Die Phönizier in Mittelamerika – Atlantisforschung

Die Phönizier in Mittelamerika

von unserem Gastautor Gene D. Matlock

Abb. 1 Diese bärtige Olmekenfigur weist deutlich phönizische Züge auf.
Abb. 1 Diese bärtige Olmekenfigur weist deutlich phönizische Züge auf.

Gravuren auf phönizischen Münzen (Abb. 2) zeigen häufig Karten der gesamten Welt. Ja, sie beinhalten sogar Nord- und Südamerika! Mark McMenanim, ein Geologe am Mount Holyoke College in Massachusetts, glaubt, dass karthagische Goldmünzen aus der Zeit zwischen 350 and 320 v. Chr. Karten der mediterranen Welt mit Indien im Osten und Amerika im Westen abbilden. Als McMenanim Bilder einiger diese Münzen mit seinem Computer vergrößerte, stellte er erstaunt fest, wie sehr die seltsamen Markierungen darauf Karten ähnelten, die von Ptolemäus erstellt wurden, dem griechischen Astronomen und Geographen. Die Karten zeigen etwas, das anscheinend die mediterrane Region mit Sardinien als Mittelpunkt hervorhebt. Die Nordküste Afrikas erscheint im unteren Bereich. Europa ist über den phönizischen Stammländern und Indien zu erkennen. Die Straße von Gibraltar liegt im Westen; dahinter befindet sich die Landmasse von Amerika. Der Anblick dieser Vergrößerungen der Münzen muss auch Skeptiker von der Korrektheit der Meinung des Geologen überzeugen.

Aus Gründen, die für uns heute nicht leicht nachvollziehbar sind, erließen die Karthager, die ja auch Phönizier waren, Gesetze, die es allen nicht-phönizischen Schiffen untersagten, jenseits der Straße von Gibraltar zu operieren. Nur in Anwesenheit eines Repräsentanten der karthagischen Regierung durften sich bestimmte Personen auch jenseits der Straße von Gibraltar bewegen. Jeder, der dabei ertappt wurde die phönizische Hegemonie über den Atlantischen Ozean in Frage zu stellen, war dem Tode verfallen.

Phönizische Schiffskommandanten und ihre Besatzungen hatten den Befehl, eher Selbstmord zu begehen und ihre Schiffe auf hoher See zu versenken, als Fremde auf ihre geheimen Handelswege zu führen. Zudem forcierten die Phönizier Gerüchte über die potentiellen Gefahren von Atlantiküberquerungen. Heutzutage ist eine solche Vereinnahmung kaum nachvollziehbar. Die Phönizier betrachteten ihre Nation jedoch nicht als Beherrscher und Besitzer möglichst großer Landgebiete, sondern sahen alle Ozeane, Meere und Küstenländer der Welt als ihre Domäne an. Mit riesigen Kriegsschiffen und Armeen keltischer Söldner, die selber Abkömmlinge von Phöniziern waren, verteidigten sie ihr Recht auf den Besitz dieses Ozeane.

Abb. 2 Zeigen solche phönizische Münzen tatsächlich Weltkarten?
Abb. 2 Zeigen solche phönizische Münzen tatsächlich Weltkarten?

Der griechische Historiker Diodorus Siculus sagte, die Karthager beherrschten ein großes und reiches Land, weit draußen im Atlantischen Ozean. Nach seinen Angaben, hatten die Phönizier es zufällig entdeckt, als einige ihrer Schiffe an der Küste Afrikas verloren gingen und von den Strömungen des Atlantiks zu dieser Insel getrieben worden. Diodorus sagte, die Karthager hätten niemand die Position dieser Insel verraten. Als die Spanier Amerika eroberten, berichteten ihnen die Eingeborenen von einer mysteriösen Nation namens 'Cabeiri', irgendwo dort, wo heute Nordmexiko und der US-amerikanische Süwesten liegt. Die Spanier nannten sie La Gran Quivira (die große Quivira). Plutarch schrieb, dass sowohl die Phönizier als auch die Griechen diese Insel besucht hätten, die am westlichen Ende des Atlantiks gelegen sei. Die Griechen hätten sogar eingeborene amerikanische Mädchen geheiratet.

Bevor der östliche Teil Mexikos (Atlantis) zum Grunde dessen wurde, was heute der Golf von Mexiko und die Karibische See ist, waren der heutige schmale Streifen Sumpfland und der Fluß Chimalapán, der das südliche Veracruz mit Oaxaca verband, der Isthmus von Tehuantepec, eine weite Wasserstraße, die den Golf von Mexiko mit dem Pazifik vereinte. Nur etwa 4000 Jahre ist es her, dass Segelschiffe dort innerhalb von ungefähr zwei Tagen von der Ostküste Mexikos bis in den Pazifik kreuzen konnten - und es auch taten. Hunderte von Jahren nach dem Untergang von Atlantis passierten dort, vom Pazifik und vom Atlantik aus, den Isthmus.

Von der Zeit der spanischen Eroberung an träumten die Menschen in Mexiko davon, den Fluss Chimalapán (Sheemala-pahn) und andere zu erweitern, um die zwei Küsten wieder zu vereinigen. Das Wort 'Shimal' bedeutet in nordindischen Sprachen “der Norden”; 'Pan' ist gleich “Phönizier; Händler.” Also wird 'Shimal-Pan' zu “der Nord-Phönizier.” [...] Weiter südlich im Isthmus von Tehuantepec finden wir Panama. Auch dieser Name stammt aus dem Sanskrit oder Kashmiri: Pani (Phönizier; Händler); Maha (groß; größer). Pani-Maha = “der große Händler ” Es ist also zu belegen, dass die alten Phönizier und Atlanter bevorzugt die Panama-Route benutzten, um zwischen den beiden Ozeanen hin- und herzureisen.[...]

Die Bemühungen der Phoenizier und Karthager den Atlantik für andere seefahrende Völker zu sperren, führten zu einer Verewigung der Vorstellung, der [ Atlantik] sei ein Meer der verlorenen Seelen. Trotzdem hat die Menschheit die 'Glücklichen Inseln und andere verlorene Gebiete nie vergessen. Noch vor Kolumbus erscheinen sie überall auf den Karten, sei es in der Nähe Spaniens oder in der westlichen Hemisphäre.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Gene D. Matlock © erschien in umfangreicherer Erstfassung online unter http://www.hiddenmysteries.com/item300/item370.html Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de

Bildquellen

(1) http://paranormal.about.com/gi/dynamic/offsite.htm?site=http://www.viewzone.com/atlantis.html

(2) http://66.192.44.36/~xpediti/magazine/articles/Gene/G2.html