Der Sonnenkönig und Dasharatha

Aus Atlantisforschung.de
Version vom 19. Mai 2009, 04:27 Uhr von Bb (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: Ägypten und das alte Indus-Empire, '''Teil VI''' von Sushama Londhe [[Bild:Indische Sonnenbarke.jpg|thumb|'''Abb. 16''' Eine indische Terrakotta-Tafel mit So...)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu:Navigation, Suche

Ägypten und das alte Indus-Empire, Teil VI

von Sushama Londhe

Abb. 16 Eine indische Terrakotta-Tafel mit Sonnenbarke

Subhash Kak hat beobachtet: "Eine traurige Konsequenz der rassistischen Geschichtsbetrach-tung der Indologen des 19. Jahrhunderts und ihrer Nachfolger ist die Vernachlässigung von Indiens Interaktion mit Afrika. Cyril A. Hromniks 'Indo-Africa: towards a new understanding of the history of sub-Saharan Africa' (1981) ist das einzige Buch über indische Beiträge zur Geschichte des sub-saharischen Afrika, das ich kenne, allerdings ist es lediglich eine Forschungsstudie." (+15)

Der Sonnenkönig und Dasharatha sind zwei historische Personen mit indischen Bezügen: der eine aus Nord-Mesopotamien und der andere aus Ägypten. Der Sonnenkönig Echnaton (Akhe-naten) von Ägypten (er herrschte nach Auffassung des Mainstreams 1352-1336 v. Chr.) war durch Königin Kiya der Schwiegersohn von Dasharatha, dem Mitanni-König Nord-Syriens. (Der Name Dasharatha wird in der hethitischen Keil-Schrift, die nicht sauber zwischen "d" und "t" unterscheidet, Tushratta geschrieben. Bisweilen wurde angenommen, das Sanskrit-Original sei Tvesharatha (“Der die ausgezeichneten Streitwagen besitzt"). Briefe, die zwischen Akhenaten und Dasharatha ausgetauscht wurden, hat man im ägyptischen Amarna entdeckt und andere Evidenzen stammen aus Grabstätten dieser Periode, die in exzellentem Zustand entdeckt wur-den.

Die Mitanni, die vedische Götter anbeteten, gehörten zu einem indischen Königreich, das durch Heirat über mehrere Generationen mit der ägyptischen 18. Dynastie verbunden war, zu der Echnaton zählte. Der erste Mitanni-König war Sutarna I (“Gute Sonne”). Ihm folgte Para-tarna I (“Große Sonne”), Parashukshatra (“Axt-Herrscher”), Saukshatra (“Sohn des Sukshatra, des guten Herrschers”), Paratarna II, Artatama oder Ritadhama (“Der sich an das kosmische Gesetz hält”), Sutarna II, Dasharatha und schließlich Mativaja (Matiwazza, “Dessen Reichtum das Gebet ist”), während dessen Lebenszeit der Mitanni-Staat ein Vasall Assyriens wurde.

Aber wie konnte es ein indisches Königreich, so weit von Indien entfernt, in der Nähe Ägyp-tens geben? Nach katastrophalen Erdbeben trocknete um 1900 v. Chr. der Fluss Sarasvati aus, viele indische Volksgruppen begannen, sich nach Westen zu bewegen. Wir finden die Kassiten, eine etwas schattenhafte Aristokratie mit indischen Namen, die Surya und die Maruten ver-ehrten, um 1800 v. Chr. im westlichen Iran. In Babylon, das sie 500 Jahre lang beherrschen sol-lten, ergriffen sie 1600 v. Chr. die Macht.

Abb. 17 Darstellung einer ägyptischen Sonnenbarke

Die Mitanni beherrschten ab 1600 v. Chr. etwa 300 Jahre lang von ihrer Hauptstadt Vasukhani aus das nördliche Mesopotamien (einschließlich Syriens). (Für Mitanni-Namen verwende ich lie-ber die Standard-Sanskrit Schreibweise als die Form, die wir auf Inschriften in der inadäquaten Keil-Schrift finden, wie etwa bei Wassukkani für Vasukhani, “Ein Quell des Wohlstands”.) Ihre Krieger wurden Marya genannt, der passenden Sanskrit-Bezeichnung dafür.

In einem Vertrag zwischen den Hethitern und den Mitanni werden die indischen Gottheiten Mitra, Varuna, Indra und Nasatya (Ashvins) angerufen. In einem Text von einem Mitannier mit Namen Kikkuli kommen Begriffe wie aika (eka, eins), tera (tri, drei), panza (pancha, fünf), satta (sapta, sieben), na (nava, neun), vartana (vartana, rund) vor. In einem anderen Text sind es babru (babhru, braun), parita (palita, grau) und pinkara (pingala, rot). Ihr wichtigstes Fest war die Feier des Vishuva (Sonnenwende), ganz ähnlich wie in Indien. Nicht nur die Kö-nige trugen Sanskrit-Namen; eine große Anzahl anderer Sanskrit-Namen wurden in den Auf-zeichnungen aus dieser Gegend entdeckt.

Der vedische Einfluss via Mitanni in Ägypten und dem Nahen Osten fand mehrere Jahrhunder-te vor dem Exodus der Juden statt. Diese Präsenz muss sicherlich verschiedene Gebräuche, Traditionen und Anschauungen geprägt haben. Möglicherweise erklären diese Begegnungen die unheimlichen Ähnlichkeiten in Mythologie und Ritualen [...]. (+16)

Fortsetzung:

Die Persien-Connection


Anmerkungen und Quellen


Bild-Quellen

(15) India and Egypt - Herausgeber Saryu Doshi S. 80, 81; nach: http://www.atributetohinduism.com/India_and_Egypt.htm (nicht mehr online)

(16) ebd.