Segeltests in der Bucht von Alghero: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine Vereinsversammlung auf italienischen Boden rundete die zwei Segelwochen ab, auf der vor allem die Werbung junger [http://www.abora.eu/index.php?id=2421 ABORA]-Interessenten besprochen wurde. Unser Sardinienaufenthalt wurde durch zahlreiche Pressekonferenzen und Fernsehinterviews begleitet, die auch in den sozialen Netzwerken einen starken Widerhall fanden. So war der Ort des Ursprungs auch ein Ort der Neuorientierung.
 
Eine Vereinsversammlung auf italienischen Boden rundete die zwei Segelwochen ab, auf der vor allem die Werbung junger [http://www.abora.eu/index.php?id=2421 ABORA]-Interessenten besprochen wurde. Unser Sardinienaufenthalt wurde durch zahlreiche Pressekonferenzen und Fernsehinterviews begleitet, die auch in den sozialen Netzwerken einen starken Widerhall fanden. So war der Ort des Ursprungs auch ein Ort der Neuorientierung.
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2 Wochen lang testeten die Mitglieder des Vereins für experimentelle Archäologie das Experimentalfloß [http://www.experimentalarchaeologen.de/index.php?id=2447 DILMUN S] und übten sich im Segeln mit der Seitenschwerttechnik prähistorischer Rahsegler. Siehe dazu auch das Video: [http://www.abora.eu/index.php?id=2468 Sardinen 2016]
  
  

Version vom 1. November 2016, 01:38 Uhr

Das ABORA-Projekt kehrt an seinen Ursprung zurück

von Gunter Lencer

Abb. 1 Nach 17 Jahren kreuzte im Oktober 2016 mit der DILMUN S wieder ein Experimental-Boot des ABORA-Projekts in sardischen Gewässern.

Am Samstagmorgen, dem 22. Mai 1999, begann ein großer Tag für die Experimentelle Archäologie. Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit liegt die ABORA I im Jachthafen von Alghero und viele tausend Schaulustige verabschieden ein Schilfboot zu einer historischen Mittelmeerrundfahrt. Zuvor hatten eine handvoll Schüler und Studenten den knapp 14 Meter langen und 4 Meter breiten Schilfrumpf gefertigt, der ca. 17 Tonnen wog und durch 10 Kilometer Seil zusammengehalten wurde.

17 Jahre später kehrte die ABORA-Projektgruppe an diesen historischen Ursprung zurück, um mit der DILMUN S weiter an der Schilfbootsegeltechnik zu forschen. Warum gerade Sardinien?

Die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres, westlich von Italien, besitzt eine uralte Geschichte und alle kulturhistorischen Merkmale, um sie mit den Kernzentren der früheren Hochkulturen im Osten und dem letzten Außenposten der altweltlichen Kultur auf den Kanarischen Inseln im Westen zu verbinden. Und: Sardinien ist der letzte Ort in Europa, wo heute noch Schilfboote gebaut werden!

Abb. 2 Die DILMUN S in Sichtweite von Alghero

Und warum gerade Alghero? Weil Vereinsarbeit auch Spaß machen soll. Seit den sechziger Jahren ist Alghero eines der beliebtesten Touristenziele auf Sardinien. Beim Eintritt durch eines der Stadttore fällt rasch auf, dass die Stadt anders ist. Die Straßenschilder sind zweisprachig und weisen auf die spanisch-katalanische Vergangenheit hin. Die Bewohner nennen sie liebevoll "Klein-Barcelona". Ein guter Ort für Experimentelle Archäologie.

So trafen sich Anfang Oktober 2016 über zwei Wochen gestaffelt 35 Vereinsmitglieder auf dem Campingplatz "Laguna Blu" im immer noch sommerlichen Alghero, um in verschiedenen Segelgruppen Experimente in der nahegelegenen weitläufigen Mittelmeerbucht durchzuführen.

Abb. 3 Das Training der DILMUN S-Crews von Wendemanövern, des An- und Ablegens usw. in der in der Bucht von Alghero war ein wichtiger Bestandteil der diesjährigen ABORA-Exkursion nach Sardinien.

Mit der DILMUN S wurde im Verein ein Versuchsboot gebaut, mit dem zukünftige ABORA-Expeditionen vorbereitet werden sollen. Es geht vor allem darum, bereits erlangtes Seitenschwert-Segelwissen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Weiterhin sollte das Sardiniencamp neue Bootsführer und Mitsegler ausbilden, damit die zunehmenden Segelevent-Einladungen wahrgenommen werden können.

Darüber hinaus wurden neben den wichtigen Wendemanövern auch das An- und Ablegen an dem wunderschönen Naturstrand in der Bucht von Alghero geübt - ein Manöver, welches bei zukünftigen ABORA-Expeditionen oft im Küstensegeln praktiziert werden muss. Die Dingi-Unterstützung bei diesen Segelmanövern stellte dabei einen besonderen Schwerpunkt dar.

Eine Vereinsversammlung auf italienischen Boden rundete die zwei Segelwochen ab, auf der vor allem die Werbung junger ABORA-Interessenten besprochen wurde. Unser Sardinienaufenthalt wurde durch zahlreiche Pressekonferenzen und Fernsehinterviews begleitet, die auch in den sozialen Netzwerken einen starken Widerhall fanden. So war der Ort des Ursprungs auch ein Ort der Neuorientierung.


Addendum

2 Wochen lang testeten die Mitglieder des Vereins für experimentelle Archäologie das Experimentalfloß DILMUN S und übten sich im Segeln mit der Seitenschwerttechnik prähistorischer Rahsegler. Siehe dazu auch das Video: Sardinen 2016


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Gunter Lencer wurde der wie oben betitelten Presseinformation des ABORA-Projekts (Kontakt: Dominique Görlitz; Tel. 0163 511 57 66 oder e-Mail dominique.goerlitz@t-online.de) vom 28. Oktober 2016 entnommen. Redaktionelle Bearbeitung, Verlinkungen und Illustration durch Atlantisforschung.de.

Bild-Quelle: