Astromythologie

von Tony O’Connell

Abb. 1 Der Religionsstifter Zarathustra prophezeite den Weltuntergang durch die Kollision eines Kometen namens Gochihr mit der Erde - ein möglicher Forschungsgegenstand der Astromythologie. (Bild-Collage: AncientPages.com)

Astromythologie (auch: Astrotheologie) ist das Studium astronomischer Ursprünge der Religion bzw der Frage, ob und inwiefern Götter, Göttinnen und Teufel Personifikationen astronomischer Phänomene sind, wie z.B. von Mondfinsternissen, kometaren Erscheinungen und planetarischen Ausrichtungen. Christentum, Islam [1], Judentum, Zoroastrismus (Abb. 1), Mithraismus und altägyptische Glaubenssysteme [2], sind Beispiele für Religionen, die durch astronomische Beobachtungen beeinflusst wurden. [...]

In der griechischen Mythologie wurden Werke wie Hesiods Theogonie von Kommentatoren wie Immanuel Velikovsky als Beschreibung spektakulärer Zusammenstöße zwischen Planetenkörpern identifiziert.

Claude Gétaz, ein Schweizer Forscher, ging noch einen Schritt weiter und behauptete, die Atlantis-Geschichte sei eine Interpretation himmlischer Ereignisse. Alan E. Alford [3] schlägt in ähnlicher Weise vor, dass Platons Atlantis-Geschichte eine Erzählung eines sehr alten und dramatischen astronomischen Ereignisses ist, nämlich die Explosion eines Planetenkörpers, welche von Menschen beobachtet wurde.

Graham Phillips schlägt in The End of Eden [4] eine Nahbegegnung mit einem großen Kometen als Stimulus für die Einführung einer Reihe monotheistischer Religionen vor.


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia.ie entnommen, wo er am 17. Novemberr 2011 unter dem Titel "Astromythology" erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

Bild-Quelle: