Rätsel der Archäologie

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Unerwartete Entdeckungen, unerforschte Monumente

Luc Bürgin:
Rätsel der Archäologie
Herbig, München 2003
ISBN: 3-7766-2318-6
Preis: 9.95 € 268 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 101 s/w.-Abb., Register

(rmh) Das Buch beginnt gleich mit einem ausgesprochen spannenden Kapitel, nämlich: "Cheopspyramide – Geheime Kammern erforscht." Die Zweitüberschrift heißt "Ägypten bootet deutschen Entdecker aus". Zu diesem Thema, wird mancherorts eine mögliche Erklärung gehandelt, nach der Zahi Hawass, der Chef des Giseh-Plateaus, die Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Rudolf Gantenbrink einfach nur deswegen beendete, weil jener unautorisiert Bildmaterial an seine Sponsoren verschickte, die das das Material ohne Beachtung der Aufschrift "Nicht für’s Fernsehen" an die Öffentlichkeit brachten. Die Entdeckung des berühmten Blockiersteins sei nur eine "Randnotiz" und die Wissenschaft würde Entdeckungen, die der Öffentlichkeit nicht gefallen, eben nicht zurückhalten, wie Bürgin es in seinem Buch behauptet. Man muss Bürgin jedoch zugestehen, dass er gründlich recherchiert hat und zu vielen Beteiligten, so auch zu Gantenbrink und dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI), Kontakt hatte. Offensichtlich konnte er keine Hinweise auf die "Selbstausbootungs-These" finden. Ganz im Gegenteil: Er berichtet von ähnlichen Erfahrungen, die beispielsweise zwei andere (französische) Forscher (Bardot und Darmon) mit Hawass in Bezug auf deren Entdeckungen in der Großen Pyramide machen mussten. Bürgin zitert Stadelmann, den Chef des DAI, und jener sagte, dass sich hinter dem Blockierungsstein unmöglich eine weitere Kammer befinden könnte. Heute wissen wir, dass es dort zumindest einen Hohlraum gibt, hinter dem wieder eine Tür erkennbar ist. Zahi Hawass bezeichnete den Hohlraum als "Kammer" und die Entdeckung an sich als "Sensation". Bürgin macht auf zahlreiche Merkwürdigkeiten aufmerksam. In der angeblichen "Live-Aufnahme" des Amerikanischen Senders National Geographical", die in Deutschland am 26.12.2002 im ZDF gezeigt wurde, war der Blockierstein angebohrt worden, um die eben genannten Entdeckungen zu machen, doch scheint das "Guckloch" in der Mittel des Blockiersteins bereits vorher angebracht worden zu sein. Analog zu dieser Entdeckung im Südschacht wurde eine weitere "Tür", die der Gantenbrink-Blockierung im Südschacht sehr ähnelte (sie war ebenfalls eine Metallplatte mit Kupferbeschlägen), am Ende des Nordschachts gefunden. Bürgin fragt sich, warum diese Öffnung nicht auch im Fernsehen gezeigt wurde. In dieser Sendung wurde Gantenbrink kaum (eigentlich nur in einer dazwischen geschobenen Einspielung) erwähnt. Bürgin kommt zu dem Schluss, dass Hawass ein "leidenschaftlicher Nationalist" sei und das "alles, was die grandiose Leistungen der Alten Ägypter schmälern könnte, dem "Pyramidenverwalter ein Dorn im Auge" sei. Wer die "Live-Übertragung" gesehen hat, wird kaum zu anderen Schlüssen gelangen können.

Besonders interessant ist auch das Kapitel "Neuer Streit um Burrows Cave", in der die Untersuchung des geheimnisvollen Höhlensystems ausführlich dargestellt wird. Auch hier finden wir eine blitzsaubere Recherche, die zahlreiche neue Erkenntnisse ans Licht bringt.

Viele weitere interessante Kapitel, die mysteriöse Entdeckungen, Verlorenes Wissen und Geheimnisvolle Monumente beschreiben, komplettieren das Buch, das durch ein ausführliches Quellenverzeichnis besticht. Am Ende des Buches angelangt, wird man zu dem Schluss kommen: Ja, es gibt Rätsel der Archäologie, auch wenn von offizieller Seite oft versucht wird, diese als "bedeutungslos" darzustellen.

Rätsel der Archäologie kann ohne weiteres als "empfehlenswert" eingestuft werden.