Paläontologie, Historische Zoo-Geographie und Ethnobotanik im Dienst der Atlantisforschung

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Abb. 1 Eine Mammutherde in Florida gegen Ende der jüngsten 'Eiszeit'. Warum starben diese mächtigen Dickhäuter kurz darauf in ALLEN ihren Verbreitungsgebieten plötzlich aus?

(red) Auch die Erforschung der Tierwelt längst vergangener Zeiten stellt für viele Atlantisforscher eine`Hilfswissenschaft´dar. Mit ihrer Hilfe können möglicherweise weitere Belege für rezente [1], kataklysmische Veränderungen der Erdoberfläche im allgemeinen sowie für die Existenz größerer Landmassen im Bereich des heutigen Atlantik im besonderen gefunden werden.

"Es gibt viele Tiere, die von einem Urinstinkt geleitet, den Weg dorthin finden, wo einst Atlantis gelegen haben soll. So bewegen sich z.B. die Langusten der Azoren zielsicher gen Westen, immer tiefer ins Meer hinein, so als erwarteten sie dort früher oder später wieder ein Ansteigen des Meeresbodens. Einige Seevögel zeigen das merkwürdige Verhalten, mitten im Atlantik innezuhalten und über dem leeren Meer zu kreisen, so als suchten sie dort eine (früher exsistente) Landmasse, auf der sie sich ausruhen können. Am interessantesten aber ist das Verhalten der europäischen Aale [2], die, wenn sie alt genug sind, die Flüsse verlassen und sich im Meer in der Sargasso-See treffen, um dort in großer Tiefe zu laichen. Experten haben schon mehrfach behauptet, die Aale verhielten sich dabei so, als würden sie einen Flußlauf folgen, der vielleicht einmal in dieser Gegend zu finden war, als ein Teil des Atlantischen Rückens noch über dem Meeresspiegel lag." [3]

Die Bezeichnung der wissenschaftlichen Fachrichtung, die hier zuständig ist, lautet: Historische Zoo-Geographie. Sie ist, als Teilgebiet der Biogeographie, eine vergleichsweise junge Wissenschaftsrichtung, die sich mit den Wanderungs- und Ausbreitungsmustern einzelner Spezies sowie mit der Erforschung der Ursachen befasst, welche für das heutige Verbreitungsbild von Tierarten ausschlaggebend sind. Aus atlantologischer sowie katastrophistischer Sicht gibt dieser Forschungszweig wertvolle Hinweise auf weitreichende Veränderungen in der Topographie dieses Planeten während urgeschichtlicher Perioden. Damit kann er argumentative 'Schützenhilfe' für die Vertreter katastrophistischer Urgeschichts- und Atlantisforschung leisten, die von rezenten Kataklysmen ausgehen. Besonders zwei Regionen der Erde stehen hier im Zentrum des Interesses: Der Atlantische Ozean sowie der Mittelmeeraum.

Hier wie dort sollen sich aus katastrophistischer Sicht gegen Ende der jüngsten Eis- oder Kaltzeit gewaltige Katastrophen ereignet haben, welche zu plötzlichen, geographischen wie klimatischen Umwälzungen geführt haben. Solche Veränderungen müssen sich zwangsläufig auch auf die Zusammensetzung und das Migrationsverhalten der Tierwelt ausgewirkt haben. Mit diesen Veränderungen und historisch zoo-geographischen Befunden dazu wollen wir uns hier etwas näher beschäftigen. Außerdem werden wir der paläontologischen Frage nachgehen, warum - und unter welchen Umständen - viele Tierarten, wie z.B. das Mammut, zu diesem Zeitpunkt plötzlich von der Erde verschwanden.

Team Atlantisforschung.de


Beiträge zu diesem Thema

Spurensuche im Mittelmeerraum: Historische Zoo-Geographie im Einsatz (bb)

Das Geheimnis der Aale (Otto Muck)

Die Polverlagerung und das große Mammutsterben (Otto Muck)

Mais, Ananas und Sonnenblumen im alten Indien - Ethnobotanische Belege für interkontinentale Reisen in ferner Vergangenheit - und für Atlantis?


Anmerkungen und Quellen

  1. rezent = "kürzlich", vor erdgeschichtlich kurzer Zeit, zur Zeit des Homo sapiens
  2. Siehe: Das Geheimnis der Aale von Otto Muck
  3. Quelle: Daniel Schwamm, "Gründe, die für die frühere Existenz einer Landmasse zwischen Europa und Amerika sprechen können (Biologie)"


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(1) unbekannt. Die Redaktion bittet um sachdienliche Hinweise!