Der kambrische Schuhabdruck von Antelope Spring

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(bb) William J. Meister, ein Technischer Zeichner und Amateur-Trilobitensammler, gab 1968 die Entdeckung eines fossilen Schuh-Abdrucks bei Antelope Spring im US-Staat Utah bekannt. Meister war auf diesen außergewöhnlichen Fund gestoßen, als er dort auf der Suche nach versteinerten Trilobiten (angeblich seit 400 Millionen Jahren ausgestorbene Meeres-Arthropoden) einen Schieferblock spaltete.

Abb. 1 Ein bemerkenswertes Detail des Schuhabdrucks von Antelope Spring: Offenbar zertrat der Träger des Schuhs einen Trilobiten (Vergrößerung) als er seinen Fuß aufsetzte.

Dieser kambrische Schiefer enthielt allerdings nicht nur die erhofften Fossilien, sondern zu seiner Überraschung kam auch ein, sauber ins vormalige Erdreich eingepresster, Abdruck (Abb. 1) ans Tageslicht. Dieser Abdruck stammte offensichtlich von einem Menschen, oder menschenähnlichen Wesen, der - oder das - künstliches Schuhwerk an seinen Füßen trug. "Der Abdruck des Hackens war etwa ein Achtel Inch (ca. 3,5 mm) tiefer in den Boden eingedrückt als die Sohle. Eindeutig stammte der Abdruck von einem rechten Fuß, da die Sandale in charakteristischer Weise auf der rechten Seite des Hackens abgenutzt war." [1]

Wie zu erwarten war, löste Meisters Veröffentlichung umgehend wütende bis verächtliche Reaktionen unter evolutionistischen Geologen und Biologen aus. Schließlich soll das erdgeschichtliche Zeitalter des Kambrium, aus welchem die Gesteins-Schicht mit dem umstrittenen Relikt stammt, vor 505 bis 590 Millionen Jahren stattgefunden haben - also lange vor der Zeit des Homo sapiens. Somit stand dieser nonkonforme Fund im krassen Widerspruch zum Weltbild des 'wissenschaftlichen Mainstreams'. "Der Meister-Abdruck, als Beweis für eine menschliche Präsenz in ferner Vergangenheit, ist umstritten. Einige Wissenschaftler haben den Abdruck nach oberflächlicher Untersuchung verworfen, andere unbesehen, einfach nur, weil sein kambrisches Alter ihn außerhalb des Bereiches rückt, welchen man, der Evolutions-Theorie folgend, erwarten mag." [2]

Natürlich muss man - seine Authentizität vorausgesetzt - den Schuhabdruck aus Utah nicht unbedingt als Indiz dafür betrachten, dass schon vor Hunderten von Jahrmillionen Menschen des modernen Typs existiert haben. Ebenso könnte er einen Beleg für die Vermutung darstellen, dass die erdgeschichtlichen Abläufe weitaus schneller abgelaufen sind, als die Anhänger evolutionistischer Geologie und Biologie zugeben wollen. Vielleicht liegt das so genannte Kambrium NICHT mehr als 500 Millionen Jahre zurück, sondern tatsächlich nur einige Jahrtausende? Der deutsche Alternativ-Geologe Hans-Joachim Zillmer meint beispielsweise dazu: "Die Erde ist jünger, ja wahrscheinlich WESENTLICH jünger, als die Geologie und der Darwinismus darlegen möchten. Zumindest muß man 400 oder 500 Millionen Jahre ERSATZLOS aus der Erdgeschichte streichen..." [3]

Dort, wo sich bisweilen doch einmal die objektive, im eigentlichen Sinne wissenschaftliche, Auseinandersetzung in der Sache gesucht wurde, blieben die Widerlegungs-Versuche zu Meisters Entdeckung meist blass und wenig überzeugend. So argumentierte beispielsweise William Lee Stokes, Biologe und Geologe an der Universität von Utah: "Nachdem ich mir das Spezimen angesehen hatte, habe ich Mr. Meister erklärt, warum ich selber es nicht als Fußabdruck akzeptieren könne und warum Geologen es allgemein nicht akzeptieren würden. Allermindestens dürfen wir bei einem echten Fußabdruck voraussetzten, dass er zu einer räumlichen Abfolge von rechten und linken Abdrücken gehört, die von gleicher Größe sind und sich regelmäßig in einer Richtung fortsetzen ... Es ist besonders signifikant, dass [bei Antelope Spring] keine vergleichbaren Abdrücke entdeckt wurden. Mir ist kein Fall bekannt, dass ein solcher solitärer Einzelabdruck von einem wissenschaftlichen Journal akzeptiert worden wäre und dass es darüber berichtet hätte... [4] Außerdem sollte ein wirklicher Fußabdruck eine seitliche Verschiebung oder Quetschung des weichen Materials aufweisen, in welches der Fuß gepresst wurde." [5]

1984 besuchte Richard L. Thompson, einer der beiden Autoren von Forbidden Archaeology, Herrn Meister in Utah und untersuchte das Fundstück eingehend. "Bezüglich Quetschungen seitlich der Matrize [des verformten Bodenmaterials; bb.] hängt viel von der Konsistenz der Matrize und von der Natur des Objekts ab, welches den Abdruck hervorruft. Die gerundeten Konturen eines nackten Fußes bewirken eine stärkere Verschiebung an den Seiten der Matrize als die scharfen Konturen der Sohlen von Schuhwerk. Wir haben beobachtet, dass Schuhe und Sandalen sehr scharf konturierte Eindrücke in relativ kompaktem, feuchtem Sand am Strand hinterlassen können, wobei sie kaum Anzeichen seitlicher Verschiebungen in der Matrize hinterlassen." [6] Sein Fazit: "Die eingehende Inspektion des Abdrucks ergab keinen einleuchtenden Grund, warum man ihn nicht als authentisch anerkennen könnte. [...] Der Umriss des Meister-Abdrucks stimmt, wie unsere visuelle Untersuchung und Computeranalysen ergeben haben, beinahe exakt mit einem modernen Schuhabdruck überein." [7]


Anmerkungen und Quellen

  1. Quelle: Michael A. Cremo und Richard L. Thompson, Forbidden Archeology, torchlight 1998, Seite 810
  2. Quelle: ebd., S. 812-813
  3. Quelle: H.-J. Zillmer, Darwins Irrtum, Langen Müller, 2000, S. 52
  4. Anmerkung: Cremo und Thompson konstatieren dementgegen, dass es mindestens eine solche Veröffentlichung gegeben hat: "...in einem Artikel, der im Scientific American erschien, berichtete ein französischer Wissenschaftler (de Lumley 1969) über einen einzelnen, scheinbar von einem menschenähnlichen Wesen verursachten, Fußabdruck an einer Siedlungs-Stätte aus dem mittleren Pleistozän bei Terra Amata in Südfrankreich (Sektion 6.1.4)". (Forbidden Archeology, S. 812)
  5. Quelle: Michael A. Cremo und Richard L. Thompson, Forbidden Archeology, torchlight 1998, Seite 812
  6. Quelle: ebd.
  7. Quelle: ebd.


Bildquellen

(1) http://www.creationscience.com/onlinebook/AstroPhysicalSciences32.html