Ostamerika: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 14. Februar 2020, 19:38 Uhr

Definition und Verwendung des Begriffs

Abb. 1 Eine Karte der heutigen atlantischen Küsten-Staaten der USA (dunkel hervorgehoben sind jene Staaten, die mit dem Atlantik nur über einen Fluss verbunden sind)

(red) Der im allgemeinen Sprachgebrauch - im Gegensatz zu den geographischen Begriffen Nordamerika, Mittelamerika (Zentralmerika) und Südamerika - weniger genutzte Ausdruck Ostamerika, bezeichnet für gewöhnlich die heutigen atlantischen Küsten-Staaten (engl.: Atlantic Seaboard oder Eastern Seaboard) der USA (Abb. 1).

Im Bereich der alternativen Ur- und Frühgeschichtsforschung werden unter Ostamerika aber auch die atlantischen Küstenregionen Südamerikas und Mittelamerikas verstanden, wobei bei Atlantisforschung.de für das letztgenannte Gebiet mit der ihm vorgelagerten Karibik auch die Begriffs-Kombination karibisch-ostamerikanischer Raum / Großraum (oder kürzer: karibo-amerikanischer Raum) Verwendung findet.

Abb. 2 Einer jener versunkenen präkolumbischen Seehäfen Ostamerikas, die vor einigen Jahren von John M Jensen entdeckt wurden

Was den Bezirk moderner Atlantisforschung betrifft, so führte Lewis Spence (1874-1955) den Terminus Ostamerika in seinem Werk The History of Atlantis [1] aus dem Jahr 1926 als Bezeichnung für den westlichen Bereich eines - durchaus nicht nur - von ihm vermuteten panatlantischen Kulturraums ein.

Aus kulturellen Gemeinsamkeiten der Völker Ostamerikas mit den Atlantik-Anrainern Westeuropas und Nordafrikas in postatlantischer Zeit ließen sich laut Spence Rückschlüsse auf die vormalige Existenz einer im Atlantik versunkenen, von Menschen bewohnten Landmasse ziehen, die von ihm als Ausgangsort der, den besagten Gemeinsamkeiten zugrunde liegenden kultrurellen Diffusion betrachtet und als Platons Atlantis identifiziert wurde. [2]

Ohne Bezug auf Atlantis zu nehmen, stellte vor einigen Jahren der US-amerikanische Privatvorscher John M. Jensen Jr. die Relikte einer verschollenen prähistorischen Kultur Ostamerikas vor, welche nach seiner Einschätzung vor etwa 7000 Jahren existiert haben dürfte. Bei diesen Relikten handelt es sich um die auf Satellitenbildern deutlich auszumachenden Überreste altertümlicher Seehäfen, die entlang der nordamerikanischen Atlantik-Küste bis hinein ins Gebiet des heutigen Mexiko zu finden sind. [3] Das mit einer Länge von mehr als 2,7 km beeindruckendste, offenbar für große hochseetaugliche Schiffe konstruierte Exemplar eines solchen Hafens (Abb. 2) befindet sich gut 3,5 km vor der heutigen Atlantikküste Floridas.

Zur allgemeinen Bezeichnung eines präkolumbischen Kultur- und Siedlungsraums findet der Begriff Ostamerika auch in der grenzwissenschaftlichen Gigantologie (Riesenforschung) Verwendung. Hier bezeichnet er das - von Kanada im Norden bis nach Florida im Süden reichende - Verbreitungs-Gebiet jener altertümlichen 'Riesen-Menschen' des nordamerikanisch-atlantischen Ostens, die u.a. auch mit den verschiedenen Kulturen der Moundbauer in Verbindung gebracht werden. [4]

Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Lewis Spence, "The History of Atlantis", London (Rider & Co.), 1926
  2. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: Lewis Spence, "Über 'atlantische Archäologie' (Atlantisforschung)" - Aus dem Vorwort zu 'The History of Atlantis' (1926)"
  3. Siehe: Bernhard Beier, "Eine vergessene prähistorische Zivilisation in Nordamerika - Mit John M. Jensen Jr. auf den Spuren der altertümlichen 'Kanal- und Hafenbauer'-Kultur im Gebiet der heutigen US-Atlantikstaaten"
  4. Siehe z.B.: Jim Vieira, "Die Riesen von Cahokia - Kaum bekannte Fundmeldungen von einer höchst prominenten archäologischen Stätte" (2013)

Bild-Quelle:

1) Huebi~commonswiki (Urheber und Uploader) bei Wikimedia Commons, unter: File:Map of USA Eastcoast.svg (Lizenz: Creative-Commons, „Namensnennung 2.0 generisch“; US-amerikanisch)
2) John M. Jensen Jr. (©), unter: "Ancient Canal Builders", 03. September 2014, bei Earth Epochs