Colin Wilson

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Der britische Forscher und Schriftsteller Colin Wilson (1931-2013)

(red) Der Ausnahme-Schriftsteller und Privatgelehrte Colin Wilson wurde am 26. Juni 1931 im englischen Leicester als Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Schon mit zehn Jahren faszinierten ihn die phantastische Literatur, aber auch die Wissenschaften. Lesen war bereits für den jungen Colin mehr als ein interessanter Zeitvertreib, sondern das geeignete Mittel, um seinen grenzenlosen Wissensdurst zu stillen. Nachdem ihn seine erste Freundin wegen seines besten Freundes verlassen hatte, verfaßte er mit 13 Jahren sein erstes "Buch", um seinen Liebeskummer zu überwinden.

Nachdem er im Alter von 16 Jahren die Schule verlassen hatte, schlug sich C. Wilson zunächts mit diversen Jobs durchs Leben, von denen keiner ihn inellektuell befriedigte, oder seinen Neigungen entsprach. Nach einer kurzen, gescheiterten Ehe lernte er Anfang der 50er Jahre seine Lebensgefährtin Joy Stewart kennen, mit der er seit 1953 zusammenlebt. 1956 erschien sein erstes Buch "The Outsider [in Literature]", das von der Kritik anfangs hoch gelobt wurde, sowohl in England als auch in Amerika ein Bestseller wurde und in etwa einem Dutzend Übersetzungen in die Welt ging. Obwohl er und Joy nun zum ersten Mal finanzielle Unabhängigkeit genossen, löste der enorme Presserummel um seine Person bei Colin Wilson eher gemischte Gefühle aus. "Mein 'Erfolg' war an sich ein absurdes Paradoxon", schrieb er später dazu, "Ich wurde dafür belohnt, dass ich der Gesellschaft erklärte, wie sehr ich sie verabscheute."

Wilson musste erkennen, dass die Journalisten und Rezensenten offenbar nichts von dem verstanden hatten, was er schrieb, sondern ihn offenbar als eine Art "Freak" betrachten. Ohnehin hatten die eine Zeit lang bejubelten "zornigen jungen Männer" der angelsächsischen Literatur, zu denen Wilson gerechnet wurde, wenig später für die Meinungsmacher ausgedient. Der junge Autor und sein Buch "The Outsider" wurden nun ebenso vehement verrissen wie man sie zuvor bejubelt hatte. Colin Wilson sah sich zunehmend im Visier der Regenbogenpresse und ihrer Klatsch-Spalten, sodass er schließlich aus seinem damaligen Lebensmittelpunkt London aufs Land zog. Das Wohlwollen der Literaturkritiker blieb ihm nun lange Jahre verwehrt. Freundlicher wurden die Kritiken erst Anfang der 70er Jahre, nachdem ein weiterer Erfolgstitel von ihm, "The Occult" (1971), erschienen war. Zu dieser Zeit war Wilson bereits ein arrivierter Autor mit einer festen Lesergemeinde. Sogar eine Colin Wilson Society war in London gegründet worden.

Seit dieser Zeit hat der Autor etwa hundert Bücher (Sachbücher und Romane) und eine kaum zu überblickende Menge von Artikeln veröffentlicht. In einem Großteil seiner Werke widmet er sich schwerpunktmäßig der Philosophie, der Literaturkritik, fiktiven Welten und dem Okkulten. Durch all diese literarischen Aktivitäten ziehen sich, wie ein 'Roter Faden' das konzeptionelle Motiv des 'Außenseiters' und die von ihm postulierte Philosophie des 'Neuen Existenzialismus'.

In den 90er Jahren wandte sich Colin Wilson auch alternativ-historischen Themen zu. So erschien 1996 "From Atlantis to the Sphinx", in dem er sich mit den mysteriösen Ursprüngen und Vorläufern der alten Hochkulturen auseinandersetzt. In "Alien Dawn" befaßte er sich 1999 mit Paläo-SETI und okkulten Fragen. Seine gemeinsam mit dem Atlantologen Rand Flem-Ath, Co-Autor von "Atlantis - der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis" verfasste, zweite Arbeit zu vergessenen Hochkulturen der Urzeit erschien 2000 unter dem Titel "The Atlantis Blueprint".

Colin Wilson verstarb am 5. Dez. 2013.


Gast-Beiträge bei Atlantisforschung.de

Über Atlantis (Colin und Damon Wilson)

Das Atlantis der Neandertaler (Colin Wilson)


Literaturhinweise

Wilson Atlantis 1.jpg

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Publikationsliste

Verzeichnis der Buchveröffentlichungen von Colin Wilson (1956-2009)


Anmerkungen und Quellen

Dieses Autorenportrait basiert auf den Angaben aus der Offizielle(n) Colin Wilson-Homepage, vormals online unter: http://www-personal.umich.edu/~jbmorgan/cwilson.html - Sie wird heute nicht mehr von Colin Wilson betrieben, ist jedoch dank Wayback Machine weiter zugänglich.