Erinnerungen an Bulgarien – Der Stapellauf am 1. August 2019

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Presseinformation ABORA-Projekt - 01. August 2022 - www.abora.eu

Kontakt: Dr. rer. nat. Dominique Görlitz; +49 163 511 57 66 oder dominique.goerlitz*at*t-online.de (bitte "*at*" durch *@* ersetzen, oder, sofern auf Ihrem System möglich, einfach den Link anklicken)

(dg) Großexpeditionen wie ABORA IV sind immer mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. So auch bei unserer letzten Mission über das Schwarzen Meer. Nach jahrelangen Vorbereitungen in Russland mussten wir im letzten Moment nach Bulgarien ausweichen. Dort kam das Team mit quasi Null-Vorbereitung an, um in dem kleinen Ort Beloslav nahe Varna die neue ABORA IV zu bauen. Doch nicht nur der abrupte Wechsel nach Bulgarien, sondern auch die immer mehr überbordenden Zollanforderungen ließen uns in Südamerika unser gesamtes Aufbautenholz verlieren. Eigentlich hätte die letzte Mission mehrfach an Land scheitern müssen. Das sie es nicht tat, verdanken wir den vielen Unterstützern außer- und innerhalb des ABORA-Teams. Dieser Artikel soll an diese Unternehmung erinnern, die genau vor drei Jahren mit dem erfolgreichen Stapellauf in Bulgarien eigentlich erst so richtig losging!

Natürlich möchten wir hier nicht die Unterstützung der vielen Förderer aus Bulgarien unerwähnt lassen. Angefangen von der Stadt Beloslav, der Familie von Biserka Zafirova-Stoycheva, unseren Crewmitgliedern Kapitän Alexander Alexandrov sowie Theodor Rokov und natürlich der Glasfabrik INHOM mit ihrem Geschäftsführer Danko Kalchev. Alle haben uns in Bulgarien durch die mühevollen Wege der fremdländischen Bürokratie und viele andere Herausforderungen vor Ort gebracht. Ausdruck für die spätere erfolgreiche Seereise der ABORA IV war der Stapellauf. Nicht nur, dass wir das Schilfboot zu diesem Termin rechtzeitig fertigstellen mussten, machte diesen Event zu einem großen Höhepunkt. Die Logistik, in altertümlicher Weise das Boot auf einem unbefestigten Flussufer zu Wasser zu lassen, war ebenso außergewöhnlich, wie aufwendig. Dennoch meisterten die vielen internationalen Mitstreiter vor genau drei Jahren gemeinsam diese letzte große Hürde vor der Expedition. Dafür nochmals mein Dank an das Gastland Bulgarien und alle Beteiligten, die für das Gelingen beitrugen.

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Memories of Bulgaria – The launch on August 1st, 2019

Major expeditions like ABORA IV are always associated with many ups and downs. This was also the case with our last mission across the Black Sea. After years of preparations in Russia, we had to switch to Bulgaria at the last moment. The team arrived there with almost zero preparation to build the new ABORA IV in the small town of Beloslav near Varna. But not only the abrupt move to Bulgaria, but also the increasingly excessive customs requirements caused us to lose all of our superstructure wood in South America. Actually, the last mission should have failed several times on land. We owe the fact that she didn't do it to the many supporters outside and within the ABORA team. This article is intended to commemorate this undertaking, which actually only really got going with the successful launch in Bulgaria exactly three years ago!

Of course we don't want to leave unmentioned the support of the many sponsors from Bulgaria. Starting with the city of Beloslav, Biserka Zafirova-Stoycheva's family, our crew members Captain Alexander Alexandrov and Theodor Rokov and of course the INHOM glass factory with its managing director Danko Kalchev. All have brought us to Bulgaria through the arduous ways of foreign bureaucracy and many other local challenges.

An expression of the later successful sea voyage of the ABORA IV was the launch. It was not just the fact that we had to finish the reed boat on time that made this event a big highlight. The logistics of launching the boat on an unpaved river bank in the old-fashioned way was as unusual as it was complex. Nevertheless, exactly three years ago, the many international comrades-in-arms mastered this last major hurdle before the expedition.