Genetische Übereinstimmungen zwischen Europäern und Indianern – Atlantisforschung

Genetische Übereinstimmungen zwischen Europäern und Indianern

von unserem Gastautor Peter Marsh

Abb. 1 Die kaukasoiden Charakteristika mancher amerinder Ur-Amerikaner (hier ein Vertreter der Crow-Nation) finden durch jüngste Ergebnisse genetischer Forschung eine eindeutige Erklärung: Die 'Native Americans' sind in direkter Linie mit Basken, Berbern und Kelten verwandt!
Abb. 1 Die kaukasoiden Charakteristika mancher amerinder Ur-Amerikaner (hier ein Vertreter der Crow-Nation) finden durch jüngste Ergebnisse genetischer Forschung eine eindeutige Erklärung: Die 'Native Americans' sind in direkter Linie mit Basken, Berbern und Kelten verwandt!

Archäologen fangen gerade erst an zu erkennen, dass zum Verständnis europäischer Prähistorie auch die amerikanische Vorgeschichte Berücksichtigung finden muss. Man nimmt heute an, dass die Solutréen-Leute Spaniens unter Nutzung der südlichen Äquatorial-Strömung den Atlantik überquerten und vor zwischen 18 000 und 12 000 Jahren in die Karibik und nach Mittelamerika eindrangen, wo sie als Clovis-Jäger Amerikas bekannt wurden. Kürzliche genetische Entdeckungen legen nahe, dass das Volk, das heute als Gaelisch sprechende Kelten bekannt ist (darunter Iren, Waliser, Schotten, Basken und Berber) der Überrest einer Volks-Gruppe ist, die Spanien ebenfalls vor 12 000 Jahren verließ und 6000 Jahre isoliert von Europa verbrachte, bevor sie zurückkehrte und die Megalithkultur an die Küsten Europas mitbrachte.

Der Genetiker Prof. Steve Jones sagt: "Die Waliser und die Iren gehören zu den homogensten Völkern der Welt." Er und seine Kollegen am University College, London, haben Jahre damit verbracht, eine genetische Karte des Y-Chromosoms zu erstellen, das von Generation zu Generation durch Männer weitergegeben wird. Die Resultate zeigen, dass die Waliser mit den Basken Nord-Spaniens und Süd-Frankreichs sowie mit den Native Americans verwandt sind.

"In Wales hat es weitaus weniger Vermischungen gegeben als man erwarten sollte. Wales und Irland haben, den bisherigen Untersuchungen zufolge, die homogenste Gruppe von Männern, die irgendwo auf der Welt zu finden ist." Die Gene schottischer Männer verraten beachtliche Vermischungen mit Außenseitern. Prof. Jones, der kürzlich ein Buch mit dem Titel 'Y - The Descent of Man' veröffentlichte, sagt, dass die Genetik mehr verlässliche Hinweise auf die ferne Vergangenheit geben würde als Sprache. "Die meisten Native Americans haben die selbe."

James Wilson und Prof. David Goldstein vom University College, London, fand gemeinsam mit Kollegen von der Universität Oxford und der University of California heraus, dass Waliser und Iren genetische Blutsbrüder des baskischen Volkes sind. Die Entdeckungen liefern den ersten direkten Beweis für eine enge Beziehung zwischen den Völkern, die als Kelten und Basken bekannt sind. Die Gen-Muster der drei 'Rassen', weitergegeben durch die männliche Linie, sind sich alle erstaunlich ähnlich, schlussfolgerten die Forscher. Die Basken können ihre Wurzeln bis zur Steinzeit zurückverfolgen und sind als eines von Europas besonders einzigartigen Völkern enorm stolz auf ihre Abstammung und Traditionen.

Das Team suchte nach Ähnlichkeiten zwischen den Y-Chromosomen (die nur von Männern weitergegeben werden), von denen sie DNA-Proben hatten; 88 Individuen der "keltischen Gruppe" aus Anglesey, Nord-Wales, 146 aus Irland mit irisch-gaelischen Familiennamen, und 150 Basken, wobei "bemerkenswerte' Ähnlichkeiten" zu Tage traten. Auf der anderen Seite verglichen er und seine Kollegen keltische und norwegische Populationen und fanden ziemliche Unterschiede zwischen ihnen.

Abb. 2 Die Basken von der iberischen Halbinsel gehören zu den genetisch engsten Verwandten der Indianer in Europa.
Abb. 2 Die Basken von der iberischen Halbinsel gehören zu den genetisch engsten Verwandten der Indianer in Europa.

Die Kelten trugen das frühe Y-Chromosom, das den ersten klaren Beweis für eine enge Beziehung im väterlichen Erbe von Baskisch und Keltisch sprechenden Populationen liefert. “Sie waren statistisch nicht zu unterscheiden und wir bemerkten zudem, dass bei den keltischen Populationen etwas recht faszinierend ist, und zwar, dass es kaum eine genetische Variation des männlichen Y-Chromosoms gibt. Wir schlussfolgern, dass sowohl die Basken als auch die Kelten das prä-agrikulturelle Europa widerspiegeln", sagte Prof. Goldstein. Irgendwie sind diese Leute bis zur Bronzezeit vom Rest Europas isoliert geblieben, während der ihre Gene beginnen, einen Einfluss weiblicher Gene vom europäischen Festland aufzuweisen.

Barry Fell, Autor von 'America B.C.' war ein fähiger Entzifferer alter Schriften und es gelang ihm, in Amerika eine große Anzahl keltischer, phönizischer, iberischer, ägyptischer, berberischer, libyscher und Wikinger-Inschriften zu identifizieren, die umfangreiche Handels-Kontakte nahelegen, die sich während und nach der Bronzezeit ereigneten, etwa zu Beginn des Römischen Reiches jedoch abbrachen. Anscheinend entschieden diese großartigen Hochsee-Navigatoren nach der Zerstörung Karthagos, alle Informationen bezüglich der Seefahrt nach Amerika vor den Römern geheim zu halten, und mit dem Ende des römischen Reichs und dem Anbruch des dunklen Zeitalters geriet vieles an Wissen zur transatlantischen Seefahrt und über Nord- und Südamerika in Vergessenheit.

Barry Fell hat Ogam-Schriftzeichen identifiziert, die aus Irland, Spanien und Afrika stammten und bis wenigstens 800 v.Chr. zurückreichen. Früh-ägyptische Schriftzeichen wurden bei den Micmac bis zum Eintreffen der Missionare benutzt. Zudem identifizierte er an der Ostküste Amerikas viele megalithische Monumente in frühkeltischem Stil, die insbesondere in New England, New Hampshire, Vermont und Woodstock weisen die Form von Dolmen, phallischen Menhiren, Mên-a-tol, massiven steinernen 'Druiden-Stühlen', megalithischen Kammern, Kammern zur Sonnwend- und Equinoxien-Beobachtung und Begräbnis-Mounds auf. Sie alle bilden Parallelen zu ähnlichen Strukturen im keltischen Europa, insbesondere auf der Halbinsel Dingle, in der Bretagne und an einigen Stätten in Spanien. Wie üblich wurde diese Arbeit von der eurozentrischen 'Vor-Kolumbus-war-keiner-hier'-Bruderschaft ignoriert.

Dabei ging Barry Fell nicht weiter als bis zur Annahme, dass die meisten keltischen Verbindungen sich etwa zur Bronzezeit ereigneten. Der älteren genetischen Verbindungen, welche zwischen den Kelten und den proto-amerikanischen Indianern bestanden, war er sich nicht bewusst. Die Ergebnisse weiterer Studien und akkuratere Datierungen von Dolmen und anderen megalithischen Monumenten werden möglicherweise zeigen, dass einige amerikanische Megalithen tatsächlich älter als die Ankunft der Kelten auf der Halbinsel Dingle in Irland sind.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Peter Marsh © wurde seinen Webseiten 'Polynesian Pathways' (Kapitel: 'Ancient America, Genetic similarities between Europeans and American Indians') entnommen. Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de, nach: http://users.on.net/~mkfenn/page9.htm

Bild-Quellen

(1) http://users.on.net/~mkfenn/page9.htm

(2) http://de.encarta.msn.com/media_121619924_761570768_-1_1/Baskische_M%C3%A4nner.html (nicht mehr online)