Zwerge und Pygmäen in Nordamerika (II) – Atlantisforschung

Zwerge und Pygmäen in Nordamerika (II)

Archäologie-historische Hinweise auf die 'Kleinen Leute'

Abb. 1 Pedro - Amerikas sowohl bekanntestes als auch umstrittenstes Relikt eines zwergenhaften prähistorischen Menschen
Abb. 1 Pedro - Amerikas sowohl bekanntestes als auch umstrittenstes Relikt eines zwergenhaften prähistorischen Menschen

Die skurrile, "Pedro" getaufte Mumie (Abb. 1) eines nur ca. 35 cm großen Menschleins, die 1932 von zwei Goldgräbern in Wyoming entdeckt wurde - wir berichten an anderer Stelle [1] ausführlicher über sie - ist das wohl bekannteste, aber keineswegs das signifikanteste Beispiel für Funde der Überreste von 'Zwergen' in Nordamerika, da sowohl die Umstände dieses Einzelfundes als auch die Natur der Mumie viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen lassen. Ganz anders ist dies, was den folgenden historischen Bericht über einen 1876 gemeldeten Fund in Tennessee betrifft, den der Anomalistiker William R. Corliss (1926-2011) in seinem formidablen Handbuch "Ancient Man" vorgestellt hat:

"Ein sehr alter Totenacker von enormer Größe wurde im Coffee County gefunden. Er ähnelt jenen, die im White County [2] und an anderen Orten im mittleren Tennessee entdeckt wurden, doch er ist bedeutend umfangreicher und zeigt, dass die Rasse von Pygmäen, die einst dieses Land bewohnte, sehr zahlreich war. Die selben Eingenarten der [Bestattungs]-Position, die im White County beobachtet wurden, sind auch hier zu finden. Der Verfasser der Zuschrift sagt: >Einige beachtliche Aufregung und Neugier vollzog sich vor einigen Tagen in der Nähe von Hillsboro, Coffee County, auf James Browns Farm. Ein Mann ackerte ein Feld durch, welches seit vielen Jahren kultiviert worden ist, und pflügte den Schädel eines Mannes und andere Knochen empor. Nachdem weitere Untersuchungen angestellt wurden, bekam man heraus, dass der Totenacker sechs Morgen umfasste. [Die Leichen] waren in sitzender oder stehender Position beerdigt worden. Die Knochen zeigen, dass sie einen zwergenhaften Stamm von Menschen [repräsentierten, der] etwa drei Fuß [ca 0,91 m; d.Ü.] groß [war]. Es wird geschätzt, dass dort etwa 75.000 bis 100.000 [Menschen] bestattet wurden. Dies zeigt, dass dieses Land von hunderten von Jahren bewohnt war." [3]

Abb. 2 Die geographische Lage von Hillsboro in Tennessee
Abb. 2 Die geographische Lage von Hillsboro in Tennessee

An anderer Stelle [4] verweist Corliss auch auf den Wissenschaftsstreit unter US-amerikanischen Gelehrten, den diese Entdeckung nach sich zog. Während sich eine Minorität an den offensichtlichen Fakten orientierte und die Existenz prähistorischer Pygmäen in Nordamerika anzuerkennen bereit war, folgte die Mehrheit der neuen archäologischen und anthropologischen 'Parteilinie' (Isolationismus) zur präkolumbischen Vergangenheit des Teilkontinents, die zu dieser Zeit von John Wesley Powell und der Smithsonian Institution rigoros durchgesetzt wurde, und alsbald auch zur zentralen Richtlinie des 1879 gegründeten Bureau of Ethnology werden sollte; und diesem neuen 'Grundgesetz' der Altamerikanistik zufolge lebten in Nordamerika vor der Ankunft der modernen Europäer ausschließlich 'primitive Indianer' - und sonst niemand, und erst recht keine 'Zwerge' oder 'Riesen'. [5]

Abb. 3 Einer jener alten Pygmäen-Schädel der Spezimen, die von Barry Fell untersucht wurden
Abb. 3 Einer jener alten Pygmäen-Schädel der Spezimen, die von Barry Fell untersucht wurden

Ärgerlicher Weise - zumindest aus Sicht der Isolationisten - wurde im Osten von Tennessee, bei den Holliston Mills in Morristown, noch ein weiterer Pygmäen-Friedhof entdeckt. Kein Wunder also, dass man sich seitens des wissenschaftlichen Establishments schnell etwas einfallen ließ, um dieses lästige Problem vom Tisch wischen zu können: Der Pygmäen-Hypothese wurde die abenteuerliche Behauptung entgegengesetzt, es handele sich bei den betreffenden Gräberfeldern um altertümliche Indianer-Friedhöfe für Kinderleichen. Dies war zwar 'an den Haaren herbeigezogen', stellte aber den neuen Status quo nicht infrage, und so stand der Ausgang der Debatte von vorneherein fest: "Die letztgenannte Möglichkeit wurde gewählt, und wir hören [danach] nichts mehr zu diesem Thema - zumindest aus den Kreisen der Standard-Akademiker." [6]

Immerhin machten sich - Jahrzehnte später - zumindest einzelne Forscher aus dem Lager der Diffusionisten (also derjenigen, die transozeanische, präkolumbische Migrationen von Menschen anderer Kontinente nach Amerika voraussetzen) daran, die alten Funde erneut unter die sprichwörtliche Lupe zu nehmen. So etwa Barry Fell (1917-1994), der sogar die Gelegenheit hatte, Skelett-Material aus den Tennessee-Gräbern zu untersuchen.

Fell stellte, wie es bei Corliss heißt, "fest, dass: (1) Das Schädel-Hirn-Volumem bei etwa 950 Kubik-Zentimetern lag, etwa das Volumen eines siebenjährigen Nicht-Pygmäen; (2) die Zähne vollständig entwickelt waren und die schweren Abnutzungs-Erscheinungen herangereifter Individuen zeigten; und (3) die Schädel brachycephalisch mit vorstehenden Zähnen waren." [7] Virgilio R. Pilapil stellte dann 1991, auf Fells Untersuchung aufbauend, die Hypothese auf, bei den rätselhaften 'Tennessee-Pygmäen' habe es sich möglicherweise um Nachfahren aus Südostasien, genauer gesagt von den Philippinen, eingewanderter Verwandter der besonders kleinwüchsigen Aeta gehandelt. [8]

Abb. 4 Die geographische Lage von Coshocton in Ohio
Abb. 4 Die geographische Lage von Coshocton in Ohio

Um nun zu den historischen Fundmeldungen bezüglich sterblicher Überreste nordamerikanischer Pygmäen zurückzukommen, können wir hier jedenfalls feststellen, dass die Entdeckungen in Tennessee weder die ersten noch die letzten ihrer Art waren. Bereits 1837 war nämlich ein solcher 'Pygmäen-Friedhof' in Ohio entdeckt worden, worüber in einer zeitgenössischen Quelle folgendes berichtet wurde:

"In geringer Entfernung von Coshocton (Abb. 4 und 5), Ohio, Vereinigte Staaten, ist kürzlich eine einzigartige altertümliche Begräbnis-Stätte entdeckt worden. >Sie liegt<, wie ein Autor in Silliman's Journal [9] sagt, >auf einer jener erhöhten, kieshaltigen Alluvionen, die an den Flüssen des Westens so häufig vorkommen. Einigen Holzresten nach zu schließen, die noch in der Erde um die Knochen herum sichtbar sind, scheinen die Leichen alle in Särgen bestattet worden zu sein; und noch kurioser ist die Tatsache, dass die dort beerdigten Leichen generell nicht mehr als zwischen drei und viereinhalb Fuß [zwischen ca. 0,91 und etwa 1,37 m; d.Ü.] groß waren. Sie sind sehr zahlreich, und müssen Bewohner einer beachtlichen Stadt gewesen sein, oder ihre Zahl könnte nicht so groß sein. Eine große Anzahl von Gräbern ist geöffnet worden, und die darin Liegenden gehören alle zu dieser Pygmäen-Rasse. Bisher wurden keine metallischen Artikel oder Utensilien gefunden, um Licht auf die Periode oder die Nation zu werfen, der sie zugehörig waren.<" [10]

Bild:Conshocton Public Suare - 1846.jpg
Abb. 5 eine Ansicht des Public Square in Conshocton aus dem Jahr 1846

Wie wir bei dem Historiker Henry Rowe (1816–1893) lesen können, war der Name des Berichterstatters in Silliman's Journal "Dr. Hildreth". Außerdem heißt es bei ihm: "Wir haben auf mündlichem Weg aus einer anderen Quelle erfahren, dass diese Begräbnisstätte 1830 eine Fläche von etwa 10 Morgen bedeckte. Die Gräber waren in geordneten Reihen mit dazwischen liegenden Alleen arrangiert, die Köpfe aller [Toten] waren nach Westen hin platziert und die Füße nach Osten." [11]

Interessanter Weise erwähnt Rowe auch, dass dort offenbar doch zumindest ein für das präkolumbische Amerika höchst ungewöhnlicher Metallfund erfolgte. In einem der Gräber befand sich nämlich "ein Skelett mit Stücken von Eichenbrettern und geschmiedeten Nägeln aus Eisen. Die Leiche war offenbar vor dem Begräbnis zerstückelt worden, da der Schädel bei den Knochen des Beckens gefunden wurde, und andere Knochen waren versetzt [worden]. Der Schädel selbst war dreieckig geformt, an den Seiten und hinten stark abgeflacht, und im hinteren Teil mit einer Öffnung, die offenbar von irgendeiner Kriegswaffe oder einer Kugel verursacht wurde. Im Jahre 1830 standen lange Jahre gewachsene Zwergeichen auf mehreren der Gräber. Der Friedhof ist seither umgepflügt worden. Bei den frühen Siedlern war nichts über seine Herkunft bekannt. Unterhalb des Friedhofs befindet sich ein schöner Mound." [12] Es bleibt anzumerken, dass auch Rowe bereits damals feststellte: "Gleichartige Friedhöfe sind auch in Tennessee und in der Nähe von St. Louis in Missouri gefunden worden." [13] [14]

Abb. 6 Die Fundmeldung aus dem Bemidji Daily Pioneer vom 12. Februar 1914
Abb. 6 Die Fundmeldung aus dem Bemidji Daily Pioneer vom 12. Februar 1914

Weitere Funde wurden darüber hinaus auch im frühen 20. Jahrhundert gemeldet. Bemerkenswert ist zum Beispiel der Bericht über die Entdeckung eines Gräberfelds im - oder nahe bei dem - Lyman County in South Dakota durch Bahnarbeiter. Dort wurden, einem Report der Zeitung The Billings Gazette vom 30. August 1907 zufolge [15], nicht nur mindestens 50 zwergenhafte Skelette von durchschnittlich etwa 1,22 m Größe, sondern auch das eines ca. 2,44 m großen menschlichen Giganten exhumiert. [16]

Durchaus mit einiger Vorsicht oder Skepsis zu 'genießen' ist, auch wenn man die seitens der Schulwissenschaft propagierten Vorstellungen zur Urgeschichte Nordamerikas infrage stellt, der abschließend vorgestellte Bericht (Abb. 6) der Zeitung Bemidji Daily Pioneer aus dem Jahr 1914, den wir hier trotzdem nicht unterschlagen wollen:

"Los Angeles, 12. Februar - Eine Entdeckung, die geeignet ist, die Welt der Wissenschaft in Aufregung zu versetzen, und schwerwiegend Einfluss auf die Vorstellungen über die Menschheit zu nehmen, wurde gerade in einer der Teergruben der La Brea Ranch in der Nähe von Los Angeles gemacht.

In diesem Loch, aus welchem die Knochen von Säbelzahntiegern, Mastodonten und Riesenfaultieren entnommen wurden, ist das Skelett eines drei Fuß [ca. 0,91 m; d.Ü.] großen Mannes gefunden worden. Es befand sich nahe bei einem Riesenbären aus der pleistozänen Periode und eine Erdschicht von 20 Fuß [ca. 6,10 m; d.Ü.] und 200.000 Jahre haben sich über diesem Zeitgenossen des zweizehigen Pferdes angesammelt.

Er war neben dem Stumpf eines Baumes aus jener unvorstellbar weit zurückliegenden Periode, welcher, wie Wissenschaftler erklären, jetzt noch so dasteht, wie er damals gewachsen ist. Fast ebenso nahe bei dem prähistorischen Mann wie die Knochen des Bären war das vollständige Skelett eines Wofs, der so groß war wie ein heutiger Elefant." [17]

Halten wir dazu fest, dass gerade die Aussage im letzten Satz des Artikels nicht geeignet ist, Vertrauen zu erwecken. Einen Wolf, "der so groß war wie ein heutiger Elefant" hat es nämlich in Nordamerika mit einiger Sicherheit nie gegeben. [18] Nachdenklich stimmen muss zudem die Tatsache, dass - zumindest bisher - keine anderen Berichte und Artikel über diesen angeblichen Fund zu finden waren. Bei einer Entdeckung, "die geeignet ist, die Welt der Wissenschaft in Aufregung zu versetzen", wäre wohl einiger Presserummel zu erwarten gewesen. Bedenklich wird dem kritischen Leser auch erscheinen, dass dort - im Gegensatz zu gängiger journalistischer Praxis - die Namen der Wissenschaftler ungenannt bleiben, welche sich im Zusammenhang mit dem angeblichen Fund geäußert haben sollen.

Doch selbst wenn es sich bei diesem Zeitungsbericht aus dem Jahr 1914 wirklich nur um eine 'Presse-Ente' handeln sollte, so erweist sich das zuvor geschilderte Phänomen der nordamerikanischen 'Pygmäen-Friedhöfe' immerhin als so gut belegt, dass die Annahme der vormaligen Existenz der 'Kleinen Leute', von denen die im ersten Teil dieses Beitrags vorgestellten Sagen und Legenden der Indianer berichten, kaum noch mit einer flapsigen Handbewegung 'vom Tisch zu wischen' ist.


Update vom 6. August 2014

Bild:The Holbroock News - Kopf.jpg

(bb) Der Verfasser muss den Redakteuren des Bemidji Daily Pioneer Abbitte leisten! Zu seinem Erstaunen ist er bei zusätzlichen Recherchen tatsächlich auf einen weiteren, sehr umfassenden Artikel zur Entdeckung der Überreste des prädiluvialen 'kleinen Mannes' in der Teergrube von La Brea gestoßen, der diesen Fund in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt!

In diesem Artikel aus The Holbrook News vom 13. Februar 1914 kommt u.a. auch der Wissenschaftler zu Wort, der sich mit dem Spezimen befasst hat und es der Öffentlichkeit vorstellte - und dies war kein Geringerer als Frank S. Daggett, der erste Direktor des 1913 eröffneten Natural History Museum of Los Angeles County. Siehe: John A. Gray, "200,000 YEAR OLD HUMAN REMAINS FOUND", in: The Holbrook News, 13. Feb. 1914 (Vol 5 - No. 41), S. 1 und 4 [19] Hier online nachzulesen als Teil 1 und Teil 2

Ergänzung (24. August 2015)

Hier ein weiterer historischer Zeitungsartikel, in dem auf den Fund des 'Uralt-Pygmäenskeletts' von La Brea Bezug genommen wird:


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Addendum

Bild:The Colonist, Manitoba - Kopf.jpg
Abb. 7 Der reproduzierte Auschnitt eines Titelblatts von The Colonist

Abb. 8 Die Kurzmeldung aus der Zeeitschrift The Colonist, 21. Oktober 1912
Abb. 8 Die Kurzmeldung aus der Zeeitschrift The Colonist, 21. Oktober 1912

Den folgenden kurzen Artikel (Abb. 9) über einen Fund im Jahr 1905 in New Mexico hat Micah Ewers in einer Ausgabe des kanadischen, in Manitoba erschienenen Monatsmagazins 'The Colonist' (Abb. 8) entdeckt. Hier die Übersetzung:

"Eine alte Mumie, achtzehn Inches [ca. 0,46 m; d.Ü.] groß, in gutem Erhaltungszustand, ist in den Kliff-Siedlungen am oberen Gila, in der Nähe von Silver City, New Mexico gefunden, und es wurden Anweisungen empfangen, sie an die Smithsonian Institution in Washington weiterzuleiten. Eine sorgfältige Untersuchung bestätigt die Vorstellung vieler Wissenschaftler, dass die altertümlichen Kliff-Menschen eine Rasse von Zwergen waren. Die faszinierendsten Merkmale ihrer Siedlungen waren kleine Eingänge und extrem niedrige Raumdecken." [20]

Kommentar

Abb. 10 Die altertümliche Höhlensiedlung von Tsankawi in New Mexico
Abb. 10 Die altertümliche Höhlensiedlung von Tsankawi in New Mexico

Lassen wir es dahingestellt sein, ob 1912 tatsächlich "viele Wissenschaftler" der Auffassung waren, im nordamerikanischen Südwesten habe einst eine Population zwergenhafter cliff dwellers existiert - vermutlich waren nur sehr wenige Fachwissenschaftler dieser Ansicht, oder wagten es, sie öffentlich zu äußern. Der Mainstream der Altamerikanisten, Archäologen und Anthropologen betrachtete die Annahme prähistorischer 'Riesen & Zwerge' in der Neuen Welt schon lange als Unsinn. [21] Mit Sicherheit waren jedenfalls die alten Höhlen-Siedler des Südwestens, ihre Vorfahren und Verwandten, mehrheitlich keine 'Zwerge' - was nicht die Möglichkeit ausschließt, dass es in diesem Großraum einst auch ein Volk oder Stämme 'Kleiner Leute' gegeben hat. Von Interesse wäre hierbei eine Überprüfung der Aussage, es gebe Cliff Dwellings (Abb. 10) - oder auch Bereiche von ihnen - mit besonders "kleine[n] Eingänge[n] und extrem niedrige[n] Raumdecken."

Interessant ist auch die Randbemerkung, es liege eine "Anweisung" vor, die Mumie solle an die Smithsonian Institution weitergeleitet werden. Einmal mehr drängt sich der Eindruck auf, dass die Institution, die offiziell nicht das Geringste von 'Riesen & Zwergen' hielt [22], Skelette und Mumien anomaler Größe quasi anzog wie ein Magnet Eisenspäne. Untersuchungsergebnisse wurden jedoch - wenn überhaupt - nur dann veröffentlicht, wenn sich das Fundgut als Fälschung oder Fehlinterpretation herausstellte. [23] Die zahllosen, mit einiger Sicherheit authentischen Fundstücke, die der Institution über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren hinweg zugegangen sein müssen, verschwanden dagegen ohne Kommentar und spurlos in den 'Grüften' des Smithsonian Castle. Nachforschungen dürften also auch im vorliegenden Fall der kleinen Mumie aus New Mexico kaum zum Erfolg führen. In aller Regel wird man bei solchen Recherchen von Fachwissenschaftlern mit der sterotypen - und unbelegten! - Behauptung abgespeist, bei den angeblich zweergenhaften Mumien und Skeletten habe es sich zumeist um diejenigen von Kindern gehandelt.


Externa


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: "Zwerge in Wyoming? - Der kleine Mann aus den Pedro Mountains" (bb)
  2. Red. Anmerkung: Zu den dortigen Funden erfahren wir Folgendes in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1896: "1820 wurde eine große Zahl kleiner Gräber und kleiner Skelette darin im White County entdeckt. Ein Mr. Lane legte der Ärzteschaft in Nashville eine ganze Menge dieser Knochen vor, und es war deren Meinung, dass diese Skelette erwachsenen Personen gehörten. Die Größe dieser Personen betrug in etwa zwischen zweieinhalb und drei Fuß [ca. 0,76 und 0,91 m; d.Ü.], und sie waren in der Art der Riesen bestattet, mit um den Körper herum arrangierten Steinblöcken, und dem Kopf nach Osten und dem Gesicht nach Westen gerichtet. Dass diese Leute einem starken Aberglauben verfallen waren, ist evident. In den erwähnten Gräbern befanden sich Conch-Muschel- und auch Miesmuschel- und Taper-Muschelchalen." --- Quelle: o.A., "TENNESSEE MOUNDS - Contain Evidences of Giant and Pygmy Races", in: The Wichita Daily Eagle, 21. August 1896, S. 8; nach: CHRONICLING AMERIKA - Historic American Newspapers, unter: The Wichita daily eagle., August 21, 1896, Page 8, Image 8 (abgerufen: 11. August 2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Quelle: Anthropological Institute, Journal, 6:100, 1876; nach: William R. Corliss, "Ancient Man: A Handbook of Puzzling Artifacts", Sourcebook Project, 1978; via: o.A., A Pygmie Graveyard in Tennessee, bei: ReoCities.com (abgerufen: 02.06.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  4. Siehe: William R. Corliss in: Science Frontiers, Nr. 84, Nov. / Dez. 1992, online unter: American Pygmies (abgerufen: 03.06.2014)
  5. Dazu sehr informativ: Richard J. Dewhurst, "The Ancient Giants Who Ruled America - The Missing Skeletons and the Great Smithsonian Cover-Up", Inner Traditions / Bear & Co, Dez. 2013, S. 3-6
  6. Quelle: William R. Corliss in: Science Frontiers, Nr. 84, Nov. / Dez. 1992, online unter: American Pygmies (abgerufen: 03.06.2014)
  7. Quelle: ebd.
  8. Siehe: Virgilio R. Pilapil, "Was There a Prehistoric Migration of the Philippine Aetas to America?", in: Epigraphic Society, Occasional Papers, 20:150, 1991; vergl.: Rick Osmon, "The Graves of the Golden Bear: Ancient Fortresses and Monuments of the Ohio", Grave Distractions Pub., 2011, S. 186
  9. Anmerkung: Silliman's Journal ist eine frühe Bezeichnung für das von Benjamin Silliman (1779-1864) begründete und herausgegebene American Journal of Science.
  10. Quelle: The Gentlemen's Magazine, 3:8:182, 1837; nach: William R. Corliss, "Ancient Man: A Handbook of Puzzling Artifacts", Sourcebook Project, 1978. (abgerufen: 03.06.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de); siehe online: ReoCities, unter: Pygmies (abgerufen: 10.06.2014) --- Anmerkung: Dieser Bericht fand damals gerade in Großbritannien offenbar einige Verbreitung. So findet er sich z.B. in: Joseph Belcher, The Family Magazine, Vol. IV, London, 1837, S. 238; sowie in: A. und W. Galignani (Hrsg.), The London and Paris Observer: Or Chronicle of Literature, Science and the Fine Arts, Band 13, Paris, 1837, S. 624; und in: o.A., The Athenaeum: Journal of Literature, Science, the Fine Arts, Music and the Drama, Band 2985;Band 3035, London, 1837, S. 509
  11. Quelle: Henry Howe, "Historical Collections of Ohio" (Erstausgabe 1847), S. 470; zitiert nach der Online-Version diverser Ersteller , unter COSHOCTON COUNTY (abgerufen: 11.06.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  12. Quelle: ebd.
  13. Quelle: ebd.
  14. Anmerkung: Interessant ist dazu auch ein - in einer Zeitung aus Nebraska erschienener - Artikel aus dem Jahr 1905, in dem es - ins Deutsche übersetzt - heißt: "Ein anderes Problem, das die [vorausgegangene] Generation verblüffte, war die seit langem ausgestorbene Pygmäenrasse, die vor Jahrhunderten unzweifelhaft die Berge von Tennessee bewohnte. Legenden unter den Indianern berichteten über solch eine Rasse von Zwergen [...] Doch diese Legenden waren sehr vage. Allerdings wurde in der Frühzeit des vergangenen Jahrhunderts tatsächlich Ein Friedhof entdeckt, in dem alle Skelette von zwergwüchsigen Proportionen waren." Aufschlussreich, was den Umgang der Wissenschaft mit diesen Skeletten betrifft, ist nun die abschließende Bemerkung des Verfassers: "Einige von ihnen wurden zu College-Museen gebracht. Doch ist soweit ich weiß niemals irgendeine wissenschaftliche Untersuchung in diese Richtung gelenkt worden." (Quelle: o.A., "OLD TIMES MYSTERIES - SOME RIDDLES IN LIFE THAT HAVE NEVER BEEN SOLVED", 10. November 1905, in The McCook Tribune; Übersetzung ins Deutsche nach der digitalisierten Fassung bei CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers)
  15. Red. Anmerkung: Die Übersetzung des Artikels aus The Billings Gazette ins Deutsche finden Sie bei Atlantisforschung.de unter: "Riesenfunde - in South Dakota" (bb)
  16. Quelle: o.A., "PYGMY SKELETON DUG UP - Prehistoric Cemetery Discovered by South Dakota R. R. Graders", in: The Billings Gazette, 30. August 1907; nach: CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: The Billings gazette., August 30, 1907, Page 8, Image 8 (abgerufen: 14.05.2014)
  17. Quelle: o.A., "SKELETON OF THREE-FOOT MAN UNEARTHED - Found in Asphalt Pit Near Bones of Mammoth Bear", in: The Bemidji Daily Pioneer, 12. Februar 1914; nach: CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  18. Anmerkung:

    Bild:Epicyon haydeni.jpg
    Das größte bisher bekannte, unserem heutigen Wolf vergleichbare Raubtier Nordamerikas aus der Familie der Canidae (Borophaginae) war Epicyon haydeni (Abb. 7). Diese mächtigen prädiluvialen Räuber, die allerdings bereits im späten Miozän, vor etwa 5,33 Millionen Jahren, ausgestorben sein sollen, erreichten offenbar eine Schulterhöhe von annähernd einem Meter und ein Körpergewicht von bis zu 170 kg. (Quelle) Das ist zwar beeindruckend, aber noch weit vom Format eines Elefanten entfernt.
  19. Quelle: Arizona Digital Newspaper Program (ADNP), unter: "The Holbrook news. (Holbrook, Navajo County, Ariz.), 1914-02-13" (abgerufen: 06. August 2014)
  20. Quelle: The Colonist, Volume LIV, Issue 13552, 21. Oktober 1912, S. 2; nach: Micah Ewers, Archiv (2)
  21. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de z.B. die Dokumentation: 'Indian Pygmies and Giants' - American Anthropologist, 1905
  22. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de z.B.: "Aleš Hrdlička versus Giganten-Theorie" (bb)
  23. Siehe dazu z.B.: "Der gepfändete Riese - Die kuriose Gechichte der Giganten-Mumie aus einem Groschen-Museum in Atlanta, für welche die Smithsonian Institution ein erstaunliches Interesse zeigte" (bb und rmh); dort insbesondere das Update vom 18.06.2014

Bild-Quellen:

1) Dale Drinnon, Pedro the Pygmy Mummy of Casper Wyoming, bei Frontiers of Anthropology
2) Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter Hillsboro, Tennessee (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
3) Peter Marsh, Polynesian Pathways, unter: Catastrophes and Prehistory
4) Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter, Hillsboro, Tennessee (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
5) Historical Collections of Ohio, unter COSHOCTON COUNTY (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
6) CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: The Bemidji daily pioneer., February 12, 1914, Page 4, Image 4 (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
7) Extinction Around The World, unter: Honshū Wolf and Epicyon Haydeni
8) Early Canadiana Online, unter: The colonist: Vol. 7, no. 10 (Mar. 1893) (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
9) Micah Ewers, Archiv 2
10) File Upload Bot (Magnus Manske) bei Wikimedia Commons, unter: File:Tsankawi, cavattes & steps.jpg (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)