Über Atlantis

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von unserem Gastautor Colin Wilson und Damon Wilson

Abb. 1 Atlantis, das größte Mysterium der Geschichte. Ihm und seiner modernen Rezeption gehen Colin und Damon Wilson in diesem Beitrag nach.

Atlantis hat man als größtes aller historischen Rätsel beschrieben. Plato, der um 350 v. Chr. darüber schrieb, war der erste, der über diese große Insel im Atlantischen Ozean berichtete, welche "innerhalb eines Tages und einer Nacht" verschwunden sei, und von den Wogen des Atlantik verschlungen wurde.

Platos Bericht in den beiden Dialogen Timaeus und Critias weist die fesselnde Qualität guter Science Fiction auf. Die Story wird dem Poeten und Historiker Kritias in den Mund gelegt, welcher berichtet, wie Solon, der berühmte Athener Gesetzgeber, um etwa 590 v. Chr., nach Sais in Ägypten reiste und dort die Geschichte über Atlantis von einem ägyptischen Priester hörte. Diesem Priester zufolge, war Atlantis bereits eine große Zivilisation, als Athen etwa 9600 v. Chr. gegründet worden sei. Es sei damals "eine Großmacht" gewesen, "die übermütig gegen ganz Europa und Asien losgezogen sei, und welcher eure Stadt Athen ein Ende bereitet habe." Atlantis, sagte der Priester, befand sich "jenseits der Säulen des Herkules" (der Straße von Gibraltar) und war größer als Libyen und Asien zusammengenommen. Es war "ein großes und herrliches Reich", welches Libyen und Europa bis hin nach Tyrrhenien (Etrurien in Mittel-Italien) erobert hatte. Von seinen Alliierten im Stich gelassen, kämpften die Athener alleine gegen Atlantis, und besiegten es schließlich. Dann aber vernichteten heftige Überflutungen und Erdbeben sowohl die Athener als auch die Atlanter, und Atlantis versank während eines einzigen Tages und einer Nacht unter den Wellen.

Abb. 2 Platon hat seinen Atlantisbericht nie zu ende gebracht, was die gesamte Geschichte noch ein wenig rätselhafter macht.

Im zweiten Dialog, dem Critias, gibt Plato (Abb. 2) weitaus detaillierter Informationen über die Geschichte und Geographie des verschollenen Kontinents. Er erzählt, wie Poseidon (Neptun), der Meeresgott, das Volk der Atlanter begründete, indem er zehn Kinder mit einer sterblichen Maid, Kleito, zeugte, welche er auf einem Hügel festhielt, der von Kanälen umgeben war. Die Atlantier waren große Ingenieure und Architekten, die Paläste, Häfen, Tempel und Docks erbauten; ihre Hauptstadt wurde auf dem Hügel errichtet, der von konzentrischen Streifen von Land und Wasser umgeben war, welche durch immense Durchstiche miteinander verbunden waren, groß genug, dass ein Schiff durch sie hindurch fahren konnte. Die Stadt hatte einen Durchmesser von etwa elf Meilen. Ein gewaltiger Kanal, 300 Fuß breit und 100 Fuß tief, verband den äußersten dieser Wasser-Ringe mit dem Meer. Hinter der Stadt befand sich eine Ebene von 230 mal 340 Meilen, und auf ihr bauten Farmer den Bedarf an Nahrungsmitteln der Stadt an. Jenseits der Ebene gab es Berge mit vielen wohlhabenden Dorfbewohnern und mit fruchtbaren Matten sowie mit reichhaltigem Tierbestand. Plato äußert sich äußerst detailliert über die Stadt, was entweder nahelegt, dass er die Geschichte in ganzer Länge mitgeteilt bekam, oder dass er über die Talente eines Romanautors verfügte. Dieser ausgedehnte Bericht über die prunkvollen Gebäude mit heißen und kalten Brunnen, kommunale Speisesäle und steinerne Mauern, die mit wertvollen Metallen überzogen waren, hat seit mehr als zweitausend Jahren Generationen von Lesern fasziniert.

Doch schließlich, sagt Kritias, begannen die Atlantier die Weisheit und Tugend zu verlieren, welche sie von der Gottheit geerbt hatten, und sie wurden habgierig, korrupt und tyrannisch. Da beschloss Zeus, ihnen eine Lektion zu erteilen. So rief er alle Götter zusammen...

Und hier bricht Platos Erzählung frustrierender Weise ab. Er hat den Critias nie vervollständigt, oder den dritten Dialog geschrieben, welcher die Trilogie Hermokrates vervollständigt hätte. Aber vermutlich dürfen wir annehmen, dass die letztendliche Bestrafung der Atlanter in der Zerstörung ihres Kontinents bestand.

Abb. 3 Viele der späteren Kommentatoren nahmen an, es habe sich bei Atlantis lediglich um ein von Platon erfundenes "Fabelreich" gehandelt.

Viele spätere Gelehrte und Kommentatoren nahmen an, dass Atlantis ein Mythos sei, oder dass Plato es als politische Allegorie gemeint habe: sogar über Platos Schüler Aristoteles ist verzeichnet, er habe nicht daran geglaubt, aber dies erscheint kaum wahrscheinlich. Der Timaeus, der Dialog, in welchem er [Platon; d.Ü.] die Geschichte zu erzählen beginnt, ist eines seiner ambitioniertesten Werke; sein Übersetzer Jowett nannte es "die großartigste Leistung menschlichen Geistes, die Welt als Ganzes zu verstehen, welche das Genie des Altertums uns hinterlassen hat." Somit erscheint es unwahrscheinlich, dass Plato sich dafür entschied, mitten hinein ein Märchen zu packen; wahrscheinlicher ist, dass er die Geschichte für zukünftige Generationen erhalten wollte.

Über mehr als zwei Jahrtausende hinweg blieb der Bericht über Atlantis lediglich eine interessante Kuriosität. Doch im späten neunzehnten Jahrhundert ließ sich ein amerikanischer Kongressabgeordneter namens Ignatius Donnelly von ihm faszinieren, und das Ergebnis war ein Buch mit dem Titel Atlantis, the Antediluvian World (1882), das ein Bestseller wurde, und seither immer wieder neu aufgelegt wird. Selbst ein Jahrhundert später lässt sich dieses Buch überraschend gut lesen und erscheint up to date. Donnelly fragt, ob es möglich sei, dass Plato über eine reale Katastrophe berichtet habe, und kommt zu dem Ergebnis, dass dies der Fall sei. Er hebt hervor, dass auch heutige Erdbeben und Vulkanausbrüche furchtbare Schäden verursacht haben, und dass es Hinweise darauf gebe, Australien sei nur der sichtbare Teil eines Kontinents, welcher sich von Afrika bis zum Pazifik erstreckt habe, und den Wissenschaftler als Lemuria bezeichnet haben. (Lemuria erhielt seinen Namen von dem Zoologen P.L. Sclater, dem auffiel, dass Lemuren von Afrika bis hin nach Madagaskar existieren, und daraus den Schluss zog, einst habe es eine große Landmasse gegeben, welche die beiden miteinander verband.)

Abb. 4 Ignatius Donnelly sorgte 1882 mit seinem großen Werk 'Atlantis, the Antediluvian World' dafür, dass Atlantis seither 'in aller Munde' geblieben ist.

Donnelly studierte zudem Sintflutlegenden von Ägypten bis Mexiko, zeigte ihre Ähnlichkeiten auf, und machte auf alle möglichen Gemeinsamkeiten aufmerksam, die zwischen Artefakten zu beiden Seiten des Atlantik gibt. Er merkte an, dass es den Mittelatlantischen Rücken gebe, und dass die Azoren die Bergspitzen einer großen versunkenen Insel zu sein scheinen. Donnellys Kenntnisse der Geologie, Geographie, Kulturgeschichte und Linguistik erscheinen enzyklopädisch. Der britische Premierminister Gladstone war von dem Buch so beeindruckt, dass er das Kabinett davon zu überzeugen suchte, Gelder bereit zu stellen, um ein Schiff zur Suche nach den Umrissen von Atlantis auszusenden. (Er blieb damit erfolglos.)

Siebzig Jahre später kommentierte der amerikanische Schriftsteller L. Sprague de Camp in seinem Buch Lost Continents diese beeindruckende Theorie folgendermaßen: "Die meisten von Donnellys Tatsachenbehauptungen waren, um der Wahrheit die Ehre zu geben, entweder schon unrichtig als er sie machte, oder sind durch zwischenzeitliche Entdeckungen widerlegt worden." Und er fährt fort: "Es ist nicht wahr, dass, wie er behauptet, die peruanischen Indianer über ein Schrift-System verfügten, dass die in der Neuen Welt beheimatete Baumwollpflanze und diejenige in der Alten Welt zur selben Spezies gehören, dass die ägyptische Zivilisation plötzlich entstand, oder dass Hannibal bei seinen militärischen Operationen Schießpulver verwendete..." De Camp demonstriert, dass Donnellys Gelehrtentum nicht so zuverlässig ist, wie es den Anschein hat; doch es bleibt in diesem 490-seitigen Buch eine ganze Menge übrig, was er unangefochten lässt. [1]

Abb. 5 Helena Petrovna Blavatsky, die 'Urahnin' der esoterischen Atlantis-Rezeption, auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1887

Fünf Jahre vor der Veröffentlichung von Donnellys Buch wurde das Thema Atlantis bereits in einem immensen zweibändigen Werk mit dem Titel Isis Unveiled von der russischen Okkultistin Helena Blavatsky angeschnitten, die seine fünfzehnhundert Seiten mit einer Geschwindigkeit hervorgesprudelt [orig: "dashed off"; d. Ü.], die Automatisches Schreiben nahelegt. Doch ihre Kommentare zu Atlantis beschränken sich auf eine einzige Seite im ersten Band (S. 593), wo sie erklärt, dass die Bewohner von Atlantis die vierte Rasse ["Wurzelrasse"; d. Red.] auf Erden waren, und dass es sich bei ihnen allen um natürliche "Medien" handelte. Da es seine Kenntnisse ohne jede Anstrengung erlangt hatte, wurde dieses Volk zu einer leichten Beute für "den großen und unsichtbaren Drachen", König Thevetat, der es korrumpierte, so dass es zu "einer Nation von verruchten Magiern" wurde. Sie begannen einen Krieg, der mit dem Untergang von Atlantis endete...

Nach einer niederschmetternden Bloßstellung, die sie als Betrügerin abgestempelt hatte [2], kehrte Blavatsky [aus Indien; d. Ü.] nach London zurück und starb dort 1891, im Alter von sechzig Jahren, an der Bright’schen Krankheit. Sie hinterließ ein Manuskript, das noch umfangreicher und verwirrender als Isis Unveiled war, ein Buch, das The Secret Doctrine genannt wurde. Es handelt sich dabei um einen Kommentar zu einem mystischen Werk namens The Book of Dzyan, angeblich auf Atlantis in einer Sprache namens Senzar geschrieben, und es erklärt, die Menschen seien nicht die erste intelligente Rasse auf der Erde. Madame Blavatsky folgend, ist alles Wissen der Vergangenheit in einer Art psychischem Äther mit Namen Akasa festgehalten, und dieses Wissen heißt Akasa (alternativ: Akasha) Chronik. Sie behauptet zudem, dass Überlebende von Atlantis Ägypten besiedelt und vor etwa hunderttausend Jahren die Pyramiden errichtet hätten.

Abb. 6 Die Vulkaninsel Thera (Santorin) auf einer Karte von 1848. Spyridon Marinatos und Angelos Galanopulos brachten sie mit Platons Atlantis in Verbindung.

Eine weitaus glaubwürdigere Theorie zu Atlantis wurde in den späten 1960ern von einem griechischen Archäologen, Angelos Galanopoulos, vorgelegt, basierend auf den Entdeckungen von Spyridon Marinatos auf der Insel Santorin oder Thera (Abb. 6) im Mittelmeer. Um das Jahr 1500 v. Chr. herum zerriss ein furchtbarer Vulkanausbruch Santorin, und zerstörte vermutlich einen Großteil der Zivilisation der griechischen Inseln, der Küstenregionen des östlichen Griechenland, und des nördlichen Kreta. Dies, so legt Galanopoulos nahe, sei die Katastrophe gewesen, die Atlantis zerstörte. Aber was ist mit der falschen Datierung? Die Zerstörung von Santorin fand gerade einmal neunhundert Jahre vor Solon statt, nicht neuntausend. Dies ist der zentrale strittige Punkt - Galanopoulos glaubt, dass ein Schreiber versehentlich alle Zahlenangaben [im ägyptischen Originalbericht; d. Ü.] mit zehn multiplizierte. Er hebt hervor, dass alle Zahlenangaben Platos viel zu groß erscheinen.

Der 10.000 Stadien (1150 Meilen) lange Kanal um die Ebene herum würde das moderne London um mehr als das Zwanzigfache umspannen. Die Breite und Tiefe der 300 Fuß breiten und 100 Fuß tiefen Kanäle erscheint [ihm; d. Ü.] absurd; wären 30 Fuß und 10 Fuß nicht viel wahrscheinlicher? Bezüglich der Ebene hinter der Stadt seien 23 mal 34 Meilen eine weitaus vernünftiger Größe als 230 mal 340 Meilen. Wenn man alle Zahlenangaben Platos auf diese Weise reduziert, dann beginnt Santorin sich schon eher nach Atlantis anzuhören, wobei Galanopoulos annimmt, dass die atlantidische Zivilisation sich über den gesamten Mittelmeer-Raum erstreckt habe, und dass Kreta selbst vermutlich die Königsstadt war. Und wie könnte ein solcher Irrtum aufgekommen sein? Galanopoulos glaubt, dass der griechische Kopist das ägyptische Symbol für 100 - ein geringeltes Seil [orig.: "coiled rope"; d. Ü.] - mit dem Symbol für 1000 - eine Lotusblüte - verwechselt habe. [3]

Es gibt nur einen größeren Einwand gegen diese Theorie: Plato erklärt eindeutig, dass Atlantis jenseits der Säulen des Herkules lag. Galanopoulos argumentiert, dass Herkules die meisten seiner Aufgaben auf dem Peloponnese löste, und dass die Säulen des Herkules gut auf die beiden Vorgebirge im äußersten Süden Griechenlands, Kap Matapan und Kap Malea. Doch Plato sagt deutlich: "Sie [die Atlantier] kontrollierten ... das Land innerhalb der Säulen bis hin nach Ägypten und Tyrrhenien." Und keine noch so revisionistische Geographie kann Ägypten und Etrurien in die Vorgebirge Griechenlands verschieben. Somit muss eine weitere faszinierende Theorie widerstrebend aufgegeben werden.

Abb. 7 Die von Dr. J. Manson Valentine bekannt gemachte 'Bimini Road' gehört zu den mit einiger Sicherheit umstrittensten Objekten alternativer Vergangenheitsforschung. Ist sie möglicherweise ein Relikt von Atlantis?

Nach Edgar Cayce erstreckte Atlantis sich von der Sargasso-See bis zu den Azoren, und hatte in etwa die Größe von Europa. Es habe zwei Perioden der Zerstörung erlebt, und während der ersten sei sein Festland in zwei einzelne Inseln zerteilt worden. Der finale Untergang ereignete sich, wie von Plato berichtet, etwa 10.000 v. Chr., und die letzte Stelle, die versank, habe in der Nähe der Bahamas gelegen. Er behauptete, es existieren noch an drei Stellen auf der Welt Archive mit Informationen über Atlantis, eines davon in Ägypten. Im Juni 1940 sagte Cayce voraus, dass eine Poseidia genannte Insel wieder auftauchen würde: "erwartet es um ‘68 oder ‘69." Ereignen würde sich dies im Gebiet der Bahamas.

Im Frühjahr 1969 nahm ein Fremdenführer [orig.: "fishing guide"; d. Ü.] mit Namen Bonefish Sam den Archäologen [4] Dr. J. Manson Valentine mit, um ihm eine Reihe rechteckiger Steine zu zeigen, die in einer Tiefe von zwanzig Fuß im Norden von Bimini, Bahamas, liegen. Valentine war fasziniert davon, dort zwei parallele Steinreihen von etwa 2000 Fuß Länge vorzufinden. Sie wurden bekannt unter dem Namen Bimini Road. Wissenschaftler winkten jedoch von Anfang an ab. John Hall, ein Archäologie-Professor aus Miami, erklärte, es handele sich bei ihnen um natürliche Formationen; John Gifford, ein Meeresbiologe, meinte, dass es, sofern die Steine durch "geologische Belastung" [orig.: "geological stress"; d. Ü.] entstanden seien, weitaus mehr von ihnen über ein größeres Gebiet verteilt sein müssten. Er schlussfolgerte, dass "keine der Evidenzen einen Eingriff durch Menschen beweiskräftig widerlege." Einer der Forscher, David Zink schrieb ein Buch mit dem Titel The Stones of Atlantis, und hegte keinen Zweifel daran, dass einige der Steine Menschenwerk waren. Tatsächlich handelte es sich bei einem Objekt um einen Kopf aus Stein. Doch selbst wenn sich beweisen ließe, dass die Bimini Road Teil einer Tempelanlage gewesen ist, so würde dies noch immer nicht beweisen, dass sie vor mehr als zehntausend Jahren erbaut worden ist; sie könnte auch das Produkt einer weitaus jüngeren Kultur sein.


Anmerkungen und Quellen

Wilson Unsolved.jpg
Dieser Beitrag von Colin Wilson und Damon Wilson erschien online zuerst in englischer Sprache unter dem Titel "Atlantis" bei Morgana´s Observatory (Original-Quelle: The Encyclopedia of Unsolved Mysteries). Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de (2010)

  1. Red. Anmerkung: Lyon Sprague de Camps Kritik an Donnelly ist ohnehin mit einiger Vorsicht zu 'genießen', wie auch seine gesamte Rezeption der Atlantisforschung, die er als ausgemachter Szientist in Bausch und Bogen zu diskreditieren trachtete, und in toto als "Atlantismus" abqualifizierte (vergl. dazu bei Atlantisforschung.de auch: Atlantologie-Kritik). Die von ihm an die Adresse Donnellys gerichteten Vorwürfe muss er sich übrigens heute auch selber machen lassen, denn so manches von dem, was er 1954 seinen LeserInnen gegenüber als gesicherten "Stand wissenschaftlicher Erkenntnis" darstellte, steht heute zur Disposition oder erscheint sogar substanzlos. So hielt er etwa, um nur ein Beispiel zu nennen, die Schrift-Tafeln von Glozel für Fälschungen. (Vergl. auch Anm. 2)
  2. Red. Anmerkung: Angeblich soll sie damals Briefe gefälscht haben, ein Vorwurf, den auch der bereits erwähnte L. Sprague de Camp 1954 in "Lost Continents" 'genüßlich' kolportiert hat, der aber seit 1984 definitiv als widerlegt zu betrachten ist. Siehe dazu: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Helena Petrovna Blavatsky, Abschnitt: Gründung der Theosophischen Gesellschaft, zweite Ehe und Aktivitäten in Indien (Stand: 03.03.2010)
  3. Red. Anmerkung: Einen solchen, von Galanopulos 'aus dem Hut gezauberten', "Kopisten" hat es allerdings überhaupt nicht gegeben. Platon selbst erklärt nämlich im Dialog Kritias (112e-113a), dass es Solon höchstpersönlich gewesen sei, der die Übertragungen aus den ägyptischen Schriften ins Griechische vorgenommen habe (Platon hebt dabei speziell auf die Namen ab). Eine ägyptische Text-Version des Atlantisberichts hat außer Solon offenbar nie ein anderer Hellene zu sehen bekommen. Aus atlantologischem Blickwinkel ist Galanopulos´ Argumentation somit unhaltbar und stellt einen unzulässigen Versuch dar, Widersprüche zwischen seinem Lokalisierungs-Modell und dem Atlantisbericht 'weg zu konstruieren'!
  4. Red. Anmerkung: Dr. J. Manson Valentine war 'Selfmade-Archäologe' und arbeitete im Hauptberuf als Meeresbiologe.


Bild-Quellen

(1) Unbekannte Bild-Quelle

(2) Wikimedia Commons, unter: File:Herma of Plato - 0042MC.jpg

(3) Unbekannte Bild-Quelle

(4) Wikimedia Commons, unter: File:Ignatius-Donnelly.jpg

(5) Wikimedia Commons, unter: File:H.P.Blavatsky 1887.jpg

(6) Wikimedia Commons, unter: File:Santorini1848.jpg

(7) ANCIENT ARCHAEOLOGY - A SCIENTIFIC SELECTION OF WEB INFORMATION ON ANCIENT UNDERWATER RUINS AND OTHER REMARKABLE FINDS, unter: Bimini Road