Grundwasser auf Malta

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Auf Malta nach Atlantis reisen, Kap. 8

von Dr. Christiane Dittmann

Touristen verpritscheln im Urlaub immer jede Menge Wasser. Mehrmals am Tag Duschen, Schwimmen im Pool, Aquapark, Grünanlagen, vielleicht auch noch Golf – sonst fährt man nicht hin. Für einen Luxusgast wird in Spanien 1000 Liter Wasser pro Tag benötigt, für normale Urlauber die Hälfte. In Deutschland verbraucht jeder von uns durchschnittlich 130 Liter. Malta hat pro Jahr über eine Million Touristen und etwa 400 000 Einwohner. Das Wasser reicht schon lange nicht mehr, denn auch die Landwirte bewässern im ariden Sommer Felder und Gewächshäuser.

Geologisch betrachtet hat Malta zwei Grundwasserhorizonte:

Beim oberen Reservoir staut sich Regenwasser, das durch die Spalten des oberen Korallenkalks versickert auf der Schicht aus blauem Lehm. Die Quellen liegen also im Süden der Insel, teilweise in 200 Metern Höhe. Noch im 19. Jahrhundert wurde die gesamte Insel von dort aus mit Wasser versorgt, schon die Römer bauten Aquädukte und die Ruinen der Levada von 1615 sind noch kilometerlang erhalten. Traditionelle Häuser haben alle eine Zisterne, in die die Niederschläge von den Dachflächen abgeleitet werden.

Seit etwa 150 Jahren bohrt man auch das untere Reservior an. Es besteht aus versickertem Regenwasser, das in den Hohlräumen des Karstgesteins auf dem spezifisch schwereren, salzigen Meerwasser schwimmt. Heute arbeiten zur Bedarfsdeckung Meerwasser-Entsalzungsanlagen, die aber wegen des hohen Energieaufwands sehr teuer produzieren. Eine davon arbeitet in Ghar Lapsi. Außerdem laufen auch noch Tankschiffe mit Trinkwasser die Häfen an.


Fortsetzung: Cart Ruts (Kap. 9)