Story about the Lost Continent, by Gene D. Matlock, Why Not Look for A-Tlan-Tis in Mexico?" im Internet erschienen ist. [4] Der Text wurde unsererseits redaktionell bearbeitet, der deutsprachige Titel sowie einige der Illustrationen wurden von uns eingefügt. [5]

Team Atlantisforschung.de


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Weitere Beiträge über das präkolumbische Mexiko bei Atlantisforschung.de:

  • Azteken - Wer waren die Azteken?; sowie: Die Azteken und Atlantis (red)


Anmerkungen und Quellen

  1. Siehe: Louis de Launay, "Où était l’Atlantide?" (= Wo war Atlantis?), in: Revue de France, 1. Mai 1936 (Red. Anmerkung)
  2. Quelle: Tony O’Connell, Mexico; bei: Atlantipedia.ie (Stand: 08.10.2011)
  3. Quelle: Tony O’Connell, Buelna, Eustaquio, (N); bei: Atlantipedia.ie (Stand: 11.09.2012)
  4. Quelle: http://www.hiddenmysteries.com/item300/item370.html
  5. alle Rechte liegen beim Autor Gene D. Matlock sowie bei Atlantisforschung.de für dieses Übersetzung


Bild-Quellen

(1) Gene D. Matlock, ΓΙΑΤΙ ΝΑ ΜΗΝ ΨΑΞΟΥΜΕ ΤΗΝ ΑΤΛΑΝΤΙΔΑ ΣΤΟ ΜΕΞΙΚΟ

(2) Louis DE LAUNAY (1860-1938)