Diego Marin

Aus Atlantisforschung
Wechseln zu:Navigation, Suche

Forscher- und Autorenpotrtait

Abb. 1 Der Physiker und Alternativ-Historiker Dr. Diego Marin

(red) Dr. Diego Marin (Abb. 1) (1. September 1983 in Bassano del Grappa, Italien) ist ein italienischer Theoretischer Physiker, Historiker, Mythologe und Schriftsteller.

Diego Marin graduierte mit Prädikatsexamen - seine Abschlussarbeit behandelt die Dualität von Strings im Rahmen der String-Theorie - an der Universität Padua. Im Jahr 2010 promovierte Marin dort mit einer Dissertation zur Schleifenquantengravitation zum Ph.D. in Theoretischer Physik. Zur selben Zeit besuchte er zahlreiche Vorlesungen an der Fakultät für Archäologie, um seine autodidaktischen Studien auf den Gebieten der Vergleichenden Mythologie, esoterischer Traditionen und Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens auszubauen. 2008 gründete Marin gemeinsam mit dem Archäologen Ivan Minella und dem Geologen Erik Schievenin die Association Pangea, eine Vereinigung, die zwischenzeitlich in der Geographical Research Association aufgegangen ist. [1]

Abb. 2 Die Front-Covers der italienischen (links) und US-amerikanischen Ausgaben des Atlantis-Buches von Diego Marin et al.

Im Jahr 2010 veröffentlichten Marin, Minella und Schievenin gemeinsam ihr Buch "Atlantidi - I tre diluvi che hanno cancellato la civiltà" [2] (Atlantiden: Die drei Sintfluten, welche die Zivilisation zerstörten), das 2013 auch in englischer Sprache mit dem Titel "The Three Ages of Atlantis" [3] erschien. In diesem neo-katastrophistischen Werk mit polydisziplinärem Ansatz nehmen Marin und seine Koautoren eine vergleichende Beschau der Mythen alter Kulturen vor, die Hinweise auf prähistorische Großkatastrophen (Kataklysmen) liefern.

Im Abgleich mit historischen Informationen und archäologischen Funden sowie unter Einbeziehung klimatologischer und ozeanographischer Daten swowie linguistischer Erkenntnisse gelangen Marin et al. zu dem Ergebnis, dass während der jüngsten 20.000 Jahre bereits drei prähistorische Hochkulturen (Atlantiden) existierten, die unter katastrophischen Umständen vernichtet wurden. Das urspüngliche Atlantis, das einst im Bereich der heutigen Antarktis gelegen habe, sei vor ca. 15.000 Jahren einer Verschiebung der Erdachse zum Opfer gefallen. Weitere Kataklysmen, die 'atlantidische' Folgekulturen vernichteten, sollen sich vor etwa 11.600 und 8.700 Jahren ereignet haben. Die Gründungs-Mythen der bekannten frühen Hochkulturen sollen laut Marin, Minella und Schievenin anzeigen, dass sie alle Teil der selben Atlantis-'Diaspora' gewesen seien.

Das Buch enthält zudem zwei Änhänge, die seinen kontroversen Charakter zusätzlich betonen. Im Appendix A stellen die Autoren die - an Gunnar Heinsohns Thesen [4] erinnernde - Behauptung auf, dass die sumerische Sprache ein Kunstprodukt sei, das von akkadischen Priestern für liturgische Zwecke erfunden wurde. Die Zivilisation der Sumerer habe somit gar nicht existiert. In Appendix B wird ausführlich auf die 'Readings' des Geistheilers Edgar Cayce (1877-1945) Bezug genommen, die allerdings als Quelle für eine wissenschaftlich - zumindest jedenfalls populärwissenschaftlich - gehaltene Publikation wenig geeignet erscheinen. [5]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

Bild-Quellen:

1) Isidrago bei Wikimedia Commons, unter: File:Diego Marin.jpg
2) Bild-Archiv Atlantisforschung.de