Kásskara und Taláwaitíchqua – Atlantisforschung

Kásskara und Taláwaitíchqua

Abb. 1 Kasskara schraffiert im Pazifik und Talawaichiqua (ebenfalls schraffiert) im Atlantik. Die Pfeile bezeichnen die Auswanderungsrouten. Amerika wird gestrichelt dargestellt, da es lt. Blumrich und seinem Informanten während der Existenz von Kasskara und Talawaichiqua vollständig unter Wasser lag.
Abb. 1 Kasskara schraffiert im Pazifik und Talawaichiqua (ebenfalls schraffiert) im Atlantik. Die Pfeile bezeichnen die Auswanderungsrouten. Amerika wird gestrichelt dargestellt, da es lt. Blumrich und seinem Informanten während der Existenz von Kasskara und Talawaichiqua vollständig unter Wasser lag.

(rmh) Die Überlieferungen der Hopi - eines Indianderstammes - berichten von einem einstigen riesigen Kontinent namens Kásskara, der im Pazifik gelegen haben und die frühere Heimat der Hopi gewesen sein soll. Dort seien sie von Lehrmeistern, den Kachinas, unterrichtet worden, die auf fliegenden Schilden reisten. Von den heute lebenden Hopi und von J. F. Blumrich werden diese Kachinas als Außerirdische gedeutet, die vom „Bund der 12 Planeten“ kämen. Parallel dazu soll es eine kleinere Insel gegeben haben, deren Bewohner sehr kriegerisch waren und die etwa dort gelegen haben soll, wo Plato Atlantis gesehen hat, nämlich im Atlantik. Vor bereits 80 000 Jahren soll dieses Taláwaitíchqua auf einem Schlag ins Meer versunken sein, während Kásskara langsam unterging.

Es gibt eine ganze Reihe von Erzählungen, die uns von den Hopi überliefert wurden. Sie berichten von den sieben Welten, von denen Kásskara die dritte Welt darstellt. In der ersten Welt habe die Gottheit Taiowa, die „in der Höhe wohnt”, den Menschen erschaffen. Und die erste Welt soll durch Feuer zerstört worden sein, weil der Mensch „böse geworden“ sei. Doch diejenigen, die später die Hopi werden sollen, hätten diese Zerstörung überlebt.

Die zweite Welt, Topka, wurde durch Eis zerstört. Im Zusammenhang mit Topka erinnern sich die Hopi an ein Phänomen, das mit einer Veränderung der Pole zu tun zu haben scheint:

Man sagt bei uns auch dass die Erde einige Male umgekippt sei. Ich meine, dass der Nordpol dort war, wo jetzt der Südpol ist, und umgekehrt…

Die Erde ist dabei jedes Mal vollständig von Norden nach Süden gekippt und nicht etwa nur zur Hälfte, denn dabei wäre zuviel Schaden entstanden, und das war nicht die Absicht des Schöpfers.

In Topka, der zweiten Welt, kippte die Erde zur Hälfte, und alles ist erfroren“. [1]

Der Autor Hans J. Andersen versteht unter dem Begriff 'Polwende' eine Katastrophe, bei der, durch elektrische Phänomene von „außen” ausgelöst, die Erdkruste „verrutscht“, so dass endlich die südliche Hemisphäre unter dem Nordhimmel zu liegen kommt und umgekehrt. Bei einem „halben Kippen“ käme die Äquatorregion unter einem Pol zu liegen, und in dieser Weise könnte nach Andersen Topka erfroren sein.

Als sie [die Vorfahren der Hopi; rmh] sicher unter der Erde waren, befahl Sethuknang (der Schöpfergott den beiden Zwillingen..., ihre Posten an dem Nord- und Südende der Weltachse zu verlassen, wo sie aufgestellt worden waren, um die Erde im richtigen Umlauf zu halten. Die Zwillinge hatten kaum ihre Posten verlassen, als die Welt, die niemand mehr überwachte, aus dem Gleichgewicht kam, wie trunken umhertaumelte und sich zweimal überschlug. Berge stürzten mit grellem Klatschen in die Meere, Meere und Seen überfluteten das Land, und als die Welt durch den kalten, leblosen Raum wirbelte, gefror sie zu festem Eis.[2]

Strandlinien auf den Anden in einer Höhe von ca. 3800 Kilometer, die sich über etliche 100 Kilometer verfolgen lassen, werden von Andersen dahingehend gedeutet, dass Südamerika, „Topka” während der letzten Eiszeit unter Wasser lag, also entweder überflutet wurde oder abgesunken war!

Das Volk der Hopi überlebte jedenfalls wieder und kam in die Dritte Welt, die Kásskara war. Während der Zeit, als Kásskara über Wasser lag, lag Amerika nach der Hopi-Überlieferung unter Wasser, und während Amerika allmählich auftauchte, ging Kásskara langsam unter. Die Bewohner von Kásskara sollen wie jene von Taláwaitíchqua sehr hohe Kenntnisse technischer und wissenschaftlicher Art gehabt haben, wobei die Kásskara-Bewohner sie nur zu guten Zwecken, die Taláwaitíchquaner aber auch zu kriegerischen Zwecken verwendet haben sollen. Sie, die Hopi, waren Pazifisten, und sie hatten einen „Schutzschild“, ohne dass dessen Funktionsweise näher beschrieben wird. Da die Bewohner von Taláwaitíchqua „schuldiger“ waren als die von Kásskara, ging die Zerstörung dieser Insel plötzlich vonstatten, während die von Kásskara langsam vor sich ging.

Schon seit der ersten Welt seien die „Kachinas” mit den Hopi in Verbindung gestanden, das waren „hohe, geachtete Wissende” .Sie können unsichtbar sein; und sie kommen nach Blumrichs Kontaktperson aus dem Weltraum, genauere gesagt von einem weit entfernten Planeten - aus einem „Bund der 12 Planeten“. Deren Schiffe seien mit Magnetkraft geflogen, wenn sie die Erde umrundet haben. Über den Kachinas hätten noch die Gottheiten gestanden, und über allen steht der Schöpfer. Es soll drei Arten von Kachinas geben: Die einen haben mit dem Fortbestand des Lebens zu tun. die zweiten sind Lehrer, und die dritten sind Hüter des Gesetzes. Es wird betont, dass die Kachinas körperliche Wesen waren, die Fluggeräte, so genannte. Fliegende Schilde brauchten, um sich in der Luft fortzubewegen. Diese werden als untertassenförmig beschrieben. Auch einige Hopi sollen in solchen Fliegenden Schilden mitgeflogen sein.

Während des Unterganges von Kásskara sind die Bewohner nacheinander in das auftauchende Amerika ausgewandert, das ursprünglich die Zweite Welt, Topka, war und die als Toowakachi, die vierte Welt, nun wieder auftauchte.


Anmerkungen und Quellen

  1. Quelle der Zitate.: Andersen 1992, , S. 76 (alle drei Zitate)
  2. Quelle: ebd.


Verwendete Literatur:

Andersen, Hans J.: Polsprung und Sintflut. Bochum 1992

Blumrich, J. F.: Kasskara und die sieben Welten. München 1985

Horn, Roland M.: Das Erbe von Atlantis. Lübeck 2001


Bild-Quelle

(1) Blumrich 1985 (Bildblock)