Kannten bereits die Römer die Ananas?

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(dg) Seit der Entdeckung von Nikotin und Kokain in ägyptischen Mumien durch Dr. Swetlana Balabanova in den frühen 90ern tauchen immer wieder in den Medien Meldungen von spektakulären Pflanzenfunden auf, die es eigentlich nicht geben dürfte. Zu diesen "Out Of Place Artefacts" gehören auch die römischen Ananas-Darstellungen von Pompeji.

Neuweltliche Kulturpflanzen, wie Ananas oder Tabak haben ihren botanischen Ursprung in der Neuen Welt. Sie gab es als Zuchtpflanzen nicht im vorgeschichtlichen Europa, Afrika oder Asien. Nach der bisherigen Vorstellung der Altertumswissenschaftler hat es zwischen der Völkern der Alten und Neuen Welt keine dauerhaften kulturellen oder gar Handelskontakte gegeben. Wie kommt also die Ananas nach Pompeji?

Seit vielen Jahren mehren sich jedoch Belege, dass an dieser Lehrmeinung etwas nicht stimmen kann. In meiner Dissertation „Prähistorische Ausbreitungsmechanismen transatlantisch verbreiteter Kulturpflanzen“ (2012) konnte ich anhand mehrerer Beispiele belegen, dass dieses Paradigma falsch ist. In diesem Artikel möchte ich an ausgewählten Beispielen aus der Gattung Bromelien (Ananasgewächse) zeigen, dass die Ananas in der römischen Welt als exotische Frucht bekannt gewesen sein musste. Ähnliche Beispiele kennen wir auch aus der Tempelkunst Mesopotamiens und Indiens. Die hier vorgestellten Bilder stammen aus Pompeji, das bekanntlich in einer großen Vulkanexplosion um 79 n. Chr. unterging. Diese Katastrophe hat mehrere Kunstwerke konserviert und somit vor dem Verfall bis in die Gegenwart bewahrt.

Bildet Euch Eure Meinung selber!

Für mich stellen diese Bildnisse einen weiteren Hinweis dar, dass die antiken Völker des Mittelmeers zumindest einen zeitweisen Kontakt in die Neue Welt vor der Wiederentdeckung durch Kolumbus im Jahre 1492 gepflegt haben mussten.