Kleine Antillen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 13. Juni 2019, 00:50 Uhr

Abb. 1 Hier eine kartographische Darstellung der Kleinen Antillen (dunkelblau unterlegt) in der östlichen Karibik, nördlich von Sudamerika

(red) Als Kleinen Antillen - spanisch: Antillas Menores; engl.: Lesser Antilles - (Abb. 1) wird eine in etwa bogenförmige Inselkette in der östlichen Karibik bezeichnet, welche sich von den Jungferninseln im Norden bis vor die Küste Venezuelas im Süden erstreckt und zusammen mit den Bahamas und den Großen Antillen die Gesamtheit der Westindischen Inseln bildet. Untergliedert werden sie in die 'Inseln über dem Winde' und die 'Inseln unter dem Winde', wobei sich dies auf den im dortigen Raum vorherrschenden Nordost-Passatwind bezieht. [1]

Obwohl es - im Gegensatz zu den Großen Antillen - offenbar keine Atlantis-Lokalisierungen gibt, die sich direkt auf das Gebiet der Kleinen Antillen beziehen, spielen diese im Bereich nonkonformistischer Atlantologie und Alternativer Ur- und Frühgeschichtsforschung eine keineswegs unwesentliche Rolle. Dies gilt z.B. für die Frage nach kataklysmischen Umwälzungen und massiven topographischen Veränderungen im Großraum der vorzeitlichen Karibik, aber auch bezüglich Überlegungen, ob dort vormals eine entwickelte Kultur existiert hat.

Abb. 2 Waren Trinidad und die anderen Inseln der heutigen Kleinen Antillen eins die Gipfel einer Bergkette, welche die vormals trockenliegende Karibik vor den Fluten des Atlantischen Ozeans abschirmte? (Foto: Die Macqueripe Bay in Chaguaramas, Trinidad)

Vor einem cenokatastropgistischen und atlantologischen Hintergrund befasste sich z.B. Lewis Spence bereits 1925 in seinem Werk Atlantis in America mit erdgeschichtlichen und biogeographischen Aspekten der Vergangenheit von Großen und Kleinen Antillen. [2] Mit aktuellen geologischen Daten dieser Region wartet P. P. Flambas in seinem 2016 veröffentlichten Buch Plato’s Caribbean Atlantis: A Scientific Analysis auf.

Harold Tom Wilkins widmete sich bereits in seinem 1950 erschienenen Buch Secret Cities of Old South America: Atlantis unveiled u.a. auch diesbezüglichen Überlieferungen von Bewohnern der heutigen Kleinen Antillen-Inseln, namentlich Trinidads, Grenadas und St. Vincents. So lesen wir bei ihm zum Beispiel:

"Im Hinterland der britisch-westindischen Insel Trinidad versichern die Natives aboriginaler Herkunft, dass Trinidad ein sehr altes Land sei, und vor vielen tausend Jahren einen Teil >des größten Landes der Welt< gebildet habe. Dies war eine Zeit, >als es [dort] überhaupt kein Meer gab<. Dieses große, vorsintflutliche Land bzw. Kontinent nennen die Natives IERE [...] Und auch das alte Trinidad, so sagen die Eingeborenen, war vor dem großen Kataklysmus, der den verlorenen Kontinent untergehen ließ, als Iere bekannt. Gold, so sagt die Überlieferung in Trinidad weiter, wurde in jenen Tagen für gewöhnlich >mit Eseln< ÜBER LAND vom Süden, d.h. von Südamerika her, gebracht, als die Karibische See Trinidad noch nicht von diesem Proto-Südamerika trennte. Dann geschah etwas, [...] was >das Land in lauter kleine Stücke zerbrach<, und >die See brach von Norden und Süden her ein..." [3]

Auch in sagenhafzen Erzählungen auf Grenada ist von vorzeitlichen Gold-Importen aus Südamerika auf dem Landweg und von einer entsetzlichen Katastrophe die Rede, welche das Gesicht der Erde veränderte. Die von Wilkins zudem erwähnten Überlieferungen von St. Vincent scheinen sogar zwischen mehreren kataklysmischen Perioden zu unterscheiden, wobei ein längerer Prozess angedeutet wird, in dessen Verlauf das alte 'Große Land' der Karibik in mehreren Schüben vernichtet wurde, wobei schließlich "alles barst, wie bei einem Vulkan [-Ausbruch ablief], nur dass es wie viele Vulkane auf einmal war". [4]

Abschließend sei auch noch kurz auf die Bedeutung der Kleinen Antillen hingewiesen, die sie vermutlich - neben den Bahamas - als nautische 'Sprungbretter' für anzunehmende prähistorische Seereisende hatten, die von Europa aus den Atlantik überquerten, um nach Amerika zu gelangen - ganz ähnlich, wie dies auch in der frühen neuzeitlichen Kolonialgeschichte der 'Neuen Welt' der Fall war. [5]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Kleine Antillen" (abgerufen: 12. Juni 2019)
  2. Siehe: Lewis Spence, "Atlantis in America", London (Ernest Benn Limited), 1925, Chapter One, "Atlantis and Antillia"
  3. Quelle: Harold T. Wilkins, "Secret Cities of Old South America: Atlantis unveiled", London (Rider & Co., 1950, S. 64; zit. nach der Übersetzung der Passage ins Deutsche bei Bernhard Beier, "Iere - Das Atlantis der Kariben", Teil I, bei Atlantisforschung.de
  4. Quelle: Harold T. Wilkins, "Secret Cities of Old South America: Atlantis unveiled", London (Rider & Co., 1950, S. 67; zit. nach der Übersetzung der Passage ins Deutsche bei Bernhard Beier, "Iere - Das Atlantis der Kariben", Teil III, bei Atlantisforschung.de
  5. Siehe z.B.: Andrew Collins, "THE SEARCH FOR ATLANTIS IN CUBA", Abschnitt: "The Size of Libya and Asia Combined", bei andrewcollins.com (abgerufen: 12. Juni 2019)

Bild-Quellen:

1) Demis (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Caribbean - Lesser Antilles-2010-24-05.PNG
2) R45 (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Macqueripe Bay, Chaguaramas, Trinidad.jpg (Lizenz: Creative-Commons, „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert)