Alexander Leonidowitsch Yanshin – Atlantisforschung

Alexander Leonidowitsch Yanshin

Forscherportrait

Abb. 1 Alexander Leonidowitsch Yanshin während seiner Militärzeit in den 1930er Jahren
Abb. 1 Alexander Leonidowitsch Yanshin während seiner Militärzeit in den 1930er Jahren

(red) Alexander Leonidovich Yanshin (Abb. 1) (* 15./28. März 1911 in Smolensk - † 9. Oktober 1999 in Moskau war ein sowjetischer und russischer Naturwissenschaftler (Geologe). Bei der russischsprachigen Wikipedia wird er als "prominente Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und des Staates" bezeichnet. [1]

Yanshin war ab 1958 Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, als deren Vizepräsident er von 1982 bis 1988 fungierte. Er war einer der Gründer der Sibirischen Abteilung der Akademie sowie des Instituts für Geologie und Geophysik dieser Abteilung. Des weiteren war Dr. Yanshin [2] Mitglied zahlreicher auswärtiger Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften. [3]

Zudem war A.L. Yanshin, der als Held der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet wurde und zwei mal Träger des Staatspreises der UdSSR war, Präsident der Moskauer Gesellschaft der Naturforscher (Московское общество испытателей природы) (1967-1999). Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gehörte er auch der Russischen Akademie der Wissenschaften an und wurde zum Ehrendirektor ihres 'Instituts für Lithosphäre der marginalen und binnenländischen Meere' ernannt. Erwähnenswert sind auch Yanshins Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes, die bis weit in die sowjetische Periode zurückreichen, z.B. hinsichtlich des Ausbaus der Wolga als Schiffahrtsweg, des Dawydow-Plans, der Verschmutzung des Baikalsees sowie des Baus des Kernkraftwerks Krim. 1993 wurde er einer der Organisatoren und der erste Präsident der Russischen Ökologischen Akademie. [4]

A.L. Yanshin und Atlantis

Wie viele andere sowjetische Wissenschaftler interessierte sich auch Alexander Leonidovich Yanshin für das Atlantis-Problem und ging von einem historischen Kern des Berichts über das verschollene Vorzeit-Reich durch Platon aus. Dazu verweist Tony O’Connell in seiner Atlantipedia auf N. Zhirovs Standardwerk Atlantis - Atlantology: Basic Problems [5]. Darin heißt es, Yanshin sei der Meinung gewesen, "die Atlantis-Legende" sei "phönizischen Berichten über altertümliche Zivilisationen im Gebiet des Golfes von Guinea [6] entsprungen." [7]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia auf Russisch, unter: "Яншин, Александр Леонидович" (abgerufen: 15. März 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  2. Anmerkung: Laut russischsprachiger Wikipedia hatte Yanshin den Grad eines 'Doktors der geologischen und mineralogischen Wissenschaften' erworben.
  3. Quelle: ebd.
  4. Quelle: ebd.
  5. Siehe: Nikolai Zhirov, Atlantis - Atlantology: Basic Problems, Moskau 1970 / Reprint: Honolulu, Hawaii (The Minerva Group, Inc.), 2001, S. 13
  6. Red. Anmerkung: Zu einer weiteren Atlantis-Lokalisierung am Golf von Guinea siehe: "Livio Catullo Stecchini - Forscher und Autorenportrait" (red)
  7. Quelle: N. Zhirov (1970/2001), zit. nach: Tony O’Connell, "Yanshin, Aleksandr Leonidovich (N)", 26. Mai 2013, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 15. März 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quelle: