Pytheas

von Tony O’Connell

Abb. 1 Rekonstruktionsversuch der Route von Pytheas’ Nordatlantik-Reise

Pytheas war ein Seefahrer des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der griechischen Kolonie Massilia (Marseille) Er ist am besten durch seine Reise in den Nordatlantik (Abb. 1) bekannt, möglicherweise um 240 v.Chr. Diese Reise führte ihn auf die Britischen Inseln und als er sich weiter nach Norden wagte, behauptete er, Thule erreicht zu haben. Eine Behauptung, die zu zahlreichen Diskussionen über Thules Standort geführt hat. Pytheas beschrieb Thule als sechs Tagesreisen im Norden Britanniens liegend. Island, Norwegen und die Färöer sowie die schottischen Shetland- und Orkney-Inseln wurden alle als Thule vorgeschlagen.

Rhys Carpenter widmete ihm ein interessantes Kapitel seines Buches Beyond the Pillars of Hercules [1], in dem er vorschlug, dass Pytheas’ Reise unter kommerziellen Gesichtspunkten unternommen wurde, aber auf dieser Ebene erfolglos blieb. Als Entdeckungsreise war sie jedoch eine beispiellose Leistung, die Pytheas Carpenters Anerkennung als "größter Entdecker der Antike" einbrachte.

Carpenter befürwortet die Vorstellung, dass der Begriff "Säulen des Herkules", wenn er auf die Straße von Gibraltar angewendet wird, im Sinn von Grenzmarkierungen verwendet wurde, welche "die Grenzen des Inneren Meeres anzeigen, das für die Griechen die schiffbare Welt war". [2]


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia.ie entnommen, wo er am 1. August 2017 unter dem Titel "Pytheas" erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de im August 2019.

Fußnoten:

  1. Siehe: Rhys Carpenter, "Beyond the Pillars of Hercules", New York (Delacorte), 1966
  2. Quelle: Rhys Carpenter. op cit., S. 156

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