Segeln wie die alten Ägypter in Sassnitz: Unterschied zwischen den Versionen

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Mehr Infos dazu finden sich auch in der Sonderausstellung in Sassnitz, die noch bis zum 19. September im Stadthafen von Sassnitz läuft.
 
Mehr Infos dazu finden sich auch in der Sonderausstellung in Sassnitz, die noch bis zum 19. September im Stadthafen von Sassnitz läuft.
  
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Felsbilder der Negade-Kultur zeigen ab und zu das Dreieck-Quersegel. Das sind dreieckig geschnittene Rahsegel, die im Grund den Prototypen des Lateinsegels bzw. des Dausegels zeigen
 
  
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Datei:Bild 01 09 08 2021.jpg|Felsbilder der Negade-Kultur zeigen ab und zu das Dreieck-Quersegel. Das sind dreieckig geschnittene Rahsegel, die im Grund den Prototypen des Lateinsegels bzw. des Dausegels zeigen
Hart am Wind! Dieser Segeltyp saugt sich sofort auf Kurs und bringt die DILMUN S ordentlich auf Fahrt. Eine weitere Beobachtung ist die erstaunliche Kursstabilität.
 
  
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Datei:Bild 09 08 2021.JPG|Hart am Wind! Dieser Segeltyp saugt sich sofort auf Kurs und bringt die DILMUN S ordentlich auf Fahrt. Eine weitere Beobachtung ist die erstaunliche Kursstabilität.
Die Crew hat wenig Mühe, das Segelfloß auf Kurs zu halten. Für Fahrten zwischen Inseln und hart am Wind ist dieser Segeltyp bestens geeignet.
 
  
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Datei:Bild 03 09.2021.JPG|Die Crew hat wenig Mühe, das Segelfloß auf Kurs zu halten. Für Fahrten zwischen Inseln und hart am Wind ist dieser Segeltyp bestens geeignet.
Das schwere Rahsegel in ein Dausegel umzuwandeln, gelang auf Grund des schweren Stoffes und Segelschnitts nur bedingt. Auch die Bedienung war sehr anspruchsvoll. Aber mit einem Vorhaltewinkel von 60° gelangen auch gute Kurse ähnlich wie beim Dreieck-Quersegel.
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Datei:Bild 04 09 08 2021.JPG|Das schwere Rahsegel in ein Dausegel umzuwandeln, gelang auf Grund des schweren Stoffes und Segelschnitts nur bedingt. Auch die Bedienung war sehr anspruchsvoll. Aber mit einem Vorhaltewinkel von 60° gelangen auch gute Kurse ähnlich wie beim Dreieck-Quersegel.
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Version vom 9. August 2021, 11:27 Uhr

Presseinformation ABORA-Projekt - 07. August 2021 - www.abora.eu

(dg) Die letzten beiden Tage wurde in Sassnitz echte Seefahrtgeschichte geschrieben. Das ABORA-Team baute mehrfach ihr klobiges Rahsegel um. Damit wurden nach Überlieferungen oder Steinzeitvorlage neue Segeltypen im Experiment auf ihre Segelfähigkeit gegen den Wind geprüft. Die Ergebnisse waren erstaunlich, fast sogar sensationell!

Das spannendste Ergebnis lieferte das nach prädynastischen Felsbildern aus Oberägypten gefertigte Dreieck-Quersegel. Die vorägyptische Negade-Kultur nutzte diesen Segeltyp etwa vor 5.500 Jahren. Für unser Experiment wurde das Segeltuch von beiden Seiten her zur Mitte eingerefft. Es sah in dieser „Origami-Falttechnik“ fast wie eine Zuckertüte aus. Umso überraschender waren im Test jedoch die Segeleigenschaften.

Erste Prüfungen ergaben nach Abrechnung der Seitabdrift einen durchschnittlichen Amwindkurs von 77°-85° über Grund – für einen Steinzeitsegler ein fantastisches Ergebnis. Damit hätten die Negade-Leute ein hochleistungsfähiges Segelfloß zur Verfügung, um ihre transozeanischen Reisen sowohl auf dem Indischen Ozean als auch auf dem Mittelmeer zu realisieren.

In anderen Experimenten wurden ein antikes Segel der alten Minoer und das arabische https://de.wikipedia.org/wiki/Dau Dau-Segel erprobt. Das Dau-Segel erreichte bei richtiger Bedienung ebenfalls hervorragen Kurse am Wind, die wir im Kontrolltörn mit dem altertümlichen Rahsegel nicht erreichten.

Mehr Infos dazu finden sich auch in der Sonderausstellung in Sassnitz, die noch bis zum 19. September im Stadthafen von Sassnitz läuft.