Die nächste Forscher-Generation auf Spurensuche bei Bimini

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Zurück nach Atlantis (Teil II)

von unserem Gastautor William Michael Donato (A.A., B.A., M.A.)

Abb. 1 Ein von Menschen bearbeiteter, rechteckiger Steinblock, welcher von William M. Donato im Gebiet der so genannten Moselle-Untiefe entdeckt wurde.

Ein ambitioniertes neues Forschungsprojekt, eine komplexe Untersuchung der vielen archäologischen Mysterien von Bimini, befindet sich derzeit [1997; d. Red.] im Planungs-Stadium. Unterstützt von der Law of One Research Corporation, einer in Massachusetts ansässige Stiftung, die sich der Nachfolge von Edgar Cayces Werk widmet, stellt das Projekt eine Fortsetzung von Project: Alta dar, das 1993 von The Atlantis Organization (TAO) begonnen wurde.

Die neuen Untersuchungen werden sich sowohl auf besonders wichtige Plätze als auch auf die Entdeckung von neuen Stätten konzentrieren. Der Schwerpunkt lag 1993 darauf, mit den Mitteln der Luftaufklärung und mit Side-Scan Sonar neue Stätten aufzuspüren, aber auch darin, den zoomorphischen (tierförmigen), Cobra-Mound genannten, Figuren-Mound zu untersuchen, der auf einer früheren Reise entdeckt worden war.

Mit Project: Alta wurde zum ersten Mal ein umfassendes Side-Scan Sonarprojekt unternommen, seit Dr. David Zink und Dr. Harold Edgerton ihres in den 1970ern durchgeführt hatten. Das ihre erbrachte die Entdeckung einer Anzahl von Anomalien, darunter rechtwinklige Formen und parallele Linien. Alta's Side-Scan zeigte große Spitzen, die vom Meeresboden empor wachsen, eine hexagonale Struktur, ein Gebiet mit multiplen rechtwinkligen Formen zusammen mit zwei konzentrischen Kreisen und parallelen Linien, eine Anzahl von Rechtecken sowie einen dreieckigen Sonar-Schatten mit einer Ausdehnung von etwa 150 Fuß in tiefem Wasser. Bei allen Zielen wurden die GPS-Daten genommen, so dass sie künftig wiedergefunden werden können. Aus der Luft wurden die Magnet-Koordinaten für eine große potentielle Fundstätte mehrere Meilen östlich von Bimini genommen.

Eine archäologische (vom Menschen bearbeitete) Seemuschel wurde auf dem Cobra-Mound entdeckt. Das Projekt wurde zum Teil in "Secrets of the Deep" dokumentiert: Die Jagd auf Atlantis im Discovery Channel. 1995 lief das Projekt weiter und führte zu einer Reihe signifikanter Aktionen, darunter die Erst-Erkundung des Sea Horse Mound und auch die Entdeckung eines Steins mit einem Grat oder einer 'Zunge', die an solche aus Ollaritaytambo in Peru erinnert.

Was sind die Ziele des neuen Projekts? Höchste Priorität genießt die Untersuchung der wichtigsten Side-Scan Ziele, die fotografiert und auf Video aufgenommen sowie kartographisch dokumentiert werden. Eine Suche aus der Luft soll dazu dienen, ein Unterwasser-Pentagon (zuvor aus der Luft fotografiert) wiederzuentdecken, das sich über viele Acres [1] erstreckt.

Sie wird zudem die Koordinaten der vielversprechenden Fundstätte östlich von Bimini erbringen, so dass sie betaucht werden kann. Koordinaten werden auch von verschiedenen Teilen einer Anzahl der zoomorphischen Figuren-Mounds genommen und in ein astro-archäologisches Computer-Programm eingespeist werden, um herauszufinden, ob es irgendwelche Übereinstimmungen gibt.

Wenn die finanziellen Mittel es zulassen, werden einige Strukturen vor der Insel Andros untersucht werden (Dr. Manson Valentine hatte eine Fotografie von etwas in diesem Gebiet, das wie konzentrische Stein-Kreise aussieht), und ebenso das Gebiet der Cay Sal Bank. Herbert Sawinski hat an zwei Stellen in dieser Gegend Strukturen von potentiell großer Signifikanz fotografiert und beschrieben. Die eine könnte tatsächlich ein Steinbruch sein, und und die andere besteht aus Steinen wie denjenigen der Bimini-Road, nur in viel besserem Zustand! [...]

BIMINI-FORSCHUNG ERBRINGT RESULTATE

Im Juli/August 1996 stellte die Law of One Research Corporation die finanziellen Mittel für ein Bimini-Forschungsprojekt bereit, das von Dr. Joan Hanley vom GAEA Project, Inc., und von Dr. Doug Richards vom Meridian Institute durchgeführt wurde. Beide sind Veteranen bei der Erforschung der Geheimnisse von Bimini. Dr. Hanley ist seit 1989 durch seine erfolgreichen "Quest for Atlantis"-Konferenzen bekannt und war an Arbeiten bezüglich der zoomorphischen Figuren-Mounds von Ost-Bimini beteiligt. Dr. Richards ist wohlbekannt für seine langjährige Tätigkeit als Forschungs-Direktor bei der A.R.E. in Virginia Beach. Er hatte lange mit verschiedenen Aspekten der Atlantisforschung zu tun (sowie mit anderen Cayce-bezogenen archälogischen Forschungen).

Er war in der beneidenswerten Position, als erster einen Blick auf eine Anzahl der ernsthaften und wissenschaftlichen Original-Reports einiger der ersten [Forscher] zu werfen, die mit Bimini zu tun hatten. Obwohl das nicht vielen bekannt ist, war er mit seiner gewissenhaften Arbeit hauptsächlich für die Entdeckung verantwortlich, dass es beträchtliche Diskrepanzen unter den verschiedenen offiziellen Karten von Bimini gibt, von denen einige buchstäblich Meilen abweichen - eine Entdeckung von beachtlichem Wert für Seeleute und Archäologen. Zudem war er zusammen mit Dr. Hanley am Bimini-Mounds-Projekt beteiligt.

Das Projekt von 1996 war der Nachfolger eines Side-Scan Projekts, das etwa drei Jahre zuvor durchgeführt wurde. Dies war seit der grundlegenden Arbeit von Dr. David Zink und Dr. Harold Edgerton in den späten 1970ern erst das zweite, bekannte wissenschaftliche Side-Scan Sonar-Projekt, das unternommen wurde, um mögliche Unterwasser-Fundstätten zu lokalisieren. Diese ursprüngliche Arbeit scheint sich auf das Areal westlich von Bimini konzentriert zu haben und erbrachte die Entdeckung einer Anzahl von sehr gleichartigen Konturen am Meeresgrund: zahlreiche rechtwinklige Formen und verschiedene parallele gerade Linien. Die nächste Side-Scan Sonaruntersuchung war Project Alta, das, gesponsert von The Atlantis Organization (TAO) im Frühjahr 1993 unternommen wurde. Zum Teil auch von Tao-Mitgliedern mitfinanziert, waren die Ergebnisse außergewöhnlich.

Das GAEA-Projekt folgte ein paar Monate später, mit einem wirksameren Side-Scan und sich gleichfalls stark ähnelnden Resultaten. Jeweils für sich genommen würde jedes davon indizieren, dass dort irgendetwas ist, doch zusammen genommen sind die Evidenzen noch weitaus überzeugender, besonders wenn wir bedenken, dass es sich um den selben Typ von Formen (rechtwinklige Konturen, parallele Linien, etc.) handelt, die immer wieder auftauchen. Alle lassen gelten, dass es dort jüngere Artefakte wie gesunkene Schiffe, Flugzeuge, Autos, und selbst ungewöhnlichere Dinge gibt. Bezeichnenderweise erinnern die Formen, die nicht jüngeren Datums sind, sehr stark an Überreste von Architektur.

Genau das ist es, was wir in einem Gebiet zu finden erwarten würden, das von einem seismischen Aufruhr geschüttelt und dann vom Meer bedeckt wurde. Die meisten kleinen Artefakte wären fortgespült worden. Man stelle sich vor, was von unserer Zivilisation übrig bleiben würde, wenn ein Eispanzer ganz Nordamerika bedecken oder falls Hawaii ein vulkanisches Desaster erfahren sollte, wie es sich am Krakatau ereignete!

Was waren nun die Ergebnisse dieses Nachfolgers der Original-Erkundungen des GAEA Projekts? Zum einen wurden Untersuchungen in tieferem Wasser ausgeführt. Viele Menschen sind sich nicht bewußt, dass die Meeresspiegel nicht gleich geblieben sind, sondern über die Zeitalter hinweg großmaßstäbliche Fluktuationen aufwiesen. Dies ist in erster Linie das Ergebnis von Gletscherschmelzen oder Gletscherbildungen (vulkanische und geotektonische Faktoren können ebenso involviert sein).

Der Meeresspiegel lag vor der letzten Eiszeit-Schmelze am Ende des Pleistozäns global mindestens 320 Fuß niedriger als er heute ist (die Prämissen des Films Water World könnten zum Teil wahr werden, wenn alle Gletscher und die Eiskappen schmelzen würden). Dies ist eine konservative Schätzung, wobei einige Wissenschaftler eher einen Wert von 600 Fuß annehmen. Die Wichtigkeit der Entdeckung von Ruinen in größeren Wassertiefen liegt darin, dass sie viel älter als solche in geringerer Tiefe sein müssen.

Wir müssen auch Absenkungen berücksichtigen, da es eine Subduktions-Zone (ein Areal, wo der Rand einer geotektonischen Platte unter eine andere gleitet, um geologisch recycelt zu werden) nahe den Bahamas gibt. Eine mögliche Ursache für ein tatsächliches Absinken in der Vergangenheit. Die folgenden Entdeckungen sind einem Bericht zum GAEA Projekt an die Law of One Research Corporation sowie einem Interview entnommen, das A. Robert Smith, Redakteur des Magazins 'Venture Inward' mit Dr. Hanley und Dr. Richards geführt hat. Das Side-Scan Sonar wurde etwa eine Meile vor den Biminis nahe dem Rand der Straße von Florida eingesetzt. Dies ist das Hauptgebiet des Golfstroms, der Ort, an dem nach Cayce eine geologische Untersuchung unternommen werden sollte, um Beweise für Atlantis zu finden.

Das Global Positioning System (GPS) wurde genutzt, um die Längen- und Breitengrad-Koordinaten festzuhalten. Dabei wurde entdeckt, dass es Positionierungs-Fehler der Bimini-Inseln von annähernd 500 Metern (mehr als 1500 Fuß) gibt. Drift-Tauchgänge (bei denen ein Taucher an einer Leine bis zu einer gewissen Tiefe hinabgelassen wird, während das Boot ihn eine bestimmte Strecke weit zieht) wurden in einer Tiefe von 45 Metern bei einem Versuch unternommen, Strukturen zu identifizieren, die das Side-Scan Sonar registriert hatte. Bei der Erkundung des Randes der Bahama-Banks nahe dem Steilhang zum wahren Ozean, stellte es sich heraus, dass die Kante vor Cat Cay allgemein geradlinig verläuft, mit einer Reihe von Absätzen vor einem vertikalen Sturz. Obwohl geometrische Muster auf dem Sonar erschienen, müssen sie jetzt erst noch untersucht werden.

An den Rändern der Bänke vor Süd-Bimini erschien jedenfalls eine gewellte Form mit Wellen von ungefähr 15 Metern Tiefe und mit Vorsprüngen von 10- bis 15 Metern, die gleichermaßen geologisch und vom Menschen gemacht sein können. Eine stellte sich als 'flatbed truck' heraus, während es sich bei einer anderen um einen exakt rechtwinkligen Einschnitt handelte, der unnatürlich aussah (aber erst noch erforscht werden muss). Regelmäßige Muster zeigten sich vor Süd-Bimini, und obwohl sich einige als Schiffswracks und anderer Abfall herausstellten (die Gegend ist dort als "der Schuttabladeplatz" bekannt), waren andere größer und von unbekannter Herkunft. Ein Tauchgang zu einem von ihnen enthüllte, dass es sich um ein rechtwinkliges Felsmuster handelte.

Die Suche nach Überresten einer Zivilisation, die vor annährend 12 000 Jahren in einer der größten Katastrophen der Legende oder Geschichte verging, zeitigt besondere Herausforderungen. Nach ihnen unter Wasser und in Mangrovensümpfen zu forschen macht die Suche ebenso schwierig wie gefährlich. Die meisten Leute, die sich dieser Aufgabe stellen, müssen mit Widerstand aus der (angeblichen) Scientific Community ebenso wie mit heftigen Ausfälligkeiten einiger Elemente in den Medien rechnen. Reich ist damit noch niemand geworden. Im Gegenteil! Die meisten haben einen substantiellen Teil ihres eigenen Geldes verloren. Es kostet etwa 3000 Dollar, um einen einzigen Tag mit einem Side-Scan Sonar arbeiten zu können. Bei einem guten Geschäft wird es dich vermutlich etwa $500 kosten, eine einstündige Begutachtung aus der Luft vorzunehmen. Irgendwelche Spezialausrüstung ist dabei natürlich nicht inbegriffen. Selbst simples Boden-Kontakt-Radar dürfte zwischen $2000 und $3000 für einen einzigen Tag kosten.

Seit den späten 1960ern haben es viele Einzelpersonen und Gruppen es als wichtig genug empfunden, sich an dieser Suche zu beteiligen: Dr. Manson Valentine, Dr. David Zink, Dimitri und Anna Rebikoff, MARS, SEAS' GAEA, Joy Travel, TAO und verschiedene andere. Für uns alle war es ein harter Kampf, aber er scheint sich gelohnt zu haben. Zu viele Anomalien sind zum Vorschein gekommen. Klar identifizierbare Artefakte offenbar hohen Alters, die von keiner bekannten Zivilisation stammen, aber Formen aufweisen, die verschiedene vermutete Früh-Zivilisationen gemeinsam haben, die man heute kennt. Mit mehr und mehr Unerklärlichem, das gefunden wird, verlagert sich das Gewicht der Evidenzen zu unseren Gunsten. Wenn wir Occam´s Prinzip anwenden (nach welchem die simpelste Theorie zur Lösung eines Problems vermutlich die richtige ist), dann erscheint als wahrscheinlichste Erklärung dieses Unbekannten, dass es sich dabei um die Überreste einer verlorenen Zivilisation handelt.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von William Donato © erschien erstmals 1997 im Law of One newsletter, und wurde dann US-Magazin ATLANTIS RISING (Nr. 14) veröffentlicht. Übersetzung ins Deutsche nach der Fassung „Back to Bimini“ bei ATLANTIS RISING, online unter: http://www.atlantisrising.com/issue14/ar14bimini.html (nicht mehr online - red. Anm.) durch atlantisforschung.de

Atlantis Rising.jpg
  1. Erklärung: Amerikanisches Flächenmaß; 1 Acre = 4046,8 cm²


Bild-Quelle

(1) Bildarchiv William M. Donato