Wurden Pflanzen und Tierwelt der Erde hierher gebracht?

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von unserem Gastautor Dr. Horst Friedrich (1997)

Abb. 1 Stellen Tier- und Pflanzenwelt der Erde 'Importe' von anderen Welten dar, die mit riesigen Raumschiffen hierher transportiert wurden? Eine interessante Spekulation, die Dr. Horst Friedrich in diesem Beitrag zur Diskussion stellt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zur Zeit Darwins (1859, On the Origins of Species), ja sogar bis zu Beginn der Nachkriegs-"UFO"-Welle 1947, war es ganz natürlich gewesen, daß man sich eine Evolution als ausschließlich auf unserem Erde-Planeten stattfindend vorstellte. Dann explodierte plötzlich das Thema der Erde-Kosmos-Verbindungen. [1]

Das blieb zunächst aber auf die Nonkonformisten und Außenseiter beschrankt. Die verbeamtete paläontologische, biologische, anthropologische etc. Orthodoxie war geistig bequem, zu einer beim überkommenen Weltbild verharrenden neuen Scholastik geworden. Dort verabscheut man bis heute solche "wilden Spekulationen". Ein vernünftiger Grund für dieses Anklammern an "gesicherte Weltbilder" laßt sich allerdings nicht ausmachen.

Nachvollziehbar vernünftige Zweifel an der Einsicht, daß es im Universum eine unermeßliche Zahl bewohnbarer Planeten geben muß, lassen sich heute nämlich nicht mehr gut artikulieren. Wie der Verfasser andernorts [2] gezeigt hat, ist es durchaus legitim, ein Szenario zur Diskussion zu stellen, in dem einerseits mit weit prähistorischen Hochkulturen auf der Erde gerechnet wird, die bereits im Besitz von Raumfahrttechnologie waren, andererseits davon ausgegangen wird, daß unsere Erde-Menschheit ein aus interstellaren oder intergalaktischen Weiten angelangter Ableger einer schon längst allenthalben verbreiteten "intergalaktischen Rasse" ist. In diesem Szenario spielt das unser Weltbild revolutionierende Magnum Opus von Cremo & Thompson eine wichtige Rolle. [3] Unsere zeitgenössische Schulnaturwissenschaft protestiert da zwar interstellare Raumfahrt sei nicht realisierbar. Aber aus gutem Grund darf über solchen Einwand zur Tagesordnung übergangen werden. [4]

Definitiv ist heute der Lyellismus passé, der große Cuvier - eine der Vatergestalten der Geologie - ist rehabilitiert, und der Neo-Katastrophismus [5] das neue Weltbild. Wir müssen davon ausgehen, daß einst, in weit zurückliegenden Erdzeitaltern, die Erdoberfläche durch gigantische, kosmisch (d.h. durch Impakte und/oder plötzliche Polverlagerungen) verursachte Mega-Kataklysmen derart verwüstet wurde, daß sie wahrhaftig zum unbewohnbaren biblischen Tohuwabohu geworden war.

Seitens unserer Schul-Naturwissenschaft wird heute ein Szenario verbreitet, wonach sich in den Urmeeren der Erde, unter dem Einfluß gewaltiger Blitzentladungen, einfachste organische Verbindungen gebildet hätten, aus denen dann Meeresalgen - und im Laufe der Zeit unsere ganze Pflanzen- und Tierwelt - entstanden wären. Selbstredend ist das aber nur eine Spekulation! Es war niemand dabei, der uns davon berichten könnte. Und Spekulationen, obwohl sie in den Wissenschaften legitim sind, sollte man uns nicht als "wissenschaftlich erwiesene Tatsache" verkaufen.

Abb. 2 Sind die diversen Lebensformen unseres Planeten das Ergebnis eines einheitlichen Evolutionsprozesses, oder stammen sie vielleicht von verschiedenen Welten? (Bild: © Nasa/JPL-Caltech)

Es könnte auch gänzlich anders gewesen sein! Der große Paläontologe Oskar Kuhn [6] schreibt beispielsweise: "Ob wir alle Tiere und Pflanzen in einen einzigen Evolutionsprozeß einbeziehen dürfen, können wir nicht entscheiden, vor allem weil die ersten zwei Drittel der Evolution nicht durch paläontologische Dokumente belegt sind". Und er fährt fort: "Schon allein die Tatsache des Fehlens fast aller präkambrischen Dokumente ist Grund genug, vorsichtig zu sein bei der Frage, ob wir es mit einem einzigen, allumfassenden Evolutionsprozeß zu tun haben". [7]

Im Hinblick auf solches Zur-Vorsicht-Mahnen eines super-kompetenten Paläontologen möchte der Verfasser hier eine - vom schulwissenschaftlichen Szenario ganz abweichende- alternative Spekulation beisteuern. Nämlich die, daß möglicherweise die verschiedenen Pflanzen- und Tierstämme von verschiedenen Planeten auf die Erde gebracht wurden! Daß eben unsere heutige Pflanzen- und Tierwelt gar nicht einem einzigen Evolutionsprozeß entstammt. [8]

Das vielberufene Fehlen der entscheidenden "missing links" allenthalben in den "Stammbäumen", die - ganz entgegen der Sicht großer Nonkonformisten wie Oskar Kuhn - von den mehr doktrinären Paläontologen konstruiert wurden, wäre dann selbstredend kein unerklärliches Wunder mehr. Saurier, Fische, Insekten, Säugetiere, der Mensch, "Yetis", Farne, Laub- und Nadelbäume, Blumen etc. würden ja dann nämlich, in unserem alternativ-spekulativen Szenario, möglicherweise von ganz verschiedenen Planeten stammen, wären durch den Menschen von dort hierher gebracht worden.

Versuchsweise wird also hier die klassische darwinistische Abstammungslehre verworfen, die einen einheitlichen Evolutionsprozess, einen evolutionistischen, stammbaummäßigen Zusammenhang aller terrestrischen Pflanzen- und Tierstämme postuliert.

Stattdessen denkt der Verfasser an "Arche-Noah"-Raumschiffe einer schon längst intergalaktisch verbreiteten Jetztmenschen-Rasse, die von vielen Planeten des Universums Tiere und Pflanzen auf den Erde-Planeten brachte, nachdem er sich von Verwüstungen seiner Oberfläche durch Mega-Kataklysmen erholt hatte. Diese so unterschiedlichen Planeten-Habitaten entstammenden Pflanzen- und Tierstämme mussten sich also erst aneinander - und an ihren neuen Heimat-Planeten - anpassen. Der Verfasser möchte seine Leser und Leserinnen zu Diskussionsbeiträgen einladen, welche paläontologischen, biologischen, chemo-physikalischen, anthropologischen etc. Argumente sein hier präsentiertes, spekulatives Szenario definitiv widerlegen könnten!

In einem solchen Szenario hätte sich im übrigen die auf den Seiten von BIPEDIA diskutierte "Entmenschlichung", das Zum-Tier-Werden ("Affenmenschen", etc.) von Mitgliedern der Jetztmenschen-Rasse, auch schon auf fernen Ursprungs-Planeten ereignen können. Selbstredend aber auch, infolge von späteren Mega-Kataklysmen, auf der Erde.


Anmerkungen und Quellen

Dierer Beitrag von Dr. Horst Friedrich © wurde erstmals im September 1997 in BIPEDIA, der Zeitschrift des Centre d'Etude et de Recherche sur la Bipédie Initiale veröffentlicht. Bei Atlantisforschung.de erscheint er 2009 in einer redaktionell - in Zusammenarbeit mit dem Verfasser - bearbeiteten Neufassung nach: http://cerbi.ldi5.com/IMG/_article_PDF/article_72.pdf

  1. Anmerkung: Neben der ungeheuerlichen "UFO"-Literatur, die durchaus nicht nur unsinnige Spekulationen enthielt, sind hier besonders die Bücher Erich von Dänikens einerseits, andererseits die Werke des charismatischen Propheten des (kosmisch verursachten) Neo-Katastrophismus, Velikovsky, zu nennen. Aber auch in der astronomischen Spezial-Literatur begannen einzelne Artikel zum Thema einer Vielzahl bewohnbarer Planeten im All aufzutauchen.
  2. Siehe: Horst Friedrich, "Ist die Erde-Menschheit ein Zweig einer 'intergalaktischen Rasse'?, in SETI, Nr.4/1995
  3. Anmerkung: Davon handelt der vorangegangene Beitrag des Verfassers: "Ein alternatives Bild der Vorgeschichte", in BIPEDIA, 14/1997
  4. Anmerkung: Auch Dampfschiff und Flugzeug wurden für nicht realisierbar gehalten, U-Boot und Eisenbahn hielt man für Kamikaze-Technologien. Von Atombombe und Mondlandung ganz zu schweigen. Unsere Naturwissenschaft ist kaum 200 Jahre alt. Von heute her lassen sich keinerlei Prognosen dazu abgeben, welche Technologien wir in 100 Jahren beherrschen werden.
  5. Anmerkung: Das Standardwerk des Neo-Katastrophismus ist: Immanuel Velikovsky, EARTH IN UPHEAVAL, London 1956. Dann kam der Nachweis des Endkreide-Impakts durch die beiden Alvarez und schließlich das Sintflut-Buch der beiden Tollmanns ("Und die Sintlut gab es doch, 1993"), womit der Katastrophismus wieder an unsere Universitäten zurückgekehrt war, aus denen er durch die lyellistische Ideologie vertrieben worden war.
  6. Siehe: Oskar Kuhn, "Die Abstammungslehre - Tatsachen und Deutungen, Krailling b. München 1965, S. 7 und 23
  7. Anmerkung: Vergl. hierzu auch von Joachim Illies: "Der Jahrhundertirrtum: Würdigung und Kritik des Darwinismus", Frankfurt am Main 1983, Kapitel: "Unser biologisches Wissen über die Evolution" (S. 75-79)
  8. Siehe: Oskar Kuhn (op. cit., S. 37-38) schreibt beispielsweise: "Seltsam ist, daß Pflanzen so lange mit ihrer Evolution warteten, denn im Oberen Silur, als die ersten Gefäßkryptogamen auftraten, waren schon alle Tierstämme da. Ein schwerwiegendes Rätsel der Phylogenie!"


Bild-Quellen

(1) forum.astronomie.de, unter: Zukunft der Raumfahrt / Generationenraumschiffe

(2) spektrumdirekt, unter: EXOPLANETEN - Hat jede zweite Sonne eine Erde?