Superstrat

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Definition

(red) Der aus der Linguistik stammende Terminus Superstrat (von lat. stratum, Schicht) wird "vor allem in der diachronen Sprachwissenschaft im Zusammenhang mit Sprachkontaktsituationen verwendet. Der Begriff - 1932 von W. v. Wartburg entwickelt - bezeichnet eine Sprache oder Varietät, die sich anfänglich (noch) aus machtpolitischen Gründen über eine >eroberte< Sprache [= über ein Substrat; d. Red.] legt, später jedoch von den Eroberern fallen gelassen respektive aufgegeben wird. Diese (Eroberer) gehen ethnisch und sprachlich in den Einheimischen auf, wobei sie alte Sprachgewohnheiten beibehalten.

Ein Beispiel für eine Sprache, die ein Superstrat ist, wäre das Fränkische im Bereich des heutigen Französischen. Obwohl es sich gegen das Vulgärlatein nicht durchsetzen konnte, hat es seine Spuren im Französischen hinterlassen (z. B. das H aspiré)." [1]

Im Bereich alternativer bzw. diffusionistischer Etnologie und Zivilisationsforschung wird der Begriff Superstrat weiter gefasst und findet auch in Bezug andere Kultur-Elemente Anwendung.


Anmerkungen und Quellen