Die kanadischen Riesen von Cayuga

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The Daily Telegraph (Toronto, Ontario) 23. Aug. 1871

recherchiert und redigiert von Benoit Crevier

Abb. 1 Die Niagara-Fälle an der heutigen amerikanisch-kanadischen Grenze. Etwa 40 Meilen westlich davon wurden 1871 angeblich die Überreste riesenhafter Menschen entdeckt.

Vorbemerkung: "Ich habe die Buchstabierung übernommen, die im Text verwendet wird. Zunächst heißt es Fredenburg und später wird er "Fredinburg" buchstabiert. Jüngeren Karten zufolge war die Stätte etwa 40 Meilen westlich der Niagara Fälle; Dunnville liegt an der Mündung des Grand River, der in den Erie-See fließt [...] Mehr Informationen werden benötigt, um Fleisch auf die Knochen des Wahrheits-Gehalts dieser Story zu bekommen, welche Leser des 21. Jahrhundert nicht ganz für bare Münze nehmen mögen." Benoit Crevier

Schlagzeilen: EINE BEMERKENSWERTE SEHENSWÜRDIGKEIT -- Zweihundert Skelette der ANAKIN [sic!; B. C.] in der Gemeinde Cayuga; Eine einzigartige Entdeckung durch einen Torontoer und andere -- Ein gewaltiges Golgatha eröffnet sich dem Blick -- Einige Überreste der 'Riesen, die in diesen Tagen waren'. Von unseren eigenen Korrespondenten.

Cayuga, 21. August -- Am jüngsten Mittwoch gruben Rev. Nathaniel Wardell [sowie] die Messers Orin Wardell (aus Toronto) und Daniel Fredenburg auf der Farm des letztgenannten Gentleman, welche an den Ufern des Grand River, in der Gemeinde Cayuga, liegt. Als sie fünf oder sechs Fuß unter der Oberfläche waren, stießen sie auf etwas Seltsames. In Schichten gestapelt [lagen da], eines über dem anderen, etwa zweihundert beinahe perfekte Skelette menschlicher Wesen - um den Hals eines jeden hing eine Perlenschnur.

In diese Grube war auch eine Anzahl von Äxten und Raumkellen [?; d. Ü.] gelegt worden, die aus Stein bestanden. Zwischen den Kiefern mehrerer der Skelette steckten große Stein-Pfeifen - von denen Mr. O. Wardell eine mit sich nach Toronto nahm, ein oder zwei Tage nachdem dies Golgatha ausgegraben wurde.

Diese Skelette stammen von Männern mit gigantischer Statur, von denen einige 9 Fuß [ca. 2, 74 m; d. Ü.] maßen, und nur sehr wenige von ihnen waren weniger als sieben Fuß [ca. 2, 13 m; d. Ü.] groß. Einige der Hüft-Knochen waren, wie festgestellt wurde, wenigstens einen Fuß länger als gegenwärtig bekannt ist, und einer der ausgegrabenen Schädel, der untersucht wurde, bedeckte komplett den Kopf einer gewöhnlichen Person. Man nimmt an, dass diese Skelette zu denen einer Rasse von Leuten gehören, die den Indianern vorausgingen. Vor etwa drei Jahren wurden die Knochen eines Mastodon gefunden, die etwa sechs Meilen von diesem Punkt in die Erde eingebettet waren. Die Grube und ihre gruseligen Bewohner stehen nun dem Blick eines jeden offen, der sie besuchen mag.

Später: Dunnville, 22. August. Es gibt nicht den geringsten Zweifel, dass die Überreste einer verlorenen Stadt auf dieser Farm zu finden sind. Wiederholt wurden in den vergangenen Jahren die Überbleibsel von Lehm-Häusern mit ihren Kaminen gefunden und es gibt Dutzende von Gruben einer ähnlichen, wenn auch kleineren, Art wie die jüngst ausgegrabene an dem Platz, der zuvor entdeckt wurde, obwohl die Tatsache bisher nicht veröffentlicht wurde. Die Überreste einer Schmiede, die zwei Tonnen Holzkohle und zahlreiche Geräte enthielt, wurde vor ein paar Monaten entdeckt.

Abb. 2 Der Erie-See, in den der Grand River mündet, gehörte vermutlich zum Siedlungs-Gebiet der prähistorischen Giganten von Kanada.

Die Farm, die 150 Morgen misst, wird seit fast einem Jahrhundert bewirtschaftet, und war von dichtem Pinien-Bewuchs bedeckt, sodass es Zeitalter her sein muss, seit die Überreste dort hingelegt wurden. Die Schädel der Skelette sind von enormer Größe und von allen möglichen Formen [...] Die Zähne in den meisten davon sind noch in fast perfektem Zustand, obwohl sie ausfallen, wenn sie der Luft ausgesetzt werden.

Man nimmt an, dass [dort] in großen Mengen Gold oder Silber zu finden ist, da Mineral-Ruten ausnahmslos, wenn sie getestet wurden, auf einen bestimmten Punkt hingewiesen haben, ein paar hundert Yards von der Stelle, wo der letzte Schub von Skeletten direkt unter einem Apfelbaum gefunden wurde. Einige große Muscheln, vermutlich früher als Wasserbehältnis benutzt, die auch in der Grube gefunden wurden, waren fast versteinert. Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Ergebnis einer systematischen Erforschung hochinteressant sein dürfte. In der Umgebung gibt es eine ganz schöne Aufregung und viele Besucher sprechen täglich an der Farm vor.

Die Schädel und Knochen der Riesen und Giganten verschwinden schnell, indem sie von Kuriositäten-Jägern fortgeschleppt werden. Es ist Mr. Fredinburgs Absicht, die Grube sehr bald abzudecken. Die Grube ist extrem unheimlich. Im Norden führt der Grand River an der Farm vorbei. Die Grube Liegt nahe an seinen Ufern, aber es gibt dort Markierungen, die anzeigen sollen, worunter sich der Gold- oder Silber-Schatz befinden soll. Dem Anschein der Schädel nach sollte man meinen, dass ihre Besitzer eines gewaltsamen Todes starben, da viele von ihnen zerbrochen und verbeult waren.

Die Äxte sind wie Tomahawks geformt, kleine, aber scharfe Instrumente. Die Perlen sind alle aus Stein und von allen Größen und Formen. Die Pfeifen sind in ihrer Form der [...] Pfeife nicht unähnlich, und mehrere von ihnen sind als Hundeköpfe geschnitzt. Sie haben ihren Wert für das Rauchen nicht verloren. Einige Leute hegen die Auffassung, dass die Örtlichkeit bei der Fredinburg-Farm früher eine indianische Begräbnis-Stätte war, aber die enorme Statur der Skelette und die Tatsache, dass über Jahrhunderte hinweg gewachsene Pinien-Bäume die Stelle bedeckten, widerlegen diese Vorstellung weitgehend.


Anmerkungen und Quellen

Ancient American, Volume 6, Issue 41, S. 9, Researched and submitted by Benoit Crevier; Originally published in The Daily Telegraph (Toronto, Ontario), Wednesday, 23. August 1871, Seite 1, nach: Niagara's Ancient Cemetery of Giants, online unter: http://paranormal.about.com/library/weekly/aa051500a.htm --- Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de


Bild-Quellen

(1) http://www.cs.berkeley.edu/~artin/Pictures/Niagara%20Falls%20-%202.jpg

(2) http://www.komotv.com/weather/viewer_pics/images/3400a_sept.jpg