Gibt es Levitation?

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Zur Diskussion eines parapsychologischen und/oder krypto-technologischen Phänomens

von Ferdinand Speidel

Abb. 1 Die künstlerische Darstellung einer Levitation von Daniel Dunglas Home. Lithographie aus: Louis Figuier, Les Mystères de la science 1887

Vor vielen Jahren betrat ein Kollege mit einem Buch in der Hand unser Büro. Er war auf der Suche nach Teilnehmern für ein Experiment, über das er in dem Buch gelesen hatte. Erforderlich waren dafür fünf Personen, eine davon musste auf einem Stuhl Platz nehmen, die anderen standen je zu zweit seitlich am Oberkörper und den Beinen. Danach legten die vier jeweils zuerst eine Hand auf den Kopf des Sitzenden und schließlich auch die zweite. Jemand zählte dann bis zu einer Zahl, wenn ich mich recht erinnere, war es die 28. Die vier Personen nahmen dann die Hände vom Kopf des Sitzenden weg, legten die ausgestreckten Zeigefinger dicht zusammen und platzierten sie dann jeweils unter die Achselhöhle und unter die Kniekehle und hoben den Sitzenden hoch bis über den Kopf. Das geschah mit einer absolut überraschenden Leichtigkeit, ohne jegliche Anstrengung.

Eine Erklärung konnte niemand dafür finden. Eine ganze Zeit später versuchte ich, nachzulesen, ob es darüber Informationen gibt. Das Einzige, was ich fand, war eine Aussage, dass es sich dabei um eine Sinnestäuschung handelt, und dass es durchaus ohne weiteres möglich sei, dass vier Personen eine fünfte auf diese Weise anheben können. Das war jedoch nicht befriedigend, denn ich erinnerte mich, dass es in Einzelfällen auch Fehlversuche gab, obwohl wir das Experiment ebenfalls erfolgreich mit Schreibtischen wiederholt hatten.

Eine andere Sache kam mir noch in den Sinn: Als ich selbst einmal die Position des Sitzenden eingenommen hatte und die Hände nach dem Zählen von meinem Kopf genommen wurde, spürte ich ein ganz eigenartiges Gefühl von Leichtigkeit und auch etwas Schwindel, das erst nach einer kurzen Zeit nach dem Absetzen wieder verschwand. Eine Erklärung des Phänomens fehlt mir noch heute.

Abb. 2 Dem arabischen Historiker al Makrizi zufolge soll auch beim Bau der ägyptischen Pyramiden Levitation zum Einsatz gekommen sein.

In Sagen und Überlieferungen der Antike finden sich viele Beispiele für Levitation. So erfahren wir von den Griechen, dass Amphion und Zethos, Zwillingssöhne von Antiope und Zeus, die Stadt Theben erbauten. Beim Bau der Mauern spielte Amphion die Lyra des Hermes und bat ihn, die Musik möge die Steine erheben und zu einer Mauer zusammenfügen, und so geschah es.

In dem Pyramidenkapitel des „Hitat“ des arabischen Schriftstellers Muhammad al Makrizi steht zu lesen, dass bei Bau der großen Pyramiden (Abb. 2) die Priester Pergamentstücke beschrifteten, sie auf die Steinquader legten und ihnen dann einen Stoß gaben, so dass sie sich weiterbewegten. Ähnliches geschah nach den Inka auch beim Bau der Zyklopenmauern von Sacsayhuamán, wo die Götter die riesigen Quader durch die Luft zu ihrem Bestimmungsort fliegen ließen. Solche Beispiele, die unseren Unglauben hervorrufen, gibt es zuhauf aus der Antike, und auch von einigen von der Kirche heiliggesprochenen Personen gibt es Legenden, dass sie der Levitation fähig waren.

Berichte über Levitationen (Abb. 1) lösen bei den meisten heutigen Menschen ein mildes Lächeln oder ein ungläubiges Kopfschütteln aus. Dennoch gibt es auch in der jüngeren Geschichte ein Beispiel, das von dem schwedischen Luftfahrtingenieur Henry Verner Kjellson (1891 – 1962) berichtet wurde. Kjellson befasste sich eingehend mit Techniken des Altertums wie z.B. mit dem Bau der Pyramiden.

Das Ergebnis seiner Forschungen fasste er in dem Buch „Försvunnen Teknik“ (Verschwundene Technik) zusammen. In diesem Buch erwähnte er auch die Schilderung von Levitationen aus Tibet, die er von einem befreundeten Arzt erhalten hatte. Dieser Arzt, Dr. Jarl, wohnte dem Vorgang 1939 bei und erzählte Kjellson davon. Ein anderer schwedischer Wissenschaftler, Olof Alexandersson, erfuhr die Geschichte von Kjellson und berichtete sie in der Zeitschrift „Implosion“ Nr. 13, die von Implosion e.V. herausgegeben wird, und den wir nachfolgend bei Atlantisforschung.de vorstellen.



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Anmerkungen und Quellen

Bild-Quellen:

1) 5Q5 bei Wikimedia Commons, unter: File:Daniel-Dunglas-Home-levitation.jpg
2) Andre Engels bei Wikimedia Commons, unter: File:ST-Nile-Cairo.jpg