Ein Update zur unterseeischen Stein-Plattform bei Andros Island

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche

von unserem Gastautor Dr. Greg Little

Abb. 1 Sollte sich der artifizielle Charakter der Struktur vor Andros bestätigen, dann wäre dies ein megalithisches Bauwerk erster Ordnung. (Foto: © Greg und Lora Little)

Wie bereits berichtet, entdeckten wir während des A.R.E.-Projekts Search for Atlantis 2003 unverhofft eine dreistrufige Stein-Formation vor der Küste von Andros bei Nicholls Town. Die Struktur ist etwa 150 Fuß breit und 450 Yards lang. Sie ist aus riesigen Stein-Blöcken (Abb. 1) zusammengesetzt, wobei die meisten der sichtbaren Blöcke 25 mal 30 Fuß und zwei Fuß dick sind.

Während wir die Ruinen von etwas fanden, was uns als Rampe erschien, welche im Inneren der Formation aus der Tiefe der Lagune die Struktur hinauf verläuft, wurden noch zwei andere signifikante Entdeckungen gemacht. Die erste dieser Entdeckungen kam zustande, als wir uns für unsere Dokumentation der Expeditionen noch einmal die Videos ansahen. Während Greg im Boot seine Scuba-Tanks austauschte, nahm Lora ein Areal der Plattform von der Oberfläche aus auf Video auf. Jedenfalls konnte sie, weil sie durch einen kleinen Sucher in der Videokamera blickte, keine Details auf dem Grund sehen.


Mögliche Bearbeitungsspuren gefunden

In unserer späteren Beschau des Videos machten wir eine interessante Entdeckung: Auf der Oberfläche eines der großen Blöcke konnten wir deutlich eine quadratische Einbuchtung erkennen, die in den Stein 'gebohrt' war. (Abb.2) Die Größe der quadratischen Vertiefung betrug etwa 5 mal 5 Inches. Sie war mindestens 4-5 Inches tief, aber es befand sich Sand darin. Daher wissen wir nicht, wie tief das quadratische Loch tatsächlich reicht. Es sah von seiner Größe her in etwa wie ein quadratisches Pfostenloch aus. Wir bemerkten zudem auch einige nicht so beeindruckende Marken auf ein paar Steinen, aber einige davon sahen wie Schnitt-Spuren aus.


Nördlich der Plattform: Flaches "gepflastertes" Areal entdeckt

Abb. 2 Digitales Videobild des flachen Bereichs eines Steinblocks, der anscheinen Bearbeitungsspuren aufweist. Die rechteckige Vertiefung hat etwa die Größe eines Pfostenlochs. (Foto: © Greg und Lora Little)

Im späten Juni kehrten wir nach Andros zurück. Eines unserer Hauptziele bestand darin, uns ein Gebiet anzusehen, das sich etwa eine halbe Meile nördlich der Plattform befand. Dino Keller, der frühere Tauchlehrer, der uns ursprünglich von der Existenz der Plattform erzählt hatte, sagte uns, er habe in dem Gebiet auch kleinere Steine gesehen. Direkt nördlich der Plattform führe ein großer Kanal von etwa 25 Fuß Tiefe zur Lagune von Nicholls. Den Kanal und auch das Areal weiter nördlich davon wollten wir uns ansehen.

Ursprünglich beabsichtigten wir, vier Tage lang bei Andros zu bleiben, wo wir eigentlich ein Produktion-Team des "Learning Channel" treffen sollten. Wir sollten es nach Bimini begleiten, wo wir den großen Kreis und gerade verlaufende Linien bei Bimini untersuchen wollten. Wie auch immer, das Produktions-Team konnte wegen Stürmen und anderen Problemen nicht nach Andros kommen. Daher waren wir nur zwei Tage lang in Andros und trafen das Team auf Bimini.

An unserem Ankunftstag auf Andros schnorchelten wir etwa zwei Stunden lang in dem Gebiet nördlich der Plattform. Wir sahen den Kanal, der in die Lagune hineinführt. Wie auch immer, wir fanden ein wenig weiter nördlich des Kanals etwas, was, angesichts seiner Bedeutung, unglaublich erscheint: Etwa 200 - 300 Yards vor der Küste stießen wir auf ein ausgedehntes, flaches Areal, das sich die über die gesamte Strecke hinaus zur Meeresbucht hinzog. Die Meeresbucht ist ein 2 Meilen tiefer Graben, der sich 40 Meilen weit über die gesamte Länge der Insel ausdehnt.

Während der flache Grund dort größtenteils von Sand bedeckt war, gab es auch verschiedene Areale, wo fast kein Sand vorhanden war. In all diesen Arealen sahen wir etwas, bei dem es sich um zusammengefügte Pflastersteine (Abb. 3) zu handeln scheint. Sie waren alle quadratisch oder rechteckig, wobei die kleinsten eine Größe von etwa zwei Quadrat-Fuß aufwiesen. Die Wassertiefe beträgt in diesem Areal 10 - 12 Fuß, etwa die selbe Tiefe wie bei der obersten Etage der Plattform.


Die Urzeithafen-Theorie

Abb. 3 Foto des Meeresgrunds in einer Tiefe von 10-12 Fuß (ca. 3 - 3,6 m). Dieses Areal liegt im Norden der Plattform, wo es nur wenig Sand gibt. Diese vermutlichen Pflastersteine findet man dort an verschiedenen Stellen. (Foto: © Greg und Lora Little)

Unsere Analyse der Funde bei Andros und Bimini führt uns zurück zu einer Theorie über die Bimini Road, die bereits 1969 vorgeschlagen wurde. Diese Theorie wurde schon von den ersten beiden Personen vorgeschlagen, die erklärten, dass die Bimini Road in erster Linie aus Küstengestein konstruiert sei. Der ursprüngliche Entdecker der Straße, Dr. J. Manson Valentine machte geltend, dass die meisten der Steine Küstengestein seien und der französische Ozeanograph Dimitri Rebikoff stimmte ihm zu. Rebikoff erklärte, dass der Entwurf der 'Straßen'-Fundstätte denjenigen alter Mittelmeer-Häfen ähnlich sei und meinte, dass die Fundstätte möglicherweise ein Wellenbrecher gewesen sein könne, der eine Hafenlagune umschloss.

Sowohl Rebikoffs als auch Valentines Annahmen wurden von Skeptikern ignoriert, die - fast ohne stützende Evidenzen - schrieben, dass die 'Straße' aus natürlichem Strandgestein geformt sei, das vor Ort zerbrochen sei. Der Fall war damit, zumindest für diese Skeptiker, abgeschlossen. Jedenfalls ignorierten die Skeptiker-Reports auch die Tatsache, dass viele der antiken Häfen des Mittelmeers aus Küstengestein konstruiert waren. Die Geologen, welche diese diese Reports herausgaben, wussten entweder nichts von diesen alten Häfen - oder sie entschieden sich, sie zu ignorieren, da ihre Existenz ihre Schlussfolgerungen bezüglich Bimini verkomplizierte.

'Ufergestein' ("beachrock") hat n der Öffentlichkeit eine Bedeutung bekommen, die eine Art nutzloses Gestein zu implizieren scheint; jedenfalls handelt es sich auf den Bahamas bei Ufergestein für gewöhnlich um Sandstein. Natürlich bestehen auch die meisten der eine Million Steinblöcke der Großen Pyramide [in Gizeh; d. R.] aus Sandstein...

Abb. 4 Vor etwa 12 000 Jahren gehörten Bimini (Punkt links oben auf der grün dargestellten Insel) und Andros noch zu einer gemeinsamen Groß-Insel. Die Meeresbucht (Tongue of the Ocean) war ein tiefer Kanal inmitten dieser Insel. Bimini und Nicholls Town (Punkt oben, weiter rechts, an der Meeresbucht) wären ideale Orte für Häfen gewesen.

Unsere Analyse führte uns zu einer möglichen Theorie bezüglich der beiten Stätten bei Andros und Bimini. Die Andros-Plattform weist all die Charakteristika eines alten Wellenbrechers auf, der einen Hafen umschließt. Ihre Größe und Form stimmen mit vielen der Dutzende von antiken Häfen überein, die im Mittelmeer entdeckt wurden. Dieser Theorie folgend, scheint das gepflasterte Areal im Norden der Plattform eine Landestelle zu sein: ein gepflastertes, begehbares Areal, wie es an den meisten der besonders hoch entwickelten Häfen gebaut wurde.

Die Bimini Road passt zudem zu den Charakteristika und Dimensionen, die man von einem altertümlichen Hafen erwarten darf. Skeptiker haben dagegen gehalten, dass es bei der [Bimini-]Straße nur eine steinerne Ebene gäbe, aber sie vernachlässigen aus Bequemlichkeit eine wohlbekannte Tatsache: 1926, nach einem gewaltigen Hurrikan, wurden zahleiche Schiffsladungen von Steinen von der 'Road'-Stätte heraufgeholt und nach Miami geschickt. In Miami wurden die Steine für die Reparatur beschädigter Wellenbrecher benutzt. Es ist interessant, dass dieser Fakt in den Berichten der Skeptiker stets ignoriert wird.

Eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Bimini und Andros in Bezug auf Edgar Cayces Bimini betreffende Statements ist möglicherweise diese: Während der jüngsten Eiszeit, als die Meeresspiegel niedriger lagen, waren Bimini und Andros noch Teile der selben Großinsel (Abb.4).


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Dr. Greg Little © erschien online in englischer Sprache erstmalig unter: http://edgarcayce.org/am/androsbiminiupda.html (nicht mehr online) Übersetzung ins Deutsche: Atlantisforschung.de


Bild-Quelle

(1 - 4) http://edgarcayce.org/am/androsbiminiupda.html (nicht meht online) - © 2003 Greg und Lora Little


Kontakt zum Autor:

E-Mail: ancientmysteries@edgarcayce.org (Korrespondenz in Englisch)