Vor 30000 Jahren bekannt: Eisen und Galvanoplastik

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von Robert Charroux

Abb. 1 In Elsaß-Lothringen, das reiche Eisenvorkommen aufweist, finden sich keine nennenswerten Spuren steinbearbeitender prähistorischer Kulturen.

Aber, so werden die Prähistoriker protestieren, die Verarbeitung von Eisen war doch im Paläolithikum gar nicht bekannt! Das Eisen soll nicht bekannt gewesen sein? Wie ist es dann zu erklären, daß man in den an Eisenerzen besonders reichen Departements – vor allem in Elsaß-Lothringen (Abb. 1) – nicht die geringste Spur einer steinbearbeitenden Kultur findet. Gleichwohl war das Land reich, und der Feuerstein, den man exportierte, konnte genausogut in den Osten des Landes [d. h. Frankreich; d. Red.] gelangen.

Sicher waren diese Departements von prähistorischen Menschen bewohnt, hauptsächlich fünf- bis sechstausend Jahre vor unserer Zeitrechnung; trotzdem findet man dort keine bearbeiteten Feuersteine, weil es bequemer und rationeller war, selbst für die untersten Schichten, Gegenstände aus Eisen herzustellen und zu benutzen. Wahrscheinlich entfalteten sich vor Tausenden und aber Tausenden von Jahren auf allen Kontinenten sogar Kulturen, denen der Stahl, die Luftfahrt und die Atomwissenschaft bekannt waren.

Bereits im 19. Jahrhundert hatten Forscher und Gelehrte diese Gewißheit, ohne daß sie sie auszusprechen gewagt hätten wie im Fall des französischen Ägyptologen Mariette, der das Serapeum von Memphis und die Grabmale der Apisstiere entdeckte.

Als er in einer Tiefe von etwa sechzig Fuß unter dem Sphinx von Gizeh mit Ausgrabungen beschäftigt war, legte er unter einem harten und dichten, mit Steinen vermischten Boden Bauwerke von gigantischen Ausmaßen frei, in denen er wundervolle Gegenstände von höchster künstlerischer Vollendung fand.

Das Alter des Sphinx verliert sich im Dunkel der Zeiten. Daraus folgt aber, daß die Bauten unter dem im Laufe von Jahrtausenden angehäuften, jetzt festen und harten Erdreich noch viel älter waren. Doch das ist noch nicht alles. Unter den so tief in der primhistorischen Erde vergrabenen Gegenständen entdeckte man – wir zitieren Zeugnisse aus dem Jahre 1850 – Schmuckstücke aus Gold, die auf Grund ihres geringen Gewichts an galvanoplastische Relieftechnik erinnern, ein industrielles Verfahren, das bei uns seit kaum zwei oder drei Jahren bekannt ist. Für diejenigen, die die Kultur um jeden Preis vor höchstens sechstausend Jahrenin Sumer beginnen lassen wollen, ist diese Entdeckung offenbar sehr peinlich.

An anderer Stelle wurden ähnliche Entdeckungen gemacht. In der Tat läßt sich bei sehr vielen Gegenständen, die aus Memphis und Theben stammen, z.B. Vasen, Schalen, Bechern, Lanzenspitzen usw., eine dünne Metallschicht feststellen, ohne daß es möglich wäre, Spuren einer Löt- oder Schweißstelle oder sonstiger manueller Bearbeitung zu entdecken. Die Schicht ist so gleichmäßig, ihre kristalline Beschaffenheit ist der von auf galvanoplastischem Wege erhaltenen Gegenständen so ähnlich, daß Wissenschaftler nicht länger zögerten, den Ägyptern die Kenntnis dieser Technik zuzuschreiben (M. Crüger, Dinglers Polytechnisches Journal, 1851). [1]

Was die Verwendung von Eisen betrifft, so ist sie bei den Haddaden Afrikas seit achttausend Jahren bekannt und läßt sich noch viel früher nachweisen. [Vergl. dazu auch: Eine versunkene Stadt bei Marseille von Robert Charroux; d. Red] Die Eisengruben auf der Insel Elba wurden nach den mit größter Sorgfalt durchgeführten Berechnungen von Bergbauingenieuren zu einer Zeit genutzt, die wenigstens zehn mal älter ist als die uns bekannte Zeit.

Wenn man berücksichtigt, daß schon die Griechen zu Homers Zeiten diese Insel kannten, die sie wegen des Rußes und der weithin sichtbaren Rauchschwaden aus den Hüttenwerken Aithalia (griech. aithálē = Ruß) nannten, gelangt man zu dem Schluß, daß diese Gruben vor mehr als dreißigtausend Jahren in Betrieb gewesen sein müssen. [2]


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Robert Charroux wurde seinem Buch "Verratene Geheimnisse - aus biblischen und vorbiblischen Dokumenten" entnommen, das 1979 in der TB-Edition Grenzwissenschaften im Wilhelm Goldmann Verlag erschienen ist (Franz. Originalausgabe im Verl. Robert Laffont, Paris, 1965). Leider war es uns trotz langwieriger und umfassender Recherchen nicht möglich, den derzeitigen Inhaber der Rechte an Robert Charroux´ Werken in deutscher Sprache zu ermitteln. Daher erscheint dieser Beitrag bei Atlantisforschung.de vorläufig, in einer redaktionell bearbeiteten Fassung, als wissenschafts- und atlantologie-geschichtliche Dokumentation zu Lehr- und Studienzwecken.

  1. Red. Anmerkung: Vergleiche auch: Elektrizität in der Antike - Mesopotamische Batterien und Wunderlampen im alten Rom (bb)
  2. Red. Anmerkung: Uns erschließt sich die Logik in Charroux´ letztem Absatz nicht ganz. Jedenfalls erscheint es durchaus bedenkenswert, ob Elbas Erzgruben – möglicherweise mit SEHR langen Unterbrechungen - sowohl zu primhistorischen Zeiten (während der so genannten „Altsteinzeit“) als auch während der protohistorischen Periode (zu „Homers“ Zeiten) ausgebeutet wurden.


Bild-Quelle

(1) Europagregions, unter: http://www.europaregions.com/de/hotel-elsass-lothringen/hotels-elsass-lothringen.php