Wissenschaftler mussten Suche nach karibischem Atlantis unterbrechen

Abb. 1 Die in Kanada lebende Meeresforscherin Paulina Zelitsky musste am 6.11.2004 den Abbruch ihrer Expedition vor der Küste Kubas mitteilen.

(red) Der folgende Beitrag stammt ursprünglich aus der kubanischen Zeitschrift GRANMA, wo (unter Hinweis auf DPA) Bezug auf eine Meldung des mexikanischen Blattes Millennium (Mexico City, 6. November 2004) genommen wurde. Wir haben ihn bei Ooparts entdeckt und nach der dortigen, englischsprachigen Fassung ins Deutsche übersetzt:

"Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die nach einem hypothetischen >Maya Atlantis< sucht, entdeckte in karibischen Gewässern eine Pyramide von 35 Metern [Höhe], musste die Mission jedoch aufgrund technischer Probleme unterbrechen, wie die mexikanische Zeitschrift Millenium heute berichtet. Nach 25 Tagen Arbeit auf See, nahe dem Südwest-Zipfel von Kuba, mussten die Untersuchungen in mehr als 500 m Tiefe aufgrund von Problemen mit dem Mini-U-Boot Deep Worker aufgegeben werden, informiert die Agentur DPA.

Der russischen [richtig: aus Polen stammenden; d. Red.] Wissenschaftlerin Paulina Zelitsky (Abb. 1) zufolge, welche die Mission leitet, wird im April oder Mai ein neuer Versuch unternommen werden, da Befunde vorliegen sollen, die Grund zu der Annahme geben, dass in diesem Gebiet eine prä-hispanische Ansiedlung existierte, welche in der Vergangenheit bei einer Art Kataklysmus untergegangen ist.

Bisher sei es, wie sich bereits zuvor angedeutet habe, möglich gewesen, die Existenz einer Pyramide von 35 Metern Höhe und >unnatürliche Formationen< aus Stein zu bestätigen. Ferner sei es dem Team gelungen, einen behauenen Stein zu bergen, möglicherweise der Teil einer anderen Pyramide.

Die Mission hatte am 7. Oktober dieses Jahres [2004; d.Ü.] mit einem internationalen Wissenschaftler-Team [an Bord] im mexikanischen Hafen von Progress, im Osten der Halbinsel Yucatan, den Anker gelichtet. [Es gab] Vorab-Berichte von Zelitsky, die erklärte, dass sie ihre Anmerkungen und Ergebnisse detaillierter in einen Exclusiv-Artikel für den National Geographic präsentieren wird.

Während der 25tägigen Expedition wurden zusätzliche Funde gemacht. Darunter waren Gesteinsproben mit tierischen Fossilien, Rückstände von vulkanischem Sand und ein Bakterium, das für Impfstoffe verwendet werden kann, und das in seiner Wirkung Mikroorganismen ähnelt, die bisher nur in mehr als 3000 Metern Tiefe gefunden wurden.

Die Mission schlug aufgrund technischer Probleme mit dem U-Boot und Fehlern im Beleuchtungssystem fehl, das >sechs mal schwächer als erwartet war<, wie die Wissenschaftlerin sagte. >Weil das Gerät nicht bewegt werden konnte, nahm es nur Fotographien der Pyramide aus einer Distanz von einem bis drei Metern auf, war aber nicht in der Lage Fotos aus einer Distanz von jenen Strukturen zu machen, aus welcher man das Gebäude hätte perspektivisch betrachten können<, erklärte sie. >Wir hatten lediglich die Möglichkeit, oberflächliche Tauchgänge durchzuführen. Mangels gut geeignetem Equipment waren wir nicht in der Lage, das herausholen, was wir erwartet hatten<, sagte sie, >welhalb wir beim nächsten Versuch ein robotisches, unbemanntes U-Boot einsetzen werden<." [1]


Anmerkungen und Quellen

  1. Quelle: GRANMA (Mexico City, 6. November 2004); nach Ooparts, unter: Scientists Interrupt Search for the “Mayan Atlantis" in the Caribbean


Bild-Quelle

(1) ebd.