Florida

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Eine alternativ-historische Rundreise

Abb. 1 Eine Satellitenaufnahme der Halbinsel Florida, mit deren prähistorischen Rätseln wir uns in diesem Beitrag befassen

(bb) Die Halbinsel Florida (Abb. 1) im Südosten Nordamerikas und die ihr vorgelagerten Küstengewässer haben auch Freunden der alternativen Ur- und Frühgeschichtsforschung einiges zu bieten.

Erwähnenswert sind zum Beispiel Floridas ringförmige Kanäle. Diese rätselhaften Strukturen, die vor allem im Gebiet des Lake Okeechobee zu finden sind, ähneln mit ihren, wie Speichen vom Zentrum der Anlagen zur Peripherie der Außenringe verlaufenden Gräben riesigen Wagenrädern, die in die Landschaft gegraben wurden. Welchem Zweck diese 'Wagenräder' vormals gedient haben, deren älteste Exemplare nach Ansicht der Archäologen um 450 v. Chr. entstanden sind, ist nach wie vor unbekannt. Rätselhaft ist auch, wer sie erschaffen hat. [1]

Im Gegensatz zu diesen wenig bekannten Anlagen, brachte es eine andere kreisförmige Struktur zu einiger Popularität, die erst Ende des 20. Jahrhunderts bei Bauarbeiten in der Stadt Miami entdeckt wurde. Die Rede ist hier von dem offiziell als "Brickell Point archaeological site" deklarierten 'Miami Circle' (Abb. 2), der bisweilen auch scherzhaft 'Limestonehenge' genannt wird. Über dieses rätselhafte Relikt der präkolumbischen Vergangenheit Amerikas heißt es bei Weird Florida:

Abb. 2 Oben: Der 'Miami Circle' kurz nach seiner Entdeckung im Jahr 1998; unten: Die Struktur nach ihrer Ausgestaltung zu einer Art urbanem Kunstwerk im Jahr 2011

"Im Jahr 1998 wurde beim Abriss eines alten Gebäudes in der Innenstadt von Miami, um Platz für eine neue Hochhaus-Wohnanlage zu schaffen, eine kreisförmige Struktur von Löchern mit einem Durchmesser von 38 Fuß [ca. 11,5 m; d.Ü.] freigelegt, die in den Felsuntergrund aus Kalkstein gebohrt waren. Es war eine der großartigsten Entdeckungen der Archäologie in Florida, doch gab es ein großes Problem, denn es befand sich auf einem 10-Millionen-Dollar-Grundstück, das schätzungsweise das Zwanzigfache wert gewesen wäre, hätte man die zwei Morgen große Örtlichkeit in einen Wohnanlagen-Komplex verwandelt.

Ihr Standort ist im Stadtzentrum am Südufer des Miami River. Archäologen der Miami-Dade County’s Historic Preservation Division untersuchten den sonderbaren Kreis und fanden heraus, dass die Löcher dazu dienten, Pfosten für ein großes Rundgebäude abzustützen. Man hat geschätzt, dass der Kreis vor etwa 1000 bis 2000 Jahren von den Tequesta-Indianer errichtet wurde, die schon seit Jahrhunderten ausgestorben waren, als die Seminolen auf die Halbinsel Florida einwanderten." [2]

Abb. 3 Der Bericht der Zeitschrift Popular Science über den Fund riesenhafter Skelette bei

Möglicherweise waren es ja tatsächlich Angehörige des ausgestorbenen Volkes der Tequesta, denen der rätselhafte Miami Circle seine Existenz verdankt, aber sicher ist dies nicht. Vielleicht war diese Struktur aber auch das Werk jener geheimnisvollen, zumeist offenbar zwischen etwa 2,10 m und 2,40 m großen anerikanischen Riesen, deren Überreste, wie mehr als 1500 historische Fundmeldungen belegen, überall in den USA entdeckt wurden. [3] In Florida scheinen sie sogar noch im 16. Jahrhundert existiert zu haben, wie ein Bericht des spanischen Entdeckers und Konquistadoren Lucas Vázquez de Ayllón aus dem Jahr 1520 nahelegt, der dort auf ein Volk hellhäutiger Hünen stieß, das er - ebenso wie ihr Land - als Duharho bezeichnete. [4]

In der Tat finden sich auch zahlreiche, durchaus ernst zu nehmende Zeitungsberichte und Reports aus anderen Quellen, welche die Entdeckung von Skelettresten mit 'Übergröße' sowie von Beifunden behandeln [5], die auf dem flo­ri­di­a­nischen Festland und der ihm vorgelagertenn Atlantik-Insel Amelia Island, gemacht wurden. Die jüngsten dieser Funde erfolgten erst im Jahr 1934 in und bei den Silver Springs (Abb. 4) im Marion County. Über einen davon, der Tauchern in den Tiefen dieses Gewässers gelang, das zu den größten artesischen Quellen der Welt gehört, hieß es damals in einem Bericht (Abb. 3) des Magazins Popular Science unter anderem:

Abb. 4 Ein historisches Foto der Silver Springs aus dem Jahr 1886

"Die menschlichen Skelette, die in einer überfluteten Grabkammer gefunden wurden, waren so groß, dass Personen, die sie gesehen haben, ihrer Überzeugung Ausdruck verliehen, dass die Menschen dieser primitiven Rasse eine Größe von sieben Fuß [ca. 2,13 m; d.Ü.] erreichten. Zusammen mit den Knochen, die dort, wie es heißt, seit 2500 Jahren ungestört gelegen haben, wurden viele Werkzeuge, Waffen und Schmuckstücke entdeckt. Unter den Fundstücken waren Tontöpfe und Idole, Knochen-Nadeln und Pfeilspitzen aus Flintstein sowie Teile von Schmuckstücken." [6]

Um in Florida von den 'riesenhaltigen' Silver Springs nach Atlantis zu gelangen, muss man mit dem Auto lediglich gut 380 Kilometer zurücklegen - eine 'Spritztour' von nur ca. dreienhalb Stunden. Das ist durchaus kein Scherz, denn in der Tat gibt es im 'Sonnenstaat', etwa 15 km südlich von West Palm Beach, eine beschauliche Kleinstadt dieses Namens.

Abb. 5 Die geographische Lage von Harbour Island, wo Dennis Brooks die vormalige Metropolis von Atlantis vermutet.

Aber auch was Platons verlorenes Atlantis betrifft, ist Florida inzwischen zu einer Kandidatin für seine vormalige geographische Lage geworden. Dies verdankt die Halbinsel vor allem Dennis Brooks, einem amerikanischen Atlantisforscher, der seit mehr als 20 Jahren eine diesbezügliche Lokalisierungs-Hypothese vertritt. Dazu hat er bereits eine Reihe von Publikationen veröffentlicht, in denen er davon ausgeht, die Metropolis von Atlantis habe sich einst im Bereich der heutigen Insel Harbour Island (Abb. 5) bei der Stadt Tampa vor der Westküste Zentralfloridas befunden. [7]

Es mag zwar eine ganze Reihe gute Gründe geben, Dennis Brooks´ Atlantis-Lokalisierung in Zweifel zu ziehen, aber andererseits erscheint eine grundsätzliche Feststellung durchaus angebracht: Wie für Nordamerika insgesamt, ist auch bezüglich Floridas infrage zu stellen, dass das schulwissenschaftlich vertetene Bild seiner präkolumbischen Vergangenheit zutreffend bzw. auch nur annähernd vollständig ist. Immer wieder werden - zumeist zufällig - Funde gemacht, die nicht in dieses Bild passen, weshalb sie zumeist gar nicht erst ernsthaft diskutiert und vorschnell verworfen werden.

Abb. 6 Ein kleiner Abschnitt des gewundenen Pithlachascotee Rivers, an dessen Ufern John Saxer wiederholt auf lithische Artefakte stieß, bei denen es sich vermutlich um alte Ankersteine handelt

Dies gilt umso mehr, wenn die Finder zu jener gerne belächelten Sorte von Zeitgenossen gehören, die spleenige Ideen vertreten und in der 'Welt der Wissenschaft' üblicherweise nicht als glaubwürdig gelten. Ein solcher Exzentriker ist auch der Amateurarchäologe John Saxer aus Tarpon Springs, Florida. Wiederholt war Mr. Saxer bei seinen Exkursionen in der Nähe der heutigen Uferlinie des Pithlachascotee Riverim floridianischen Pasco County, auf offenbar bearbeitete, schwere Steinbrocken gestoßen, die teilweise mit Löchern versehen waren. Ein besonders beeindruckendes Exemplar, das zwei eindeutig künstlich gebohrte Löcher mit einem Durchmesser von jeweils ca. 0,4 Meter aufweist, entdeckte er bei New Port Richey.

Immer wieder hatte John Saxer seither - freilich ohne nennenswerte Resultate - versucht, Fachwissenschaftler für diese in der Tat hoch interessanten und möglicherweise sehr alten Objekte zu interessieren - wobei seine Erfolglosigkeit wohl auch mit der Tatsache zu tun hatte, dass er - wie Dennis Brooks - die Atlanterhauptstadt bei Tampa vermutet, und darüber hinaus die liebenswerte, aber noch exotischere Ansicht vertritt, seine Heimatstadt Tarpon Springs sei in grauer Vorzeit das Zentrum des biblischen Garten Eden gewesen. [8]

Nicht auf taube Ohren stieß Saxer mit seinem Bericht jedenfalls bei William M. Donato, einem studierten Anthropologen und Archäologen, der allerdings selbst zur 'Zunft' der Atlantisforscher gehört, und sich Verdienste um die atlantologische Unterwasser-Forschung im Bereich der Großen Bahama-Bank erworben hat. Neugierig geworden, ließ Donato sich von Saxer vor Ort diese Steine zeigen. In einigen Fällen kam er zu dem Ergebnis, dass es sich dabei lediglich um Geofakte handelte, aber andere Fundstücke können durchaus uralte Ankersteine darstellen, wie sie von prä- und protohistorischen Schiffern verwendet wurden.

Abb. 7 Die beiden archaischen Ankersteine, die Clinton Inman in einer Muschelgrube bei Ruskin, Florida, entdeckte

Besonders angetan war Donato von jenem mächtigen Exemplar aus New Port Richey, bei dem sogar "deutliche Seilmarken durch beide Löcher verliefen" und das zudem auch "andere Eigenschaften aufwies, die zeigen, dass es als Anker- oder Anlegestein verwendet worden sein kann." Ähnliche Ankersteine benutzten auch die Seefahrer im alten Indien, im Mittleren Osten und die Karthager. Zudem waren, so Donato, im Jahr 2005 auch bei Bimini derartige Anker entdeckt worden. "Die Größe ist erstaunlich", bemerkte der Wissenschaftler zu dem floridianischen Mega-Exemplar, "weitaus größer als alles, was ich bisher gesehen habe." [9]

Tatsächlich sind John Saxers Entdeckungen keineswegs einzigartig. Es wurden nämlich bereits, wie das Ruskin History Project auf seiner Webseite feststellt, "massige Steine in zahlreichen Gegenden quer durch den Staat gefunden. Durch diese großen Steine sind Löcher gebohrt, und was genau ihr Zweck war, ist sehr umstritten." [10] Zwei kleinere Exemplare (Abb. 7) der umstrittenen Steinobjekte fand auch Clinton Inman in der Nähe des Städtchens Ruskin, an der Mündung des Little Manatee River in die Tampa Bay, als er in einer Muschel-Grube nach Fossilien suchte.

Auch Clinton Inman geht davon aus, dass es sich bei seinen Fundobjekten um Anker, oder zumindest um Gewichte handelt, die zum Beschweren von Fischnetzen gedacht waren. Aber obwohl er weder über verschollene Urkulturen der Vorzeit, noch über mögliche altertümliche Besucher Floridas spekuliert, die von fernen Gestaden dorthin kamen, sondern eine amerinde Herkunft der Objekte vermutet, stößt auch er mit seiner 'Anker-These' bei Fachwissenschaftlern auf keine Sympathie. Dabei sollten gerade Archäologen wissen, dass zumindest die indianischen Küstenvölker Floridas auch größere, seegängige Lastkähne zum Transport von Gütern (Abbildung) nutzten [11] , was eine Verwendung von Ankern nahelegt.

Abb. 8 Das alte Massengrab am Grund des Lake Okeechobee stellt die Forschung noch immer vor ein Rätsel. (Bild: Hier eine künstlerische Darstellung einiger Okeechobee-Skelette © Weird NJ, Inc.)

Die meisten Mainstream-Archäologen 'kratzt' dies jedenfalls wenig, und man präsentiert in diesen Kreisen offenbar auch hier die übliche Standardformel zur Erklärung - vor dem Hintergrund vorherrschender Paradigmen - unverständlicher Funde, indem man in den Raum stellt, diese Objekte seien "für zeremonielle und religiöse Zwecke" benutzt worden. Roger Smith, der floridianische Staats-Unterwasserarchäologe, verstieg sich 2006 sogar zu der Behauptung: "In Florida wurden keine Steinanker gefunden." [12]

Machen wir nun noch einmal einen Abstecher zum Okeechobeesee (Lake Okeechobee), den wir bereits eingangs im Zusammenhang mit den Floridas ringförmigen Kanälen kurz erwähnt haben. Die flachen Gewässer dieses größten floridianischen Sees bergen seit vielen Jahrhunderten ein noch immer unerklärliches Rätsel, das, wie es bei Weird Florida heißt, "seit vielen Jahren sowohl Wissenschaftler als auch Ortsansässige perplex macht. Es ist das Geheimnis der Okeechobee-Knochen." (Abb. 8) [13]

Wie wir dort erfahren, berichten bereits "frühe Pioniere, in den Untiefen am südlichen Ende des riesigen Sees menschliche Skelette gesehen zu haben. Mehrere alte Fischer erzählten, sie hätten in ihren Netzen >menschliche Schädel gefangen<. Ein früher Siedler behauptete, dass es in den Untiefen so viele Schädel gebe, dass es >dort während Niedrigwasser aussehe wie ein Kürbisfeld.< Ein Landvermesser, der im frühen 20. Jahrhundert auf Grassy Island Land urbar machte, legte mehr als fünfzig menschliche Skelette frei, die nur von ein paar Inches Sand bedeckt waren. Die war kein Fall von Erdbestattungen, da Grassy Island keine natürliche Insel ist, [sondern] sie war ursprünglich Seeboden, der trocken fiel, als der Wasserspiegel durch Entwässerungs-Kanäle gesenkt wurde." [14]

Abb. 9 Ein Artikel aus der Palm Beach Post vom 3. Juli 1936, in dem darüber spekuliert wurde, bei den Okeechobee-Skeletten handele es sich um die Überreste spanischer Konquistadoren.

Laut Weird Florida sollen alle historischen Berichte über Knochen- und Skelettfunde im Okeechobeesee und auf seinen Inseln sich auf ein Gebiet beziehen, das sich von Kreamer Island bis nach Observation Island erstreckt und den Raum von diesen Inseln bis zum Festland einschließt. Insbesondere ein Ereignis wird dort hervorgehoben: "Im Jahr 1918 fiel der Wasserspiegel bis zu einem Allzeit-Tiefststand, wobei hunderte von menschlichen Gebeinen freigelegt wurden, die entlang der Nordflanken der Inseln Ritta und Kreamer im Schlamm eingebettet waren. Es schien keine Ordnung unter diesen Skeletten zu geben. Knochen sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern waren über den gesamten Seeboden verstreut." [15]

Im Laufe der Zeit wurde auch eine ganze Reihe von Hypothesen aufgestellt, um die Herkunft der vielen Skelette zu erklären. So wurde schon früh vermutet, es könne sich bei ihnen um die Überreste der Opfer eines der vielen heftigen Hurricanes handeln, die diese Gegend heimsuchen. Dann wurde spekuliert, es seien die Gebeine von Seminolen, die dort 1837 während des Zweiten Seminolenkrieges kollektiven Selbstmord begangen haben sollen, um einer Gefangennahme durch die US-Armee zu entgehen. Mitte der 1930er Jahre war auch die Vorstellung populär, es habe sich um spanische Konquistadoren gehandelt, die auf der Suche nach der 'Quelle der ewigen Jugend' waren. [16]

Alle diese Annahmen haben jedenfalls eines gemeinsam: sie erklären keineswegs die ungeheure Zahl der Skelette, die dort zu finden waren - und zum Teil vermutlich noch sind. Tatsächlich handelte es sich, wie Untersuchungen gezeigt haben, weder um Europäer [17], noch um Angehörige jener indianischen Völkerschaften, die dort kurz vor, während und nach der Eroberung Floridas durch die Spanier lebten - zu dieser Zeit war das Gebiet um den Okeechobeesee nämlich nur sehr spärlich besiedelt. Wahrscheinlicher ist, dass die vielen Toten Angehörige jener fast vergessenen amerinden Zivilisation waren, die sich dort ab etwa 300 n.d.Z. zu entwickeln begann, und die nicht nur mit den Hochkulturen auf der Halbinsel Yucatán in Verbindung stand, sondern offenbar auch Kontakte zu Völkern in der Karibik hatte. [18] Womöglich stehen ja die vielen 'See-Leichen' in Verbindung mit jenem noch nicht näher identifizierten Ereignis, das um 1150 n.d.Z. dazu führte, dass plötzlich alle großen Ansiedlungen dieser Kultur um den Lake Okeechobee herum verlassen und aufgegeben wurden.

Abb. 10 Ist das eine versunkene Struktur vor der Küste Floridas, oder nur ein 'elektronisches Artefakt'? Diese Frage wird sich wohl nur im Rahmen weiterer Nachforschungen klären lassen.

Zum Abschluss unserer virtuellen 'Tour der etwas anderen Art' durch die Vergangenheit der flordianischen Halbinsel wollen wir jetzt noch einen Blick auf - bzw. unter - deren Küstengewässer werfen und uns noch einmal in den eher spekulativen Bereich alternativer Vergangenheitsforschung begeben. Dazu werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf eine Anomalie (Abb. 10), die vor einigen Jahren anhand von Satellitenbildern vor Florida - bei Länge: -8248781° Breite: 2507176° - entdeckt und im Internet vorgestellt wurde. [19] Dem Anschein nach könnte es sich bei dieser Struktur durchaus um eine artifizielle, von Menschenhand geschaffene Anlage handeln, aber spätestens seit der massenhaft verbreiteten 'Google-Atlantis'-Fehlinterpretation im Jahr 2009 [20] ist bei solchen Bildern besondere Vorsicht geboten. Allerdings wurde die hier vorliegende Abbildung nicht mit Google Earth, sondern mittels NASA World Wind generiert. Es ist also nicht davon auszugehen, dass hier durch Überlagerung von Satellitenbildern unterschiedlicher Auflösung und von Sonar-Schiffen erbrachten Geodaten ein 'Phantombild' erzeugt wurde, wie es seinerzeit der Fall war.

Seit vielen Jahren kolportiert wird die folgende, leider nur unzureichend belegte Story über einen angeblichen Unterwasser-Fund bei Florida, die Andrea Haktanir uns - mit der notwendigen Vorsicht! - auf der Webseite LOST CONTINENT OF ATLANTIS vorstellt: "1967 untersuchte Nikolai Seleznevs >Aluminaut< Floridas, Georgias und South Carolinas Küsten-[Gewässer] und fand 1000 Meter unter der Meeresoberfläche einen enormen 'Highway', der eine Länge von mehr 250 Kilometern und eine Breite von 20 Metern hatte. Das Unterseeboot war in der Lage, diese Straße zu benutzen, nachdem die Crew die Räder installiert hatte. Der 'Highway', der am Grund des Atlantischen Ozeans gefunden wurde, war eine gepflasterte Straße, die aus Magnesiumoxid-Asphalt [orig: "blacktop magnesium oxide"; d.Ü.] gefertigt war." [21] Laut Brad Steiger (in Atlantis Rising) sollen diese Informationen von Arthur L. Market, dem damaligen Eigner des Unterseeboots stammen. [22]

Um es noch einmal zu betonen: Diese beiden Fundmeldungen sind alles andere als beweiskräftig. Allerdings sind in den jüngsten Jahrzehnten so viele potentiell von Menschen gemachte Unterwasser-Strukturen in allen Teilen der Welt entdeckt worden, dass es kaum verwundern sollte, wenn auch vor den Küsten Floridas versunkene Relikte urtümlicher Bauwerke zu finden wären. Diese Halbinsel an der 'Schnittstelle' zwischen dem Golf von Mexiko und der Karibik ist mit Sicherheit nicht die schlechteste Kandidatin für eine weitere Suche.


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: William R. Corliss, "FLORIDA'S CIRCULAR CANALS", in Science Frontiers, Nr. 71, Sept. / Okt. 1990
  2. Quelle:
    Weird Florida - Cover.jpg
    Charlie Carlson, ‎Mark Sceurman und ‎Mark Moran, "Weird Florida: Your Travel Guide to Florida's Local Legends and Best Kept Secrets", Sterling Publishing Company, Inc., 01.05.2009; zit. nach der Webseite: Weird U.S., unter: Mysterious Miami Circle: Southern Stonehenge or Septic System? (abgerufen: 30. Jan. 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: Bernhard Beier, "Riesen im prähistorischen Nordamerika - Indizien und Belege" ff.
  4. Quelle: o.A., "BONES OF GIANT RACE ARE FOUND BY CCC DIGGERS - Theory of Early White Americans Voiced at Silver Springs", in: The Miami News, 2. September, 1934, S. 11; nach: Archiv (IV) Micah Ewers (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  5. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: Bernhard Beier, "Riesenfunde - in Florida", "Weitere Riesenfunde in Florida" sowie: "Homo sapiens giganteus duplodontialis - in Florida"
  6. Quelle: o.A., "GIANT'S BONES FOUND IN FLORIDA", in: Popular Science, November 1934 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Siehe z.B.: Dennis Brooks, "Atlantis Pyramids Floods: Did Noah’s Flood Destroy Atlantis and Damage the Pyramids?", (eBook) Kindle Edition, 2014, ISBN 9781312612624
  8. Quelle: Tony O’Connell, "Florida", 7. Juni 2010, bei Atlantipedia.ie
  9. Quelle: rollinoffset, "6,500 Year Old Anchor Stones in FLorida" ; unter Verweis auf: Steven Isbitts, "Discovery Could Rock Archaeology", 26. Juni 2006, in: The Tampa Tribune
  10. Quelle: o.A., "INDIAN ANCHORS FOUND IN FLORIDA? YOU DECIDE" (undatiert), bei: Ruskin history Project (abgerufen: 30. Jan. 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  11. Siehe z.B.: Richard Thornton, "Native American water craft of the Southeast", 25. Okt. 2011, bei: examiner.com (abgerufen: 4. Februar 2015)
  12. Quelle: Steven Isbitts, "Discovery Could Rock Archaeology", 26. Juni 2006, in: The Tampa Tribune (abgerufen: 4. Feb. 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  13. Quelle: Charlie Carlson, ‎Mark Sceurman und ‎Mark Moran, "Weird Florida: Your Travel Guide to Florida's Local Legends and Best Kept Secrets", Sterling Publishing Company, Inc., 01.05.2009; zit. nach der Webseite: Weird U.S., unter: Lake Okeechobee’s Watery Graves (abgerufen: 30. Jan. 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  14. Quelle: ebd.
  15. Quelle: ebd.
  16. Siehe dazu auch: Jeffrey Scott Holland, "Skeletons of Lake Okeechobee", 8. April 2014, bei: REPORT FROM THE FLORIDA ZONE (abgerufen: 5. Feb. 2015)
  17. Siehe: Jeffrey Scott Holland, op. cit.
  18. Siehe: Richard Thornton, "Lake Okeechobee, Florida ... a little known Native American civilization", 25. Oktober 2011, bei: examiner.com (abgerufen: 4. Rebruar 2015)
  19. Siehe: Gary Vey, "French Team Says Satellite Images Reveal Underwater City", bei: viewzone.com (abgerufen: 5. Feb. 2015)
  20. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: Bernhard Beier, "Googleatlantis – Die angebliche "Lokalisierung" des Bernie Bamford"
  21. Quelle: Andrea Haktanir, LOST CONTINENT OF ATLANTIS: Myth or Reality, unter: "Chapter VII: The Underwater Search For Atlantis", III. Other Discoveries (abgerufen: 30. Jan. 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  22. Quelle: s8int.com - OOPARTS, unter: Underwater Cities, Monuments; Noah's Flood Proof? ... Page 6 (abgerufen: 30. Jan. 2015)

Bild-Quellen:

1) Emesee, bei Wikimedia Commons, unter: File:STS-95 Florida From Space.jpg
2) Oben: Weird U.S., unter: Mysterious Miami Circle: Southern Stonehenge or Septic System?; unten: Marc Averette, bei Wikimedia Commons, unter: File:Miami Circle 20110307.jpg (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
3) Micah Ewers, Archiv (IV) (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
4) Hochweng, bei Wikimedia Commons, unter: File:George Barker, Silver Springs, Florida ppmsca.09917.jpg
5) Eric Gaba (Sting), nach Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: Harbour Island (Tampa) (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
6) James E. Grey Preserve (Candleabracadabra) , bei Wikimedia Commons, unter: File:View from James E. Grey Preserve.jpg
7) Ruskin History Project, unter: INDIAN ANCHORS FOUND IN FLORIDA? YOU DECIDE
8) Weird U.S., unter: Lake Okeechobee’s Watery Graves
9) SKELETONS FOUND ON ISLAND NEAR HERE INDICATE SPANISH WERE IN STATE AT EARLY TIME, 3. Juli 1936, in: The Palm Beach Post; nach: Google News Newspaper Archive (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
10) daily grail, unter: Unexplained Linear Anomalies off Cuba and Florida