Daniela Mattes & Roland M. Horn: Der letzte Atlanter (Rezension) – Atlantisforschung

Daniela Mattes & Roland M. Horn: Der letzte Atlanter (Rezension)

Buchbesprechung von Walter-Jörg Langbein

Abb. 1 Daniela Mattes & Roland M. Horn, Der letzte Atlanter, Ancient Mail Verlag, 2013, 81 Seiten, ISBN 9783956520013
Abb. 1 Daniela Mattes & Roland M. Horn, Der letzte Atlanter, Ancient Mail Verlag, 2013, 81 Seiten, ISBN 9783956520013

Romane lese ich so gut wie nie, bin ich doch auf Sachbücher fixiert. Nur gelegentlich mache ich eine Ausnahme, nämlich wenn eine fiktive Geschichte einen realen Hintergrund hat. Thema "Atlantis" hat mich schon seit frühester Jugend fasziniert. Platos "Kritias" bietet eine Fülle an Informationen in Sachen "Atlantis", lässt aber viel Spielraum für Spekulationen. Nicht wenige "Sachbuchautoren" lassen in ihren Werken ihrer Fantasie freien Lauf, wenn es um den versunkenen Kontinent geht. Seriöser und ehrlicher ist es dann, wenn anstatt eines vermeintlichen "Sachbuchs" ein Roman geboten wird, der von Tatsachen ausgehend ein Fantasiegebäude errichtet.

Daniela Mattes und Roland Horn sind mir beide bekannt - aus der Welt des Sachbuchs. Ich schätze beide sehr wegen ihrer profunden Sachkenntnisse und präzisen Recherche in Sachen "Geheimnisse unseres Planeten". So habe ich mich erwartungsvoll an die Lektüre von "Der letzte Atlanter" gemacht. Die Fantasy-Novelle hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen.

Mattes und Horn erzählen eine kompakte, dabei stets kurzweilige Geschichte, ohne wie manch' renommierter Romancier von Weltruf dem Fehler zu verfallen, eine Novelle zu einem dickleibigen Roman aufzublähen. Sie haben eine wirklich lesenswerte Novelle verfasst, die man am ehesten mit "Fantasy" umschreiben kann. Worum geht es? Ein Überlebender der Atlantis-Katastrophe wird in Afrika ans Ufer gespült, von einem Stamm von Eingeborenen aufgenommen. Er hat eine fantastische Geschichte, die er bereitwillig erzählt. Und dann wäre da noch ein dunkles Geheimnis, albtraumhaft und bedrohlich.

Voller Erwartung habe ich mich an die Lektüre von "Der letzte Atlanter" gemacht - und wurde nicht enttäuscht. Ich kann das rezensierte Werk nur wärmstens empfehlen: Es ist spannend geschrieben, unterhaltsam gestaltet und thematisiert "Atlantis" in angemessener Weise. Ich hoffe sehr, dass "Der letzte Atlanter" fortgesetzt wird.

Daniela Mattes und Roland Horn haben sich als ein Autorenteam erwiesen, aus deren Federn ich sehr gern mehr lesen möchte. In einer immer langweiliger werdenden Welt der Literatur ist "Der letzte Atlanter" eine rühmliche Ausnahme! Spannend, faszinierend, lesenswert! 5 Sterne!



Anmerkungen und Quellen

Diese Rezension von Walter-Jörg Langbein (©) wurde erstveröffentlicht bei amazon.de (Link). Bei Atlantisforschung.de erscheint sie in einer redaktionell bearbeiteten Fassung (mit Links und Illustration) mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.

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