John B. Alexander

Forscher- und Autorenportrait

von Tony O’Connell

Abb. 1 John B. Alexander

John B. Alexander schied 1988 im Rang eines Oberst (Colonel) aus dem Dienst bei der US-Army aus. Er hielt Vorträge über prä-kataklymische Zivilisationen. Als Experte für Unterwasser-Zerstörungen bei den Green Berets war er hoch qualifiziert dafür, [bereits] 1971 Forschungs-Tauchgänge in der Gegend von Bimini. Er entdeckte eine Reihe regelmäßig geformter Unterwasser-Strukturen, die sich über ein beträchtliches Areal hinweg erstreckten. Alexander war überzeugt, dass sie das Produkt einer sehr alten Zivilisation waren.

Allerdings betrachtete er seine Vorstellungen als kompatibel mit den 'Offenbarungen' Edgar Cayces! Noch irritierender war für mich seine Behauptung in einem Interview mit Brad Steiger [1], dass er hypnotische Regression verwendete, um "ziemlich viele Informationen über das, was wir Atlantis nennen", zu erlangen. Auf Plato wirft er keinen Blick.

Cazeau & Scott sind noch kritischer, indem sie zur Schlussfolgerung gelangen, das Interview zeige, dass Alexander weder Archäologe noch Geologe sei, und dass seine Ansichten in Bezug auf Bimini "wertlos" seien. [2] [3] Offen gesagt, scheint es so, dass Alexander einer mehr war, der auf den erfolgreichen Bimini-Zug aufzuspringen versuchte.


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia entnommen, wo er am 31. Oktober 2012 unter dem Titel "Alexander, John B." erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de; Veröffentlichung am 02. März 2019.

Fußnoten:

  1. Siehe: Brad Steiger, "Mysteries of Time & Space", London (Sphere Books), 1977, S. 59
  2. Siehe: Charles J. Cazeau & Stuart D. Scott Jr., "Exploring the unknown, great mysteries reexamined", New York und London (Plenum Press), 1979, S. 10
  3. Red. Anmerkung: Cazeau & Scott sind wohl kaum als objektive Kritiker Alexanders und des Themenbereichs vermuteter Uralt-Relikte bei Bimini anzusehen. Vielmehr ist ihr Buch weitgehend eine typische 'Debunker'-Publikation, die vor allem im Lager gleichgesinnter 'neoscholastischer' Akademiker bejubelt wurde (siehe z.B. die Rezension ihres Buches von Marshall Mckusick in Antiquity, Vol. 54, Ausgabe 211, Juli 1980, S. 156). Bezeichnenderweise war Koautor Stuart D. Scott Jr. Anfang der 1990er Jahre als wissenschaftlicher und technischer Berater für die US-amerikanische 'Skeptiker'-Vereinigung CSICOP tätig, und Rezensent Marshall Mckusick veröffentlichte mindestens einen Artikel in deren Magazin Skeptical Inquirer. Quelle: David J. Hess, "Science in the New Age - The Paranormal, Its Defenders and Debunkers, and American Culture", University of Wisconsin Press, 1993, S. 149

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