Schlussbetrachtung: Quo vadis, Geologie?

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Geologie - Antipode oder Hilfswissenschaft der Atlantisforschung? - Fortsetzung III

Abb. 1 Insbesondere die interdisziplinäre Forschung von Geologen und Astronomen hat zu einer veränderten Betrachtung der Erdgeschichte geführt. Das 'Raumschiff Erde' bewegt sich keineswegs so ungestört durchs All, wie lange behauptet wurde, und neo-katastrophistische Betrachtungsweisen sind auf dem 'Vormarsch'.

(bb) Seither hat sich das Rad der Wissenschaftsgeschichte jedoch beharrlich weiter gedreht. Die Dominanz lyellistisch-darwinistischer Ideologie ist wieder im Schwinden begriffen, denn neue Technologien und wissenschaftliche Methoden sowie der unaufhaltsame Vormarsch interdisziplinärer Forschung (gerade zwischen Geologen und Astronomen) haben in den vergangenen Dekaden (für Nicht-Kataklysmiker) unerwartete Ergebnisse gezeitigt, die das Bild einer 'gemächlichen' Erd- und Menschheitsgeschichte in Frage stellen, statt es zu stützen. Aber auch die gesellschaftliche Entwicklung sowie die Beobachtung aktueller Naturkatastrophen und Risiko-Herde (siehe etwa: Zeitbombe La Palma - Erdrutsch auf der Kanareninsel mit katastrophalen Folgen?) haben offenbar einen Umdenkprozess in Gang gebracht. Allen 'Unkenrufen' zum Trotz ist der Katastrophismus heute lebendiger denn je und wir dürfen feststellen, dass die moderne Geologie - und mit ihr die Biologie - erneut an einem Scheideweg angekommen zu sein scheint.

Auch bei der freien Enzyklopädie Wikipedia - die ansonsten kaum verdächtig erscheint, Paradigmen sprengende Auffassungen zu publizieren [1] - kommt man zu dem Schluss, dass es "verfrüht" war, "den endgültigen Sieg der Aktualisten zu verkünden. In der Tat fiel es ausgerechnet Lyell sehr schwer, Darwins Evolutionstheorie zu akzeptieren. Lyells Vorhersage, dass man z.B. Reste von Wirbeltieren auch in den ältesten Schichten finden müsste, wurde aber niemals erfüllt, und auch das späte Erscheinen des Menschen widersprach seiner Ansicht, dass sich die Erde in ihrer Geschichte niemals wesentlich verändert hätte. Gerade in neuerer Zeit sieht man, wie sich der totgesagte Katastrophismus durch die Hintertür wieder einschleicht, denn die Vorstellung von langen, ruhigen, stabilen geologischen Epochen, in denen sich praktisch nichts verändert, schließt die Möglichkeit von einmaligen [sic!; d. Red.], plötzlichen, katastrophalen Umwälzungen (wie z.B. Meteoriten-Einschläge) nicht aus." [2]

Diesem 'Zugeständnis' möchten wir abschließend entgegenhalten, dass der Katastrophismus (Totgesagte leben nun einmal länger!) sich keineswegs "durch die Hintertür wieder einschleicht", sondern anschickt - mit dem Schlachtruf: "WIR HABEN DIE BESSEREN ARGUMENTE - DIE EVIDENZEN SIND AUF UNSERER SEITE!" - durch die Hauptportale in die Universitäten und Institute zurückzukehren. Sollte sich die derzeitige Mainstream-Geologie weiterhin am unhaltbaren Aktualismus und Uniformitarismus festklammern, dann dürfte ihren Repräsentanten ein ähnliches Schicksal bevorstehen, wie vor mehr als 100 Jahren den Anhängern Cuviers: Der Absturz in die Bedeutungslosigkeit!


Anmerkungen und Quellen

  1. Anmerkung: Zu unserer Kritik scientistischer Tendenzen bei Wikipedia siehe den Beitrag: "Ceterum censeo Wikipediam esse modificandam" - Warum wir viele Artikel aus der deutschsprachigen Wikipedia nur unter Vorbehalt (oder gar nicht) zur Verlinkung verwenden können - und warum wir der Meinung sind, dass sich dort einiges ändern muss (red)
  2. Quelle: , Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Geschichte der Geologie (Stand: 01.01.2010)


Bild-Quelle

(1) Wikimedia Commons, unter: File:Impact artist illustration.jpg