Josef F. Blumrich

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Josef F. Blumrich (1913-2002)

(red) Josef Franz Blumrich (Abb. 1) (geb. 17. März 1913 in Steyr, damals Österreich-Ungarn; † 10. Februar 2002 in Estes Park, Colorado, USA [1]) war ein 1959 in die USA übersiedelter Luftfahrtingenieur, der dort im Rahmen des Weltraumprogramms der NASA im Marshall Space Flight Center an der Konstruktion der Saturn V-Rakete beteiligt war. 1974 ging er in den Ruhestand.

Internationale Aufmerksamkeit erregte Blumrich im selben Jahr mit einer spektakulären Buchveröffentlichung, mit der er er sich ganz bewusst gegen den wissenschaftlichen Mainstream stellte, indem er Unterstützung für die prä-astronautischen Hypothesen Erich von Dänikens lieferte. Im englischen Sprachraum wurde Blumrich, wie es in Tony O’Connells Atlantipedia dazu heißt, "hauptsächlich durch sein 1974 erschienenes Buch 'The Spaceship of Ezechiel' [2] bekannt, das zuerst auf Deutsch veröffentlicht wurde. [3] Zunächst skeptisch eingestellt, hatte er von Dänikens Annahme überprüft, im alttestamentarischen Buch Hesekiel sei die Landung eines außerirdischen Raumschiffes beschrieben worden. Schließlich gelangte Blumrich zu dem Schluss, dass diese Auslegung durchaus Sinn mache. Vor dem Hintergrund seines ingenieurtechnischen Fachwissens erstellte er sogar Skizzen, Pläne und Modelle zur Rekonstruktion dieses Gefährts (Abb. 2), das er für ein Zubringer-Raumfahrzeug für den Pendelverkehr zwischen Erde und erdnahem Weltraum hielt.

Abb. 2 Hier eine zeichnerische Darstellung des 'Hesekiel-Raumschiffs', das Blumrich nach den Angaben im Alten Testament rekonstruierte

"Meiner Meinung nach", kommentiert O’Connell - der keineswegs zu den Fans oder Verfechtern der Paläo-SETI-Ideen zu zählen ist - das Werk, "trug dieses eine Buch mehr dazu bei, die Astronautengötter-Theorie wissenschaftlich zu untermauern, als der gesamte, recht fragwürdige Ausstoß Erich von Dänikens. 1974 steuerte Blumrich eine Synopsis seiner Vorstellungen [4] zu der UNESCO-Publikation IMPACT OF SCIENCE ON SOCIETY bei."

Es bleibt anzumerken, dass Hans Herbert Beier (1929-2004), ein deutscher Ingenieurs-Kollege von Blumrich, völlig unabhängig von diesem ebenfalls eine prä-astronautische Analyse des Buches Hesekiel vornahm. Dabei konzentrierte es sich allerdings auf den darin erwähnten 'himmlischen Tempel', den er als Basis bzw. Bodenstation für außerirdische Raumfahrzeuge interpretierte. [5] Fszinierend war und ist dabei die Tatsache, dass sich bei einem späteren Vergleich der Modelle von Blumrichs 'Hesekiel-Raumschiff' und Beiers Bodenstation herausstellte, dass sie so perfekt zusammenpassten, als seien sie von ein und demselben Entwickler im Rahmen eines einzigen Projekts konstruiert worden.

Im Jahr 1979 legte Josef F. Blumrich dann ein weiteres Buch mit dem Titel "Kásskara und die sieben Welten" [6] vor. "Dieses Buch erzählt", um noch einmal Tony O’Connell zu zitieren, "die Geschichte der Hopi-Indianer nach, wie sie Blumrich vom Hopi-Häuptling White Bear Fredericks [7] berichtet wurde, der von einem Krieg zwischen Kásskara und Taláwaitíchqua erzählt, die [er] als Mu und Atlantis identifiziert. Auch datiert er die Existenz von 'Atlantis' auf eine Zeit vor 80.000 Jahren. Wiewohl dies, entsprechend den jeweiligen vorgefassten Meinungen, bestürzen oder begeistern mag, möchte ich nahelegen, dass die Hereinnahme von Atlantis und Mu in White Bears Erzählung ein Kunstgriff war, um die Geschichte Außenstehenden zugänglicher zu machen. [...] Martin Freksa [8] hat Auszüge aus dem Buch [auch auf Englisch] vorgestellt..." [9]


Externa:


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quellen: Wikipedia - La enciclopedia libre, unter: "Joseph F. Blumrich"; sowie: Ernst Hager, "Ing. Josef Franz Blumrich", 14. Dezember 2014, bei steyrerpioniere (beide abgerufen: 11. Juni 2018)
  2. Siehe: Josef F. Blumrich, "The spaceships of Ezekiel", Bantam Books, 1974
  3. Siehe: Josef F. Blumrich, "Da tat sich der Himmel auf - Die Begegnung des Propheten Ezechiel mit ausserirdischer Intelligenz", Econ Verlag GmbH, 1973; Ullstein Verlag 1994; Kopp Verlag 2003
  4. Siehe: Josef F. Blumrich, "The spaceships of the prophet Ezekiel", in: Jacques Richardson (Hrsg.), IMPACT OF SCIENCE ON SOCIETY (UNESCO), Vol. XXIV / No. 4, October-December 1974, S. 329-336 (online als PDF-Datei)
  5. Siehe: Hans Herbert Beier, "Kronzeuge Ezechiel: sein Bericht, sein Tempel, seine Raumschiffe", Ullstein, 1996
  6. Siehe: Josef F. Blumrich, "Kásskara und die sieben Welten: Weisser Bär erzählt den Erdmythos der Hopi-Indianer", Econ Verlag, 1979
  7. Siehe von diesem auch:Oswold White Bear Fredericks, "THE HISTORY OF THE HOPI FROM THEIR ORIGINS IN LEMURIA", King's Bridge, 2009; sowie bei BookBaby, 2011
  8. Siehe: Martin Freksa, "Traces of the Atlantic Civilization (die englischsprachige Fassung von 'Das verlorene Atlantis'), lulu.com / Pluramon, 2009
  9. Quelle: Tony O’Connell, "Blumrich, Josef F.", 23. Juni 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 11. Juni 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) o.A., The Spaceships of Ezekiel - Are there Flying Saucers in the Bible?, unter: "About Josef F. Blumrich"; nach: Tony O’Connell, op. cit. (2010)
2) Josef F. Blumrich, "The Spaceships ... of The Prophet Ezekiel", EarthPortals, nach: bibliotecapleyades.net