Auf Malta nach Atlantis reisen

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Tipps für Malta-Besucher, die neben Sonne, Meer und Strand das Besondere suchen

von unserer Gastautorin Dr. Christiane Dittmann

Redaktionelle Vorbemerkung: Bei diesem Beitrag von Frau Dr. Dittmann handelte es sich ursprünglich um Hintergrund-Informations- und Konzept-Material für eine Studienfahrt nach Malta. Die Autorin hat dieses Material auf unsere Bitte hin überarbeitet und daraus eine veritable Touristik-Information für Malta-Reisende gemacht, die sich insbesondere für die Vorgeschichte der Insel, ihre geheimnisvolle Uralt-Megalthkultur sowie für die von Frau Dr. Dittmann konstatierten Zusammenhänge der Geschichte dieser ureuropäischen Zivilisation mit Platons Atlantisbericht interessieren.

Darüber hinaus können an einem Besuch der Insel Interessierte hier auch nicht nur wesentliche Details zur jüngeren Geschichte Maltas und der politischen sowie ökonomischen und okologischen Situation der Malteser erfahren, sondern bekommen auch einige hilfreiche Verhaltens-Maßregeln (sparsamer Verbrauch von Wasser, Umgang mit kulturellen Eigentümlichkeiten der Bewohner) vermittelt.

Team Atlantisforschung


Inhaltsangabe

  • Programmvorschläge für die Tagesplanung


Programmvorschläge für die Tagesplanung

1. Tag:

Stadtbummel durch Valletta mit Besichtigung der St John's Kathedrale, des Archäologischen Museums, evl. noch des Großmeisterpalastes mit den "State Rooms". Danach Fahrt mit der "Löwenbräu"-Fähre von Valletta nach Sliema und anschließend Hafenrundfahrt mit Captain Morgan.


2. Tag:

Ausruhen, Baden in einzigartiger Landschaft. Fahrt mit dem Mietwagen über Rabat und Bahrija nach Fomm ir Rieh. Dort sieht man die verkippten Gesteinsschichten des Great Fault und kann auf einem abenteuerlichen Weg mit herrlicher Aussicht in die Bucht wandern, die zum Baden weniger geeignet ist. Die Fortsetzung des Wanderweges ist seit kurzem durch eine Privatvilla verbaut. Die Weiterfahrt empfiehlt sich durch das Bingemma Gap (Cart Ruts und Höhlenkirche) über den Ort Mgarr (Megalith-Tempel: Ta Hagrat und Skorba), vorbei an römischen Bädern nach Golden Sands, einem der schönsten Sandstrände, von denen es wenige gibt. Geübte Schwimmer sollten es sich nicht entgehen lassen, mit Charly's Speed Boat zur Blauen Lagune zu fahren, einem herrlichen Schorchelrevier.


3. Tag:

Vormittags in Rabat Besichtigung von Katakomben (St. Agathe mit frühchristlichen Wandmalereien und kleinem Museum sowie St. Paul) und der römischen Villa. Danach Rundgang durch Medina, Besuch der geologischen Abteilung des Naturkunde-Museums im Vilhena-Palast, Besichtigung der Kathedrale und des Museums.

Nachmittags Fahrt zu den Buskett-Gärten und Besichtigung der Cart-Ruts von Clapham-Junction, punischer Gräber und der Wohnhöhle Ghar il Kbir.


4. Tag:

Es ist sehr schwierig, Karten für die Besichtigung des Hypogäums zu bekommen, da pro Stunde nur zehn Besucher hinein dürfen und Reisegruppen lange vorbuchen. Man sollte es aber unbedingt probieren, auch wenn seit der Sanierung der Eindruck durch massive Metallstege stark beeinträchtigt ist.

In Verbindung mit diesem Ziel kann man zum Sandstrand von Birzebbuga (Zementwerk, Containerhafen) weiterfahren. Im Umkreis von nur 200 Metern befinden sich folgende Sehenswürdigkeiten: Steinzeithöhle Ghar Dalam mit den versteinerten Knochen von Elefanten und Nilpferden, teilweise überflutete Cart-Ruts und bronzezeitliche Vorratsgruben, ein kleiner Steinzeittempel und eine bronzezeitliche Wallanlage (Borg in Nadur).


5. Tag:

Für die Überfahrt nach Gozo wird ein Mietwagen empfohlen, um vom touristischen Einheitsprogramm unabhängig zu sein. Auf dem Weg zum Hafen kann man einen Abstecher zu Höhlenkirche in Mellieha machen, in der eindrucksvolle Votivbilder aus dem 18. und 19. Jahrhundert hängen.

Auf Gozo dann Fahrt zu den Tempeln von Ggantija, Stadtrundgang in Victoria mit Besichtigung der Kathedrale (perspektivisch gemalte Kuppel) und des Museums Casa Bondi (Figuren aus dem Xaghra-Steinkreis), falls die Zeit reicht, können weitere Museen besichtigt werden, die im Eintrittspreis eigeschlossen sind.

Am Nachmittag sollte man nach Dwejra, nicht nach Xlendi fahren. Dort besteht die Gelegenheit mit dem Fischerboot vom Inland-Sea durch eine Felsspalte aufs Meer durch das Blaue Fenster, das ist ein gigantisches Felsentor, zu fahren. Bei ruhigem Wasser können geübte Schwimmer zum Krokodile-Rock schnorcheln, und über einen senkrechten Felsabbruch in die unergründlich dunkelblaue Tiefe hinunterschauen.


6. Tag:

Dieser Programmpunkt ist ein Vergnügen für trittsichere, schwindelfreie Wanderer, gutes Schuhwerk erforderlich. Fahrt mit dem Linienbus zur Südküste nach Qrendi. Besichtigung der Megalith Tempel von Hagar Qim und Mnaidra. Abstieg durch den Maghlagh-Fault zur sehr schönen Badebucht von Ghar Lapsi. Hier sieht man die Spuren einer noch nicht so weit zurückliegenden Naturkatastrophe, denn die abgerochenen Felsen sind noch überhaupt nicht verwittert. Von Ghar Lapsi muss man sich mit dem Taxi abholen lassen bzw. etwa drei Kilometer nach Siggiewi oder Qrendi laufen.

Immer sonntags sind touristisch geprägte Wochenmärkte in Valletta und Marsaxlokk. In Valletta werden Antiquitäten angeboten. Sehenswürdigkeiten in Marsaxlokk sind der Hafen mit den Luzzis, bunten Booten, die aufgemalte Augen haben, sowie der Verkauf von vielen Fischarten und bäuerlichen Produkten, wie eingelegte Kapern und Honig.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag der Geographin Dr. Christiane Dittmann (© 2010) erscheint in der vorliegenden Form exklusiv bei Atlantisforschung.de.