Greg Alexander und Alison Moroney: Atlantis in Ostafrika: Unterschied zwischen den Versionen

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([[Das Team|red]]) Was die [[Atlantis-Lokalisierung]]en auf dem '[[Afrika|Schwarzen Kontinent]]' betrifft, so ist [[Atlantis in (Nord-)Afrika - die afro-atlantologische Schule|Nordafrika]] mit Sicherheit der Großraum, der die meisten Kandidatinnen hervorgebracht hat. [[Südafrika aus alternativ-prähistorischer Sicht|Südafrika]] hat dagegen - wenn wir von der Debatte um die geographische Verortung des mythisch-legendären, bisweilen mit [[Atlantis]] gleichgesetzten [[Äthiopien]] sowie von einer einzelnen frühen [[Atlantis-Lokalisierung]] aus dem 17. Jahrhundert <ref>Siehe: ''Bock praes. Kirchmajer de Atlantide ad Timaeum atque Critiam Platonis'', Witteb. 1685; nach: '''Karl Friedrich Hermann''', "[http://books.google.de/books?id=t4ANAAAAYAAJ&pg=PA703&dq=Lettres+sur+l%27Atlantide+de+Platon#v=onepage&q=Lettres%20sur%20l%27Atlantide%20de%20Platon&f=false Geschichte und System der Platonischen Philosophie]", C.F. Winter, 1839, S. 703</ref> und der Tatsache absehen, dass in der [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika Republik Südafrika] tatsächlich eine Ortschaft namens [https://en.wikipedia.org/wiki/Atlantis,_Western_Cape Atlantis] existiert <ref>Siehe: '''Gavin Hayes''', "[http://www.vice.com/de/read/atlantis-existiert-und-es-ist-grauenhaft Atlantis existiert (und es ist grauenhaft)]", 15. Februar 2010 bei [http://www.vice.com/de/ VICE.com] (abgerufen: 30. April 2016)</ref> - nie eine nennenswerte Rolle gespielt.
 
([[Das Team|red]]) Was die [[Atlantis-Lokalisierung]]en auf dem '[[Afrika|Schwarzen Kontinent]]' betrifft, so ist [[Atlantis in (Nord-)Afrika - die afro-atlantologische Schule|Nordafrika]] mit Sicherheit der Großraum, der die meisten Kandidatinnen hervorgebracht hat. [[Südafrika aus alternativ-prähistorischer Sicht|Südafrika]] hat dagegen - wenn wir von der Debatte um die geographische Verortung des mythisch-legendären, bisweilen mit [[Atlantis]] gleichgesetzten [[Äthiopien]] sowie von einer einzelnen frühen [[Atlantis-Lokalisierung]] aus dem 17. Jahrhundert <ref>Siehe: ''Bock praes. Kirchmajer de Atlantide ad Timaeum atque Critiam Platonis'', Witteb. 1685; nach: '''Karl Friedrich Hermann''', "[http://books.google.de/books?id=t4ANAAAAYAAJ&pg=PA703&dq=Lettres+sur+l%27Atlantide+de+Platon#v=onepage&q=Lettres%20sur%20l%27Atlantide%20de%20Platon&f=false Geschichte und System der Platonischen Philosophie]", C.F. Winter, 1839, S. 703</ref> und der Tatsache absehen, dass in der [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika Republik Südafrika] tatsächlich eine Ortschaft namens [https://en.wikipedia.org/wiki/Atlantis,_Western_Cape Atlantis] existiert <ref>Siehe: '''Gavin Hayes''', "[http://www.vice.com/de/read/atlantis-existiert-und-es-ist-grauenhaft Atlantis existiert (und es ist grauenhaft)]", 15. Februar 2010 bei [http://www.vice.com/de/ VICE.com] (abgerufen: 30. April 2016)</ref> - nie eine nennenswerte Rolle gespielt.
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[[Bild:Greg Aexander-2.jpg|thumb|left|420px|'''Abb. 2''' Links: Der Kilimandscharo im Nordosten von Tansania ist nach ''Greg Alexander'' der Berg Atlas, über den Diodor und andere antike Auroren berichteten. Rechts: Der Victoriasee, heute Teil der Staaten Tansania, Uganda und Kenia. Dort soll sich laut ''Alexander'' einst die Insel der Amazonen befunden haben.]]
  
 
Was [https://de.wikipedia.org/wiki/Westafrika Westafrika] angeht, so sorgten erst im frühen 20. Jahrhundert der britische Offizier und Kolonialbeamte [[Cyril Hammond Elgee]] sowie vor allem der deutsche [https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnologie Ethnologe] und Afrikaforscher [[Atlantis in Nigeria - Leo Frobenius und das Yorubaland|Leo Frobenius]] mit ihren (unabhängig voneinander entwickelten) Hypothesen und Theorien dafür, das alte [https://en.wikipedia.org/wiki/Yorubaland Yorubaland] bzw. das Gebiet der heutigen Staaten [https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria Nigeria], [https://de.wikipedia.org/wiki/Benin Benin] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Togo Togo] im [[atlantisch]]en Küstenbereich, respektive am [https://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Guinea Golf von Guinea] in den [[Atlantisforschung|atlantologischen]] Diskurs zu bringen. <ref>Anmerkung: Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang auch die spätere [[Atlantis-Lokalisierung]] des italienischen Geschichtsprofessors [[Livio Catullo Stecchini]] auf der Insel [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Tom%C3%A9_und_Pr%C3%ADncipe São Tomé] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Guinea Golf von Guinea], sowie die von [http://atlantipedia.ie/samples/cosci-marcello/ Marcello Cosci] (vormals Universität Siena) auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sherbro-Insel Sherbro-Insel] vor der Küste [https://de.wikipedia.org/wiki/Sierra_Leone Sierra Leones].</ref>  
 
Was [https://de.wikipedia.org/wiki/Westafrika Westafrika] angeht, so sorgten erst im frühen 20. Jahrhundert der britische Offizier und Kolonialbeamte [[Cyril Hammond Elgee]] sowie vor allem der deutsche [https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnologie Ethnologe] und Afrikaforscher [[Atlantis in Nigeria - Leo Frobenius und das Yorubaland|Leo Frobenius]] mit ihren (unabhängig voneinander entwickelten) Hypothesen und Theorien dafür, das alte [https://en.wikipedia.org/wiki/Yorubaland Yorubaland] bzw. das Gebiet der heutigen Staaten [https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria Nigeria], [https://de.wikipedia.org/wiki/Benin Benin] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Togo Togo] im [[atlantisch]]en Küstenbereich, respektive am [https://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Guinea Golf von Guinea] in den [[Atlantisforschung|atlantologischen]] Diskurs zu bringen. <ref>Anmerkung: Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang auch die spätere [[Atlantis-Lokalisierung]] des italienischen Geschichtsprofessors [[Livio Catullo Stecchini]] auf der Insel [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Tom%C3%A9_und_Pr%C3%ADncipe São Tomé] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Guinea Golf von Guinea], sowie die von [http://atlantipedia.ie/samples/cosci-marcello/ Marcello Cosci] (vormals Universität Siena) auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sherbro-Insel Sherbro-Insel] vor der Küste [https://de.wikipedia.org/wiki/Sierra_Leone Sierra Leones].</ref>  
  
In Hinsicht auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostafrika Ost-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralafrika Zentralafrika] dauerte es schließlich noch einige Jahrzehnte, d.h. bis zum Ende des 20. und Beginn des 21. Jahrhunderts, um auch diesen fernab vom [[Atlantis im Atlantik|Atlantik]] befindlichen Bereich [[Afrika]]s mit [[Atlantis]] In Verbindung zu bringen. In diesem Zusammenhang ist hier wohl vor allem der britische Autor '''Greg Alexander''' zu nennen, der in seinem 2004 erschienenen Buch "[https://books.google.de/books?id=0ZXCXA0l2BkC&hl=de&source=gbs_navlinks_s Atlantis: The Origin of a Legend]" '''(Abb. 1)''' eine radikale Neuinterpretation der alten Überlieferungen über [[Atlantier]] und [[Amazonen]] vornimmt.
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In Hinsicht auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostafrika Ost-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralafrika Zentralafrika] dauerte es schließlich noch einige Jahrzehnte, d.h. bis zum Ende des 20. und Beginn des 21. Jahrhunderts, um auch diesen fernab vom [[Atlantis im Atlantik|Atlantik]] befindlichen Bereich [[Afrika]]s als [[Atlantis]]-Örtlichkeit zu popularisieren. In diesem Zusammenhang ist hier wohl vor allem der britische Autor '''Greg Alexander''' zu nennen, der in seinem 2004 erschienenen Buch "[https://books.google.de/books?id=0ZXCXA0l2BkC&hl=de&source=gbs_navlinks_s Atlantis: The Origin of a Legend]" '''(Abb. 1)''' eine radikale Neuinterpretation der alten Überlieferungen über [[Atlantier]] und [[Amazonen]] vornimmt.
  
[[Bild:Greg Aexander-2.jpg|thumb|420px|'''Abb. 2''' Links: Der Kilimandscharo im Nordosten von Tansania ist nach Greg Alexander der Berg Atlas]]
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[[Bild:Daniel Duvillé-Cover.jpg|thumb|left|220px|'''Abb. 3''' Daniel Duvillés fast vergssenes Atlantis-Buch aus dem Jahr 1936]]
  
'''Greg Alexander''', über dessen Vita bisher praktisch nichts in Erfahrung zu bringen war, baut seine revisionistischen Überlegungen in erster Linie auf den Informationen auf, die uns der antike Historiker [[Diodorus Siculus]] hinterlassen hat. [[Platon]] dagegen hält er für keinen besonders zuverlässigen Berichtertstatter, und stellt nach einer kurzen Beschau anderer Materialien fest: "''Die griechische Mythologie untersützt widerspruchsfrei den Bericht [[Diodorus Siculus|Diodors]], aber nicht den von [[Plato]]''." <ref>Quelle: '''Greg Alexander''', "[http://atlantislegend.angelfire.com/index.html Atlantis and Greek mythology]" (abgerufen: 30. April 2016; Übersetzung ind Deutsche durch ''Atlantisforschung.de'')</ref>
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[[Bild:Moroney.jpg|thumb|220px|'''Abb. 4''' Das Frontcover von A. Moroneys Buch 'Pathway to Atlantis' aus dem Jahr 1998]]
  
In my book “Atlantis, the Origin of a Legend” I identify the geographical features described by Diodorus in the Africa of today. I place the scene of events in Africa's Great Rift Valley and have Lake Victoria as the remnants of the lake with the island populated by the Amazons, before an ancient seismic event altered the landscape forever.
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'''Greg Alexander''', über dessen Vita bisher praktisch nichts in Erfahrung zu bringen war, baut seine revisionistischen Überlegungen in erster Linie auf den Informationen auf, die uns der antike Historiker [[Diodorus Siculus]] hinterlassen hat. [[Platon]] dagegen hält er für keinen besonders zuverlässigen Berichtertstatter, und stellt nach einer kurzen Beschau anderer Materialien fest: "''Die griechische Mythologie untersützt widerspruchsfrei den Bericht [[Diodorus Siculus|Diodors]], aber nicht den von [[Plato]]''." <ref>Quelle: '''Greg Alexander''', "[http://atlantislegend.angelfire.com/index.html Atlantis and Greek mythology]" (abgerufen: 30. April 2016; Übersetzung ins Deutsche durch ''Atlantisforschung.de'')</ref>
  
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Nachdem '''Alexander''' die Ereignisse der [[Atlantida]] des [[Diodorus Siculus|Diodor]] unter Hinzuziehung anderer antiker Quellen vom [[atlantisch]]en Nordwesten [[Afrika]]s in südöstlicher Richtung 'verschoben' hat, identifiziert er in "[https://books.google.de/books?id=0ZXCXA0l2BkC&hl=de&source=gbs_navlinks_s Atlantis, the Origin of a Legend]" dessen geographische bzw. topographische Angaben folgendermaßen: "''Ich platziere den Ort der Ereignisse in [[Afrika]]s [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Afrikanischer_Grabenbruch Great Rift Valley], und halte den [https://de.wikipedia.org/wiki/Victoriasee Victoriasee] für einen Überrest des Sees mit jener Insel, die von den [[Amazonen]] bevölkert wurde, bevor ein [https://de.wiktionary.org/wiki/seismisch seismisches] Ereignis des Altertums die Landschaft für immer veränderte''." <ref>Quelle: ebd.</ref> 
  
[https://de.wikipedia.org/wiki/Victoriasee Victoriasee]
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Bereits ca. sechs Jahre vor dem Erscheinen von '''Greg Alexanders''' "[https://books.google.de/books?id=0ZXCXA0l2BkC&hl=de&source=gbs_navlinks_s Atlantis, the Origin of a Legend]" war die australische Amateur-[https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4oastronomie Archaeoastronomin] und Astrologin <ref>Quelle: [https://en.wikipedia.org/wiki/Stel_Pavlou Stelios Grant Pavlou], "[http://www.atlantipedia.com/doku.php?id=alison_moroney Alison Moroney]", bei [http://www.atlantipedia.com/doku.php?id=atlantipedia Atlantipedia.com] (abgerufen: 30 April 2016)</ref> [http://atlantipedia.ie/samples/moroney-alison/ Alison Moroney] in ihrem Buch "[https://books.google.de/books/about/Pathway_to_Atlantis.html?id=lHKkAAAACAAJ&redir_esc=y Pathway to Atlantis]" '''(Abb. 4)''' <ref>Siehe: [http://atlantipedia.ie/samples/moroney-alison/ Alison Moroney], "[https://books.google.de/books/about/Pathway_to_Atlantis.html?id=lHKkAAAACAAJ&redir_esc=y Pathway to Atlantis]", Singleton, N.S.W., 1998 '''(Abb. 4)'''</ref> - das leider in der [[Atlantisforschung|atlantologischen]] Community praktisch unbeachtet blieb - zu ganz ähnlichen Schlussfolgerungen gelangt wie er. Allerdings platzierte sie nicht die Hauptstadt der [[Amazonen]]-Königin [[Myrina (Amazonenkönigin)|Myrina]] in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Victoriasee Victoriasee], sondern die [[Metropolis]] der [[Atlantier]]. Die Gipfel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kilimandscharo Kilimandscharo] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Mount-Kenya-Massiv Mount Kenya] identifizierte sie als die [[Säulen des Herakles]]. <ref>Quelle: [https://en.wikipedia.org/wiki/Stel_Pavlou Stelios Grant Pavlou], "[http://www.atlantipedia.com/doku.php?id=alison_moroney Alison Moroney]", bei [http://www.atlantipedia.com/doku.php?id=atlantipedia Atlantipedia.com] (abgerufen: 30 April 2016)</ref> Jedenfalls darf auch sie nicht für sich in Anspruch nehmen, die erste erste ostfrikanische Lokalisierungs-Hypothese der modernen [[Atlantologie-Historik - Beschäftigung mit der Geschichte der Atlantisforschung|Atlantologie-Geschichte]] vorgelegt zu haben.
  
Greek mythology is consistent in supporting the account of Diodorus but not that of Plato.
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Es ist nämlich festzustellen, dass es tatsächlich schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen wenig bekannten [[Atlantisforschung|Atlantisforscher]] gab, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostafrika Ostafrika] in seine Überlegungen einbezog, weshalb er hier Erwähnung finden sollte. Gemeint ist der französische Autor '''Daniel Duvillé'''. Er  beschrieb in seiner Abhandlung "[https://www.amazon.fr/LAethiopia-orientale-initiatrice-propagation-lalphabet/dp/B004JYK11G L’Aethiopia Orientale ou Atlantide, Initiatrice des Peuples Anciens]" aus dem Jahr 1936 ein [[Atlantis]] als Großinsel im Atlantik (inklusive einer Halbinsel, die sich bis nach [[Island]] hin erstreckt haben soll) sowie ein weiteres [[Atlantis]] im Osten [[Afrika]]s (dem Gebiet des späteren [[Äthiopien]]). <ref>Siehe: '''D. Duvillé''', "[https://www.amazon.fr/LAethiopia-orientale-initiatrice-propagation-lalphabet/dp/B004JYK11G L’Aethiopia Orientale ou Atlantide, Initiatrice des Peuples Anciens]", Paris (Malfére), 1936; siehe online auch: [http://www.persee.fr/author/persee_216569 Raymond Janin], [http://www.persee.fr/doc/rebyz_1146-9447_1936_num_35_184_2887_t1_0505_0000_2 Duvillé (D.), L'Æthiopia orientale ou Atlantie initiatrice des peuples anciens] (Rezension), in: [http://www.persee.fr/issue/rebyz_1146-9447_1936_num_35_184?sectionId=rebyz_1146-9447_1936_num_35_184_2887_t1_0505_0000_2 Échos d'Orient, tome 35, n°184, 1936]</ref>
  
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kilimandscharo Kilimandscharo]
 
  
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:2) Links: '''NASA''' / [https://commons.wikimedia.org/wiki/User:CarolSpears CarolSpears], bei [https://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page Wikimedia Commons], unter: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Snow_and_Ice_on_Kilimanjaro-2000.jpg File:Snow and Ice on Kilimanjaro-2000.jpg]
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:2) Rechts: '''NASA''', bei [https://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page Wikimedia Commons], unter: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Victoriasee.jpg?uselang=de File:Victoriasee.jpg]
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:3) [https://www.amazon.fr/b/ref=amb_link_190801307_2?ie=UTF8&node=6680516031&pf_rd_m=A1X6FK5RDHNB96&pf_rd_s=product-alert&pf_rd_r=W4B2K19MFE6R5SPQW3G4&pf_rd_t=201&pf_rd_p=645915187&pf_rd_i=B004JYK11G Le meilleur des nouveautés livres], unter: [https://www.amazon.fr/LAethiopia-orientale-initiatrice-propagation-lalphabet/dp/B004JYK11G L'Aethiopia orientale ou Atlantie initiatrice des peuples anciens. Suivie de Naissance et propagation de l'alphabet. Broché – 1936] (Bild-Bearbeitung durch ''Atlantisforschung.de'')
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:4) Bild-Archiv ''Atlantisforschung.de''

Aktuelle Version vom 23. April 2019, 01:13 Uhr

Abb.1 Greg Alexander, "Atlantis, the Origin of a Legend", TB, 108 Seiten; Publisher: iUniverse Inc., 2004; ISBN 0595332676

(red) Was die Atlantis-Lokalisierungen auf dem 'Schwarzen Kontinent' betrifft, so ist Nordafrika mit Sicherheit der Großraum, der die meisten Kandidatinnen hervorgebracht hat. Südafrika hat dagegen - wenn wir von der Debatte um die geographische Verortung des mythisch-legendären, bisweilen mit Atlantis gleichgesetzten Äthiopien sowie von einer einzelnen frühen Atlantis-Lokalisierung aus dem 17. Jahrhundert [1] und der Tatsache absehen, dass in der Republik Südafrika tatsächlich eine Ortschaft namens Atlantis existiert [2] - nie eine nennenswerte Rolle gespielt.

Abb. 2 Links: Der Kilimandscharo im Nordosten von Tansania ist nach Greg Alexander der Berg Atlas, über den Diodor und andere antike Auroren berichteten. Rechts: Der Victoriasee, heute Teil der Staaten Tansania, Uganda und Kenia. Dort soll sich laut Alexander einst die Insel der Amazonen befunden haben.

Was Westafrika angeht, so sorgten erst im frühen 20. Jahrhundert der britische Offizier und Kolonialbeamte Cyril Hammond Elgee sowie vor allem der deutsche Ethnologe und Afrikaforscher Leo Frobenius mit ihren (unabhängig voneinander entwickelten) Hypothesen und Theorien dafür, das alte Yorubaland bzw. das Gebiet der heutigen Staaten Nigeria, Benin und Togo im atlantischen Küstenbereich, respektive am Golf von Guinea in den atlantologischen Diskurs zu bringen. [3]

In Hinsicht auf Ost- und Zentralafrika dauerte es schließlich noch einige Jahrzehnte, d.h. bis zum Ende des 20. und Beginn des 21. Jahrhunderts, um auch diesen fernab vom Atlantik befindlichen Bereich Afrikas als Atlantis-Örtlichkeit zu popularisieren. In diesem Zusammenhang ist hier wohl vor allem der britische Autor Greg Alexander zu nennen, der in seinem 2004 erschienenen Buch "Atlantis: The Origin of a Legend" (Abb. 1) eine radikale Neuinterpretation der alten Überlieferungen über Atlantier und Amazonen vornimmt.

Abb. 3 Daniel Duvillés fast vergssenes Atlantis-Buch aus dem Jahr 1936
Abb. 4 Das Frontcover von A. Moroneys Buch 'Pathway to Atlantis' aus dem Jahr 1998

Greg Alexander, über dessen Vita bisher praktisch nichts in Erfahrung zu bringen war, baut seine revisionistischen Überlegungen in erster Linie auf den Informationen auf, die uns der antike Historiker Diodorus Siculus hinterlassen hat. Platon dagegen hält er für keinen besonders zuverlässigen Berichtertstatter, und stellt nach einer kurzen Beschau anderer Materialien fest: "Die griechische Mythologie untersützt widerspruchsfrei den Bericht Diodors, aber nicht den von Plato." [4]

Nachdem Alexander die Ereignisse der Atlantida des Diodor unter Hinzuziehung anderer antiker Quellen vom atlantischen Nordwesten Afrikas in südöstlicher Richtung 'verschoben' hat, identifiziert er in "Atlantis, the Origin of a Legend" dessen geographische bzw. topographische Angaben folgendermaßen: "Ich platziere den Ort der Ereignisse in Afrikas Great Rift Valley, und halte den Victoriasee für einen Überrest des Sees mit jener Insel, die von den Amazonen bevölkert wurde, bevor ein seismisches Ereignis des Altertums die Landschaft für immer veränderte." [5]

Bereits ca. sechs Jahre vor dem Erscheinen von Greg Alexanders "Atlantis, the Origin of a Legend" war die australische Amateur-Archaeoastronomin und Astrologin [6] Alison Moroney in ihrem Buch "Pathway to Atlantis" (Abb. 4) [7] - das leider in der atlantologischen Community praktisch unbeachtet blieb - zu ganz ähnlichen Schlussfolgerungen gelangt wie er. Allerdings platzierte sie nicht die Hauptstadt der Amazonen-Königin Myrina in den Victoriasee, sondern die Metropolis der Atlantier. Die Gipfel des Kilimandscharo und des Mount Kenya identifizierte sie als die Säulen des Herakles. [8] Jedenfalls darf auch sie nicht für sich in Anspruch nehmen, die erste erste ostfrikanische Lokalisierungs-Hypothese der modernen Atlantologie-Geschichte vorgelegt zu haben.

Es ist nämlich festzustellen, dass es tatsächlich schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen wenig bekannten Atlantisforscher gab, der Ostafrika in seine Überlegungen einbezog, weshalb er hier Erwähnung finden sollte. Gemeint ist der französische Autor Daniel Duvillé. Er beschrieb in seiner Abhandlung "L’Aethiopia Orientale ou Atlantide, Initiatrice des Peuples Anciens" aus dem Jahr 1936 ein Atlantis als Großinsel im Atlantik (inklusive einer Halbinsel, die sich bis nach Island hin erstreckt haben soll) sowie ein weiteres Atlantis im Osten Afrikas (dem Gebiet des späteren Äthiopien). [9]



Zurück zu → Personalia atlantologica . Das WHO IS WHO der Atlantisforschung


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Bock praes. Kirchmajer de Atlantide ad Timaeum atque Critiam Platonis, Witteb. 1685; nach: Karl Friedrich Hermann, "Geschichte und System der Platonischen Philosophie", C.F. Winter, 1839, S. 703
  2. Siehe: Gavin Hayes, "Atlantis existiert (und es ist grauenhaft)", 15. Februar 2010 bei VICE.com (abgerufen: 30. April 2016)
  3. Anmerkung: Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang auch die spätere Atlantis-Lokalisierung des italienischen Geschichtsprofessors Livio Catullo Stecchini auf der Insel São Tomé im Golf von Guinea, sowie die von Marcello Cosci (vormals Universität Siena) auf der Sherbro-Insel vor der Küste Sierra Leones.
  4. Quelle: Greg Alexander, "Atlantis and Greek mythology" (abgerufen: 30. April 2016; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  5. Quelle: ebd.
  6. Quelle: Stelios Grant Pavlou, "Alison Moroney", bei Atlantipedia.com (abgerufen: 30 April 2016)
  7. Siehe: Alison Moroney, "Pathway to Atlantis", Singleton, N.S.W., 1998 (Abb. 4)
  8. Quelle: Stelios Grant Pavlou, "Alison Moroney", bei Atlantipedia.com (abgerufen: 30 April 2016)
  9. Siehe: D. Duvillé, "L’Aethiopia Orientale ou Atlantide, Initiatrice des Peuples Anciens", Paris (Malfére), 1936; siehe online auch: Raymond Janin, Duvillé (D.), L'Æthiopia orientale ou Atlantie initiatrice des peuples anciens (Rezension), in: Échos d'Orient, tome 35, n°184, 1936

Bild-Quellen:

1) iUniverse / Bld-Archiv Atlantisforschung.de
2) Links: NASA / CarolSpears, bei Wikimedia Commons, unter: File:Snow and Ice on Kilimanjaro-2000.jpg
2) Rechts: NASA, bei Wikimedia Commons, unter: File:Victoriasee.jpg
3) Le meilleur des nouveautés livres, unter: L'Aethiopia orientale ou Atlantie initiatrice des peuples anciens. Suivie de Naissance et propagation de l'alphabet. Broché – 1936 (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
4) Bild-Archiv Atlantisforschung.de