Randall Carlson: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Auf einen Blick'''
 
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Version vom 2. Dezember 2019, 00:04 Uhr

Forscher- und Autorenportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Der Privatforscher Randall Carlson. Er gehört inzwischen zu 'Ersten Garnitur' des Neo-Katastrophismus.

(red) Randall W. Carlson (Abb. 1) (* 26. März 1951) ist ein US-amerikanischer Architekt und Gebäude-Designer, der als Privatforscher mit akademischem Hintergrund (er ist studierter Geologe) kosmologisch-katastrophistische Modelle zur Erd-, Menscheits- und Zivilisationsgeschichte vertritt. Er ist Gründer der Vereinigung Sacred Geometry International, die sich mit einer ganzen Reihe kontroverser Thesen und Modelle zur Ergeschichte-, Menschheitsgeschichte sowie mit 'heiliger Geometrie' [1] befasst, und sich u.a. als Bildungs-Einrichtung versteht. Sie betreibt eine Webseite [2] sowie eine Facebook-Seite [3].

Leben und Werk

Im ländlichen Raum Minnesotas geboren, verbrachte Carlson einen Großteil seiner Kindheit in der Nähe von Minneapolis. 1969 begann er mit seinen universitäten Studien. 1993 erhielt er am damaligen Dekalb College in Georgia die Auszeichnung ‘Herausragender Geologie-Student des Jahres’. Im Lauf der Jahre entwickelte er - neben seinen beuflichen Aktivitäten - eine rege Reisetätigkeit, in deren Verlauf er über 64.000 Straßenkilometer quer durch Nordamerika zu Hunderten von Orten zurücklegte, um die Auswirkungen des späten Wisconsin-Glazials und dessen rasches Ende vor 14 bis 11 Tausend Jahren zu untersuchen, sowie andere Phänomene im Zusammenhang mit Extrem-Ereignissen wie Impakten, Vulkanausbrüchen und spätpleistozänem Megafauna-Aussterben. Dabei erbrachte er vor allem eine Fülle von Beweisen für katastrophale Megafluten im Zusammenhang mit den Rückzügen der riesigen Komplexe des Laurentidischen und des Kordilleren-Eisschilds. [4] [5]

Abb. 2 Graham Hancock, Randall Carlson und Bradley Young bei einer Exkursion in die Badlands von South Dakota

Außerdem gehört Carlson zu den Kritikern der Annahme einer im Wesentlichen menschengemachten Globalen Erwärmung, wobei er ähnliche Positionen vertritt wie Siegfried Fred Singer und Dennis T. Avery. Dazu sollte angemerkt werden, dass er sich bereits in den 1970er und 1980er Jahren - u.a. auf Grundlage der Lektüre von Hermann Flohns Werken - mit dem Thema 'Klimawandel' beafasste [6], also schon lange vor Beginn der derzeitigen Debatte.

Randall Carlsons Theorien werden in Kreisen des wissenschaftlichen Establishments nicht diskutiert und auch nicht in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht oder besprochen. Seine konsequent nonkonformistische Haltzung hat schließlich dazu geführt, dass ihm Etiketten, wie "Wissenschafts-Außenseiter" (orig.: "maverick scientist") [7] und "abtrünniger Wissenschaftler" (orig.: "renegade scholar") [8] aufgeklebt wurden. Zu seinen Forschungs- und Kooperationspartnern gehört übrigens auch der britische Erfolgsautor Graham Hancock, der in katastrophistischer und menschheitsgeschichtlicher Hinsichtder ähnliche Vorstellungen wie er vertritt. Gemeinsam mit ihm unternahm Carlson Studien-Exkursionen (Abb. 2) und absolvierte Medientermine. Zudem fand Carlsons Arbeit in Hancocks Buch "Magicians of the Gods" (2016) ausführlich Erwähnung.

Randall Carlson, der inzwischen auch als Experte für Sakral-Architektur gilt, lebt heute (Stand: 2015) in Decatur bei Atlanta, Georgia, wo er mit seinem Bruder als Partner als Architektur-Designer tätig ist. [9] [10]

Randall Carlson, verschollene Zivilisationen und Atlantis

Abb. 3 Karte des Mittelatantischen Rückens. R. Carlson hält es für durchaud möglich, dass Atlantis dort im Gebiet der heutigen Azoren existierte.

Bei seinen Studien kam Carlson u.a. auch zu dem Ergebnis, dass die Erde und ihre Bewohner in den jüngsten 160.000 bis 150.000 Jahren 16 (!) Mega-Katastrophen ausgesetzt waren (und diese Angabe ist, wie er meint, noch nicht mit Sicherheit vollständig), von denen jede für sich genommen das Potenzial hatte, unsere heutige Zivilisation 'in die Steinzeit' zurückzuwerfen, würde sie uns jetzt treffen. Diese kataklysmischen Vorgänge und die damit verbundenen Diskontinuitäten in der Menschheitsgeschichte seien schließlich auch der Grund, warum wir diese bis heute nur ansatzweise und fragmentarisch nachvollziehen können. [11]

Besonders im Zusammenhang mit der - von ihm unterstützten - Theorie eines vergleichsweise rezenten Impakt-Ereignisses, welches gravierende globale Auswirkungen hatte und die 'unterkühlte' Periode des Jüngeren Dryas auslöste [12], hat Carlson das Verlöschen zu vermutender vorzeitlicher 'Hochkulturen' theoretisiert, wobei er auch auf Platons Atlantisbericht Bezug nahm [13] [14], den er als "recht glaubwürdig" betrachtet. Dazu hebt er hervor, "dass Plato das Datum der Zerstörung mit 9000 Jahre angibt, bevor Solon (ein Dichter und Gesetzgeber, der um 600 v. Chr. In Athen lebte)" nach Ägypten reiste. "Heute wäre dies 11.600 Jahre her - zufällig gerade dann, als das Jüngere Dryas endete." [15]

Was schließlich die Lokalisierung von Atlantis angeht, so zeigt Carlson deutliche Sympatie für die 'klassische' Annahme eines Atlantis im Atlantik, und zwar bei den Azoren im Gebiet des Mittelatlantischen Rückens (Abb. 3). Dazu bemerkt er: "Nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die wir heute haben, ist es nicht pseudowissenschaftlich anzunehmen, dass es in der Eiszeit eine sehr freundliche, bewohnbare große Insel im mittleren Atlantik gab, wo sich heute die Azoren befinden". [16] [17]



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Randall Carlson, "The Meaning of Sacred Geometry", bei sacredgeometryinternational.com (abgerufen: 30. November 2019)
  2. Siehe: sacredgeometryinternational.com (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  3. Siehe: Sacred Geometry International bei facebook (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  4. Quelle: GeocosmicRex.com, unter: "About Us" (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  5. Siehe dazu auch: Randall W. Carlson, "Ice Age Floods", online bei: GeocosmicRex.com (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  6. Quelle: Sacred Geometry International, unter: "Randall Carlson interview on Reality Sandwich: Climate Change, Part 1 of 4" (Video, 20:33 Min.; abgerufen: 01. Dezember 2019)
  7. Siehe: Cynthia Logan, "How Did the Ica Ages End? - Whith a Bang. Not a Whimper, Believes Maverick Researcher Randall Carlson", in: Atlantis Rising, - 113 September / Oktober 2015 (abgerufen: 01. Dez. 2019)
  8. Siehe z.B.: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter "Randall Carlson" (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  9. Siehe: Cynthia Logan, "How Did the Ica Ages End? - Whith a Bang. Not a Whimper, Believes Maverick Researcher Randall Carlson", in: Atlantis Rising, - 113 September / Oktober 2015 (abgerufen: 01. Dez. 2019)
  10. Quelle: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter "Randall Carlson" (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  11. Quelle: After Skool, unter: "Why is There NO Record of Ancient Humans? - Randall Carlson" (Video, 12:49 Min.; abgerufen: 01. Dezember 2019)
  12. Siehe: Richard B. Firestone, Allen West und Simon Warwick-Smith, "The Cycle of Cosmic Catastrophes - How a Stone-Age Comet Changed the Course of World Culture", Rochester, Vermont (Bear & Co.), 2006
  13. Siehe z.B.: GeoCosmic REX, unter: "YDB Catastrophe / Atlantis Moral Collapse? / Cosmography101-31.1 w/ Randall Carlson 2008" (Video, 49:13 Min.)
  14. Anmerkung: Cynthia Logan erwähnt in ihrem Artikel in Atlannis Rising, dass Carlson schon länger "neugierig auf den 'verlorenen Kontinent’ Atlantis" gewesen sei, und zahlreiche Bücher zu diesem Thema gelesen habe, darunter die englischsprachige Fassung von Otto Mucks zweitem Atlantisbuch "The Secret of Atlantis".
  15. Quelle: Cynthia Logan (2015); Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de nach der archivierten Fassung des Artikels (Archive 2720) bei: Tony O’Connell, Atlantipedia.ie (abgerufen: 01. Dezember 2019)
  16. Quelle: ebd.
  17. Vergl. dazu bei Atlantisforschung.de z.B.: Edmund Marriage, "Die Azoren und Atlantis - Eine kurze Zusammenfassung von Evidenzen zur Anregung weiterer wissenschaftlicher Erforschung und Analyse der Probleme durch Spezialisten, um O'Briens These der rezenten Existenz einer großen Insel auf dem Mittelatlantischen Rücken, mit Zentrum auf den Azoren, zu beweisen oder zu widerlegen"

Bild-Quellen:

1) Tony O’Connell, "Carlson, Randall", 10. September 2015, bei Atlantipedia.ie
2) geocosmicrex.com, unter: w/ Graham Hancock
3) Pasixxxx (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:North Atlantic crust age 1996.gif