Alexander Knörr: Hagar Qim: Auf den Spuren eines versunkenen Kontinentes

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Rätsel um die Insel Malta

eine Rezension von Roland M. Horn

Abb. 1 Alexander Knörr: Hagar Qim: Auf den Spuren eines versunkenen Kontinentes - Rätsel um die Insel Malta; Mit einem Vorwort von Hartwig Hausdorf. Ancient Mail Verlag, Groß-Gerau, Mai 2009, ISBN: 978-3-935910-46-0, Preis: € 19,50, 291 Seiten, Paperback, 140 s/w-Abb.

Der Autor besuchte mehrere Male die Insel Malta, um seltsame Formationen dort zu untersuchen und zu fotografieren.

Die ersten Strukturen, mit denen sich der Autor beschäftigt, sind die sogenannten Cart Ruts (jeweils zwei parallel verlaufende Eindruckspuren im Boden, die sich als Furchen durch die Landschaft ziehen - teilweise schnurgerade verlaufend), die traditionell als Karrenspuren gedeutet werden. Knörr fragt sich, wie alt diese auch als „Cart Tracks“ benannten Spuren sind und gelangt zu der Ansicht, dass sie deutlich älter sind als die ihnen von offizieller Seite her zugestandenen 4000 Jahre. An manchen Stellen sind die Cart Ruts tiefer, an anderen flacher. Manchmal sind die Abstände der parallel verlaufenden Furchen schmaler oder breiter als an anderen Stellen. Diese Spuren verlaufen im Übrigen nicht nur auf Malta, sondern auch auf der Nachbarinsel Gozo, und manche der Cart Ruts scheinen direkt ins Meer zu verlaufen. Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren kommt Knörr zu dem Schluss, dass diese Cart Ruts mindestens 9000 Jahre alt sein müssen. Er beschreibt verschiedene Entstehungstheorien und führt an, was gegen sie spricht. Letztlich kommt er zu der Ansicht, dass eine ältere, bislang unbekannte, Kultur die Cart Ruts angelegt haben. Wären es tatsächlich „Karrenspuren“, hätte man auch Eindrücke durch die Zugtiere sehen müssen. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Ein weiteres Rätsel sind Geländeformationen bei Ghar il Khabir, wo man eine Art Risse im Gestein erkennen konnte, deren Linienführung so geradlinig ist, „als hätte man, dieses Stück Felsen mit einem riesigen Werkzeug bearbeitet.“ ‚Dies könne aber nur ein Riese vollbracht haben, und tatsächlich gibt es auf Gozo Legenden von Riesen.

Knörr nimmt den Leser zu einem Abstecher zu nach Bosnien mit, um über die dortigen umstrittenen Pyramidenfunde zu berichten und fragt sich, ob diese nicht die Reste einer untergegangenen Hochkultur sein könnten, vergleicht sie mit Pyramiden in den USA und China und spricht die Frage nach Grabpyramiden in Griechenland an.

Weiter kommt der Autor auf Verbindungen zu Ägypten und die Sintflut zu sprechen. Er findet die Cart Ruts nicht nur auf Malta und Gozo und zeigt ein Foto einer Cart Rut in Syrakus bei Sizilien und erkennt schließlich, dass diese merkwürdigen Karrenspuren sich auch durch Europa ziehen.

Der Autor kommt auch die Tempel in Malta und merkwürdige Kompassreaktionen zu sprechen. Er bringt Argumente dafür vor, dass die Tempel über 12.000 Jahre alt sind und spricht auch von weiteren Anlagen auf Malta, wie „Tankanlagen“, die ebenfalls für eine ältere Hochkultur sprechen würden.

Knörrs Idee ist es, dass Atlantis auf dem Grund des heutigen Mittelmeeres zu finden ist und eine Kultur war, die durch ein Katastrophe zerstört wurde, als beispielweise ein Einschlagkörper vor Cadiz die Straße von Gibraltar öffnete, so dass massenhaft ungeheure Wassermengen ins heutige Mittelmeer eindrangen und weist auf Spuren für eine derartige Katastrophe hin.

Die Cart Ruts sind für Knörr Hinweise um ein Fahrzeugsystem dieser alten technisch hochentwickelten und verlorenen Kultur.

Die Fülle an Informationen und die gar nicht mal so unplausiblen Schlüsse, die Knörr zieht, zeichnen dieses Buch aus. Es sollte Pflichtlektüre für alle sein, die sich für die ferne Vergangenheit der Erde interessieren.