Indizien für einen untergegangenen Kontinent

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Fossilien-Studium hat Wissenschafler zur Annahme geführt, dass er in der Karibik existierte

aus The Ocala Evening Star (1921)

Abb. 1 Der Artikel aus dem Ocala Evening Star vom 5. Januar 1921

Captain H.E. Anthony, assoziierter Kurator der Säugetier-Abteilung des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte, brachte nach seiner Rückkehr von einer Forschungsreise zu den Inseln der Karibik eine Sammlung fossiler Säugetiere altertümlicher Gattungen und eigentümlicher Abstammung mit, die kürzlich auf Porto Rico und Kuba entdeckt wurden, und welche die Möglichkeit erkennen lassen, dass die Westindischen Inseln einst eine viel größere Bewohnung durch Säugetiere aufwiesen als heute.

Die Fossilien weisen zwingend auf die Verbindung der meisten [heutigen Inseln der] Großen Antillen zu einem großflächigen Antillen-Kontinent, wenn nicht [sogar] auf eine gewisse Verbindung mit dem Festland in tiefer geologscher Vergangenheit hin. Dieser Kontinent muss, falls er existiert hat, mit einer west-östlichen Hauptachse im Golf von Mexiko und in der Karibischen See gelegen haben. Captain Anthony zufolge muss er eine bedeutende Landmasse mit großen Flüssen und mächtigen Bergketten gewesen sein, welche sich 20.000 Fuß [ca. 6100 m; d.Ü.] und mehr über den Meeresspiegel erhoben.

Diese Theorie beruht auf Spencers Studien und Karten, wobei Spencer aufgrund der Ausformung des Meeres schlussfolgerte, dass zu Zeiten des Tertiärs eine Anhebung der Oberfläche [des Bodens] um etwa anderthalb bis zwei Meilen erfolgt sein muss. Da die Rücken des Meeresbodens der generellen Ausrichtung der Bergketten zu folgen scheinen, die gegenwärtig auf den Inseln existieren, leitete er daraus die Theorie ab, dass die unterseeischen Rücken ursprünglich Teile des selben Systems waren.

Da die Gebirgsketten der Inseln eine Höhe von 7000 bis 8000 Fuß [ca. 2130 m bis 2440 m; d.Ü.] aufweisen, sollten die Berge des nun verschwundenen Kontinents in etwa 20.000 Fuß hoch gewesen sein. Die Kanäle im Meeresboden, die in einem rechten Winkel zu den Bergrücken verlaufen, scheinen durrch große Flüsse eingeschnitten worden zu sein, welche von den Flanken der Berge hinabflossen.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag wurde der Ausgabe vom 5. Januar 1921 der Zeitung The Ocala Evening Star (Ocala, Florida) entnommen, in der er mit der Überschrift "SIGNS OF LOST CONTINENT - Study of Fossils Has Led Scientsts to Believe it Existed in the Caribbean Sea" erschien. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung nach CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: The Ocala evening star., January 05, 1921, Image 4

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