William R. Corliss

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Der amerikanische Physiker und Anomalist William Roger Corliss (1926-2011) Foto: Charles Fort Institute

(red) (*28.08.1926 - †08.07.2011) Der in Stanford, Connecticut, geborene Physiker und Sachbuchautor William Roger Corliss gilt als die herausragende Forscher-Persönlichkeit im Bereich der Anomalistik des 20. Jahrhunderts.

Seine wissenschaftlichen Grade im Fach Physik erlangte Corliss 1950 am Rensselaer Polytechnic Institute (B.S.) und 1953 an der University of Colorado (M.S.). Zudem war er Mitglied der American Association for the Advancement of Science und der Society for Scientific Exploration. Seit 1974 publizierte er im Rahmen seines Sourcebook Project zahlreiche Bücher (siehe: William R. Corliss - Publikationsverzeichnis), in denen er mehr als 40 000 anomale bzw. im Rahmen gängiger wissenschaftlicher Annahmen und Betrachtungsweisen unerklärliche Phänomene sammelte und zur Diskussion stellte.

Abb. 2 Die dem Gebiet der Archäologie gewidmeten Bände der phänomenalen SOURCEBOOK-Reihe von William R. Corliss stellen gerade für Alternativ-Historiker eine wahre 'Fundgrube' dar!

Jeder Band seiner 'Sourcebook-Reihe' ist einem speziellen wissenschaftlichen Forschungsgebiet gewidmet (z.B. Astronomie, Geologie und Archäologie), wofür er akribisch Material aus wissenschaftlichen Publikationen, allgemeinen Presseberichten und der älteren anomalistischen Literatur gesichtet und zusammengestellt hat. Viele seiner Artikel hat er zudem auch in seiner Zeitschrift Science Frontiers veröffentlicht.

Außerdem hat Corliss, neben unzähligen Artikeln und Zeitschriftenbeiträgen, auch dreizehn Lehrbücher über Astronomie, den Weltraum und Raumfahrt für die NASA verfasst, und eine ähnliche Zahl von Büchern für die US-Amerikanische Atomenergie-Behörde und die National Science Foundation geschrieben.

Corliss´ anomalistisches Schaffen war inspiriert durch das Werk von Charles Hoy Fort (1874-1932), den Pionier der Erforschung unerklärlicher Phänomene, und 'Vater der Anomalistik'. Doch im Gegensatz zu Fort hielt Corliss sich mit persönlichen Kommentaren zu den von ihm beschriebenen Phänomenen zurück. Er zog es in der Regel vor, seine Artikel für sich selber sprechen zu lassen.

Jerome Clarc beschreibt ihn in seinem Buch Unexplained! als „im Grundsatz konservativ in seinen Ansichten“, und erläutert: „Corliss [war] mehr an ungewöhnlichem Wetter, Kugelblitzen, geophysikalischen Seltsamkeiten, außergewöhnlichen Luftspiegelungen und dergleichen interessiert – kurz gesagt, an Anomalien, die trotz aller Bedeutsamkeit weitaus weniger dazu geeignet sind, bei Mainstream-Wissenschaftlern Entrüstung hervorzurufen als diejenigen, die Fort entzückt haben, wie etwa UFOs, monströse Kreaturen und andere Arten außergewöhnlicher Vorkommnisse und Entitäten.“ [1]

Clarks diesbezügliche Feststellung mag sicher für die von Corliss beschriebenen physikalischen Phänomene zutreffen; was jedoch den Fundus der von ihm präsentierten archäologischen „Unmöglichkeiten“ angeht, so stellt dieses Material in toto eine veritable Provokation des wissenschaftlichen Establishments, und einen argumentativen 'Schlag ins Gesicht' all derjenigen dar, die sich zu der Behauptung versteigen, die Ur- und Frühgeschichte der Menschheit sei bereits weitgehend und schlüssig erforscht.


- in memoriam - William R. Corliss

Siehe auch:


Beiträge von William R. Corliss bei Atlantisforschung.de



Anmerkungen und Quellen

Dieses Autorenportrait zu William R. Corliss und seinem Werk beruht weitgehend auf den Angaben bei 'Wikipedia - The Free Encyclopedia', Stichwort: William R. Corliss

  1. Jerome Clark. "Sourcebook Project" Unexplained!", Detroit: Visible Ink Press, 466-7

Bild-Quellen

1) Charles Fort Institute, unter: SOME THOUGHTS ON THE PASSING OF WILLIAM CORLISS and ABOUT HIS LEGACY
2) Bildarchiv Atlantisforschung.de