Kontinentalverschiebung im Widerspruch zur Atlantis-These?

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von unserem Gastautor Hans-Joachim Zillmer

Abb. 1 Die Ränder der Kontinentalschelfe von Afrika und Südamerika passen genau aneinander. Im Nordatlantik passen die Schelfe von Afrika-Europa und Nordamerika an den Mittelatlantischen Rücken. Es entsteht eine fehlende Landmasse, ein Einbruchbecken. Dieses Gebiet ist groß genug für die versunkene Großinsel Atlantis bei den Azoren. (Grafik: H.-J. Zillmer)

Wenn [...] die Beschreibung des Untergangs einer Großinsel im Atlantik richtig ist, steht diese Aussage nicht im Widerspruch zur allgemein anerkannten Theorie von Wegener? Diese Anfang des 20. Jahrhunderts vorgestellte Kontinentaldrift-Theorie besagt, daß es in Urzeiten nur einen einzigen großen Kontinent gegeben hat. Dieser Urkontinent ist später in Teilschollen zerfallen. Irgendwann und aus irgendwelchem Grund begannen die Kontinente auseinanderzudriften.

Richtig an dieser Theorie ist, daß Amerika direkt an Afrika angegrenzt haben muß. Mit einem Blick auf die Weltkarte kann man diese Aussage nachprüfen. Außerdem fand man in beiden Kontinenten dieselben Gesteinsschichten. Entgegen der Darstellung von Wegener passen die Schelfe im Nordatlantik jedoch nicht aneinander, sondern die Ränder des im Atlantik unter Wasser vorhandenen Atlantikrückens. Zwischen Afrika und Europa auf der einen und Kanada auf der anderen Seite entsteht ein Loch nordwestlich des eingebrochenen mexikanischen Beckens. (Abb. 1)

Die Entstehung dieses Einbruchbeckens muß für die Erde verheerende Folgen gehabt haben. Allein die Auswirkung eines einzigen Einschlags wird durch die Vervielfachung der Schockwellen für die Erde als katastrophal bezeichnet. Die Verdunklung der Sonne und ein ausgeprägter Klimaschock war die Folge. Was aber passiert, wenn hintereinander sieben, acht oder mehr große und viele kleine Einschläge verzeichnet werden? Die Erdkruste wird durch die Vulkanausbrüche, Erdbeben und andere Folgeerscheinungen fast gänzlich vernichtet, umgeschichtet und ein neuer Aufbau der Erdrinde erzeugt. Auf- und Einbrüche der Erdkruste laufen innerhalb kürzester Zeit ab. Gebirge werden aufgefaltet, Täler erzeugt und mächtige Sedimentschichten abgelagert. Plateaus sinken ab oder entstehen neu durch das aus dem Erdinnern austretende Magma.

Abb. 2 Der von der Wissenschaft vermutete Urkontinent "Pangaea" zerbrach in mehrere Schollen, die zu driften begannen. Welche Ursachen waren für diese Prozesse verantwortlich?

Unter diesen Umständen, die eine Sintflut unter ganz anderen Gesichtspunkten erscheinen lassen, muß auch die Kontinentaldrift mit anderen Augen betrachtet werden. Gewaltsame erdumstürzende Veränderungen sind mit den Theorien von Lyell und Darwin nicht vereinbar. Diese beschriebenen Ereignisse während des Sintflut-Impakts erfordern ein ganz anderes Gedankenmodell als das uns gewohnte. Der Vorgang der Kontinentaldrift geschah im Rahmen der beschriebenen kataklysmischen Vorgänge relativ schnell und nicht langsam im Laufe von -zig Millionen Jahren, wenn auch vielleicht in zwei oder drei größeren Schüben.

Der große Urkontinent, genannt Pangaea (Abb. 2), brach gemäß dem von mir skizzierten Ablauf der gewaltsamen Geburt unserer Erde vielleicht direkt nach der Explosion von Phaeton/Tiamat auseinander. Wenige Jahrtausende später wurden dann mit der Sintflut die Kontinente noch einmal weiter auseinandergeschoben. Vor der Sintflut war aus diesen Gründen ein Kulturaustausch zwischen den einzelnen Völkern der verschiedenen Kontinente durchaus denkbar und auch leichter möglich.

Vielleicht kann man so auch die auf allen Kontinenten gleichen Wortstämme der unterschiedlichsten Sprachen erklären. Ja man geht davon aus, daß es zu irgendeiner Zeit eine einheitliche Sprache auf unserer Welt gegeben haben soll. Dieses Rätsel könnte mit meiner Theorie gelöst werden: Ein durch Götter erschaffenes Urvolk besitzt auch nur eine Sprache. Nach der Besiedlung aller Lebensräume entwickeln sich die Sprachen weiter. Außerdem fand eine gegenseitige Beeinflussung durch den Handelsaustausch zwischen den enger zusammenliegenden Kontinenten regelmäßig statt.

Abb. 3 Verlief die Drift der Kontinentalschollen nur quasi schleichend, über Jahrmillionen hinweg oder vergleichsweise plötzlich, wie in dieser Animaton (freilich sehr übertrieben) dargestellt?

In diesem Zusammenhang paßt auch die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel mit der aufgetretenen Sprachverwirrung. Sie bezeugt, daß es irgendwann eben eine gemeinsame Sprache aller Menschen gab, und dieser Zeitpunkt kann in nicht allzuferner Vergangenheit gelegen haben. Anderseits konnten die Tiere früher vorhandene, nach der Sintflut aber untergegangene, Landbrücken nicht mehr benutzen und wurden zu blinden Passagieren auf den schnell wegdriftenden Kontinentalschollen. So ist es erklärlich, daß in Australien und Amerika gleiche Dinosaurierarten vorkamen.

Auf Madagaskar fand Lawrence Winter von der Ohio-Universität in Athen, USA, den Schädel eines vor 65-70 Millionen Jahren ausgestorbenen Dinosauriers vom Typ Tyrannosaurus. Der Fund dieses Sauriers auf einer Insel und in anderen Teilen der Welt beweist, daß es eine Landverbindung zwischen Afrika, Asien und Südamerika gegeben haben muß. "Madagaskar war einst Teil eines riesigen Südkontinents namens Gondwana, der während der Blütezeit der Dinosaurier in verschieden große Segmente zu zerfallen begann." [1]

Die Antarktis war Teil dieser urzeitlichen Landmasse und damit in der jüngeren Erdvergangenheit zumindest teilweise eisfrei. Anderseits bezeugt die Anwesenheit vieler gleicher Urtiere - Saurier und [...] fossile Säugetiere - auf fast allen Kontinenten, daß es vor gar nicht allzulanger Zeit und zu Lebzeiten der Saurier Landbrücken gegeben haben muß. Damit wird aber bestätigt, daß die Kontinente "wesentlich länger als bisher angenommen, miteinander in Verbindung standen."

Wenn die Kontinente aber erst viel später auseinanderdrifteten, müßte die Driftgeschwindigkeit früher auch entsprechend höher gewesen sein als man bisher angenommen hat. Sind diese unterschiedlichen Prozesse mit den Gleichformigkeitstheorien einer sich nur langsam verändernden Erde überhaupt zu vereinbaren? Es muß ein Grund vorgelegen haben, falls sich die Kontinente irgendwann einmal schneller bewegt haben sollen.

In [meinem] Buch ["Darwins Irrtum"] beweise ich die Anwesenheit der Dinosaurier vor noch ein paar tausend Jahren. Da auch die Geologen von einem einzigen Urkontinent und zu Lebzeiten der Saurier von Landbrücken ausgehen, bleibt nur ein logischer Schluß: Die Kontinentalplatten bildeten vor nur ein paar tausend Jahren eine zusammenhängende Landmasse. Die wissenschaftlich anerkannte Kontinentaldrift-Theorie von Wegener ist unter diesen Umständen richtig. Nur, die Verschiebungsprozesse der Kontinente liefen schnell und nicht über -zig Millionen Jahre hinweg ab.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von H.-J. Zillmer © wurde seinem, 1998 im Langen Müller-Verlag erschienen, Buch "Darwins Irrtum" entnommen (siehe unten). Er entspricht im Text weitgehend dem Abschnitt "Kontinentalverschiebung im Widerspruch?" (S. 197 - 200) des Kapitels "Geologie und Mythos". Bei Atlantisforschung.de erscheint er mit freundlicher Genehmigung des Autors in einer redaktionell bearbeiteten Fassung mit erweiterter Illustration.

Darwins Irrtum.jpg

304 Seiten, 108 teilweise farbige Fotos und 43 Schaubilder Erschienen in der Reihe "Neues Wissen" im Langen Müller-Verlag, München ISBN 3-7844-2709-X

Fußnote:

  1. Quelle: "Bild der Wissenschaft", News-Ticker v. 18.05.1998 (siehe auch "Bild", 15.05.98, S.12; vergl. dazu aber auch bei Atlantisforschung.de: Lemuria - Ein Plädoyer für die grenzwissenschaftliche Lemuria-Betrachtung; d. Red.

Bild-Quellen:

1) Hans-Joachim Zillmer, "Darwins Irrtum", S. 197
2) Scientific Evidence for Noah’s Flood
3) Nicke L et al. bei Wikimedia Commons, unter: File:Pangea animation 03.gif