Riesenfunde - in Georgia

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Abb. 1 Die geographische Lage des Staates Georgia in Nordamerika

(bb) Die erste hier vorgestellte Fundmeldung aus Georgia wurde 1893 von der Zeitschrift The New York Times veröffentlicht, in der es hieß:

"Fort Gaines, Georgia, 20. Februar - Etwa 12 Meilen unterhalb von Fort Gaines, an einem Ort, der allgemein als Mercier Place bekannt ist, gibt es einen Mound, von dem es heißt, er sei einer der größten, von denen man in den Vereinigten Staaten weiß, und der unzweifelhaft das Werk der Moundbauer vergangener Generationen ist. [1] Mag er nun der größte sein oder auch nicht, jedenfalls ist er sehr groß und verdient die Auszeichnung, die Nummer Eins in Georgia zu sein.

Abb. 2 Die Fundmeldung aus The New York Times vom 21. Feb. 1893

Seine Basis bedeckt mehr als zwei Morgen, und er ist, ansteigend in einem Winkel von 45 Grad, 100 Fuß [30,48 m: d.Ü,] hoch. Große Eichenbäume, mehrere Fuß im Durchmesser, bedecken seine Flanken und legen Zeugnis für das hohen Alter des Mounds ab. Vor vielen Jahren grub ein Gentleman einen Schacht von der Kuppe bis ins Herz des Mounds, und neben anderen Dingen fand er den Kieferknochen eines Mannes, der leicht über den Kopf eines gewöhnlichen Mannes der heutigen Generation schlüpfen würde. Seine Nachforschungen waren sehr dürftig, und [auch] seither ist nichts in der Art einer systematischen Untersuchung unternommen worden.

Vom Mound aus führen in Richtung des Flüsschens Gräben, die [noch] in heutiger Zeit mehrere Fuß tief sind. Augenscheinlich wurden sie von den Moundbauuern als verborgene Abzugs-Wege im Fall eines Angriffs genutzt. Der Ort ist einer eingehenden und sorgfältigen Untersuchung wert." [2]

Abb. 3 Die Fundmeldung aus the New York Times vom 5. April 1886

Ebenfalls aus The New York Times stammt auch die folgende, von Micah Ewers recherchierte Meldung, die wir auf der Webseite von Chris L. Lesley's Greater Ancestors World Museum gefunden haben. In ihrer Ausgabe vom 5. April 1886 berichtete die Zeitung:

"Cartersville, Georgia, 4. April - Das Wasser hat sich aus dem Tumlin Mound Field zurückgezogen, und hat unbedeckte Morgen mit Schädeln und Knochen zurückgelassen. Einige davon sind gigantisch. Wenn die Gebeine insgesamt im Größenverhältnis zu zwei Oberschenkel-Knochen stehen, die man gefunden hat, so muss ihr Besitzer 14 Fuß [ca. 4,27 m; d.Ü.] groß gewesen sein.

Viel kurioser Zierrat aus Muscheln, Blech und Stein ist gefunden worden. Einige der Leichen wurden in kleinen, aus Stein gebauten Grabkammern bestattet. Das Ganze bildet eine reiche archäologischre [Fund-]Grube. Ein Verantwortlicher der Smithsonian Institution ist hier und untersucht die merkwürdigen Relikte." [3]

Abb.4 Die Notiz in der Fort Worth Gazette (1892)

In einer, ebenfalls von Micah Ewers entdeckten Randnotiz (Abb. 4) der texanischen Zeitung Fort Worth Gazette vom 15. September 1892 [4] heißt es: "Eines Riesen Skelett, welches fast 9 Fuß [ca. 2,74 m; d.Ü.] lang ist, bei Brunswick, Feorgis, ausgegraben worden." [5]

Nun mögen kritische Leser vielleicht einwerfen, dass solche, bisweilen folkloristisch anmutenden Berichte aus dem 19. Jahrhundert - mit zum Teil unklaren Fundumständen - wenig aussage- bzw. beweiskräftig sind. Allerdings gibt es, gerade was die Südstaaten der heutigen USA betrifft, auch weitaus aktuellere Meldungen von entsprechenden Funden durch Berufsarchäologen. In Bezug auf Georgia handelt es sich dabei zwar "nur" um Relikte von Riesen in der '7-Fuß-Größenklasse', aber was es in dieser Hinsicht in den Archiven zu finden gibt, es ist schon erstaunlich genug. Zu diesen jüngeren, von Fachwissenschaftlern gemachten Entdeckungen gehört z.B. ein Fund, über den die Portsmouth Times im Jahr 1936 berichtete (Abb. 5). Leider liegt uns dieser Bericht nur ausschnittweise vor, weshalb wir hier nur eine kurze Zusammenfassung wesentlicher Punkte vorstellen können:

Abb. 5 Der Kopf des Berichts in The Portsmouth Times vom 28. Juli 1936

Auf der kleinen, der Küste Georgias vorgelagerten Insel Sea Island stießen Archäologen bei der Ausgrabung eines [Muschel-Mounds auf drei Skelette - dasjenige einer Frau, das eines erwachsenen Mannes und das eines männlichen Jugendlichen. Der ältere Mann muss zu Lebzeiten eine Körpergröße von mehr als 7 Fuß (ca. 2,13 m), während der Teenager immerhin bereits eine Größe von 6,5 Fuß (ca. 1,98 m) aufwies. Die Körpergröße der Frau wird im zur Verfügung stehenden Text-Auszug nicht erwähnt, aber auch ihr Cranium soll von außergewöhnlicher Größe gewesen sein. Die Schädel aller drei Toten ensprachen, wie die Experten erklärten, "nicht dem allgemein anerkannten indianischen Typus". [6]

Abb. 6 Eines der massiven Skelette, die 1936 auf Sea Island entdeckt wurden. Foto aus: The Portsmouth Times, 28. Juli 1936

Ein weiterer, bisher leider auch noch nicht vollständing vorliegender Artikel über den spektakulären Fund von Sea Island erschien - ebenfalls am 28. Juli 1936 - in der Zeitschrift Portsmouth Daily Times, wie Micah Ewers recherchiert hat. Immerhin erfahren wir aus den erhaltenen Fragmenten des Artikels einige weitere Details.

Abb. 7 Die Lage der Insel Sea Island vor der Küste Georgias

Zunächst einmal ist dort die Information zu finden, dass die Ausgrabungen damals von dem Archäologen Preston Holder (1907-1980) geleitet und von der Smithsonian Institution gesponsort wurden. Diese Grabungen umfassten nicht nur den Mound, sondern auch die Überreste eines offenbar nahe gelegenen Dorfes der Moundbauer. Es wurden noch weitere Skelett-Reste entdeckt, darunter die von Kindern, und zudem auch zahlreiche Artefakte: "Sie umfassen Muschel-Löffel, einen Muschel-Abraider, eine Muschel-Schüssel und ein unidentifiziertes Stück as polierter Muschel [sowie] aus Schildkrötenpanzer geschnitzte Anhänger und Bärenzähne". [7]

Über den Grabhügel heißt es dort: "Der Mound war zusammengesetzt aus mindestens drei Schichten aus Muscheln, jede sechs Inches bis 1 Fuß [ca, 15 bis 30,5 cm; d.Ü.] stark, voneinander getrennt durch ein bis drei Fuß [ca. 15 cm bis 0,91 m; d.Ü.] dicke Schichten aus sauberem Sand. Nur sehr wenig Müll oder Abfall wurde zwischen den Muscheln gefunden, was zu Holders Überzegung geführt hat, dass die Stätte nicht permanent besiedelt war. Der Mound hatte einen Durchmesser von 50 Fuß [15,24 m; d.Ü.] mit einer Erhebung von 6 Fuß [ca. 1,83 m; d.Ü.]. [8]

Auch im Bericht der Portsmouth Daily Times werden die ungewöhnliche Größe der entdeckten Skelette ("zwischen sechseinhalb und sieben Fuß") und der nicht-amerinde Typus ihrer ("langschädeligen") Crania hervorgehoben. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass auch Aleš Hrdlička und Frank M. Setzler - zwei damalige 'Platzhirsche' der Smithsonian Institution - in die Untersuchung der Funde mit einbezogen waren.[9]

Dies scheint übrigens nicht einmal der jüngste bekannte 'Riesenfund' aus Georgia zu sein. So heißt es - leider ohne weiterführende Angaben - bei Native Village: "Mitte des 20. Jahrhunderts fanden Archäologen 7 Fuß [ca. 2,13 m; d.Ü.] große Skelette in den königlichen Gräbern am Ocmulgee National Monument und dem Etowah Mounds National Historic Landmark. Beide Stätten gehörten den Vorfahren der Creek-Indianer, was den spanischen Geschichten [10] Glaubwürdigkeit verleiht. [Auch] heutige Creek-Männer tendieren dazu, ausßergewöhnlich groß zu sein, speziell im nördlichen Alabama und in Georgia." [11]

Abb. 8 Die Fundmeldung aus der Reese River Reveille vom 1. Juli 1887

Und erst 1958 hieß es in einem längeren Artikel der Zeitschrift Sarasota Herald-Tribune über die Okefenokee-Sümpfe in südlichen Georgia und nördlichen Florida:

"Lange bevor die Indianer, welche später in die Florida Everglades abgedrängt wurden, in dieses Gebiet kamen, wurde der Sumpf von einer Zivilisation der Moundbauer bewohnt. Sie waren augenscheinlich eine Rasse von Riesen, da Skelette, die aus Erhebungen im Sumpf ausgegraben wurden, zeigen, dass viele der Männer mehr als 7 Fuß [ca. 2,13 m; d.Ü.] groß waren. Und Töpferwaren, Werkzeuge, Waffen und andere Artefakte verraten, dass die Moundbauer zivilisatorisch weiter fortgeschritten waren als die zeitgenössischen Stämme, die im Süden lebten." [12]

Die älteste Meldung eines Fundes aus Georgia, die wir bisher ausfindig machen konnten, findet sich in einem kurzen Artikel (Abb. 8) der Reese River Reveille (Austin, Nevada) vom 1. Juli 1887, in welchem es heißt:

"Das Skelett eines Riesen wurde gestern von Arbeitern im Kalk-Steinbruch von Grow & Robinson, in der Nähe von Rockmart, exhumiert, Es misst zweieinhalb Fuß [ca. 0,76 m; d.Ü.] quer über die Brust, siebeneinhalb Fuß [ca. 2,28 m; d.Ü.] in der Höhe, und Arme und Beine sind von proportionaler Länge. Zähne, die in der Nähe des Skeletts gefunden wurden und von denen man glaubt, dass sie zu ihm gehören, maßen eineinhalb Zoll in der Länge. Das Skelett wurde in einer Höhle gefuunden, deren Eingang mit acht oder zehn Fuß [ca. 2,44 oder 3,05 m; d.Ü.] tiefer Erde bedeckt war." [13]

Über den Fund eines - für Georgia - übergroßes Riesen-Skeletts im Glynn County heißt es in einer Kurznotiz, die am 10. November 1892 in der Zeitung Daily Independent aus Nevada erschien: "Das Skelett eines Riesen, welches fast 9 Fuß [ca. 2,74 m; d.Ü.] groß ist, wurde in Brunswick, Georgia, ausgegraben." [14] Dies soll hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein, da solche 'Mini-Meldungen' über angebliche Funde in weit entfernten Gegenden nicht wirklich evident sind.


Siehe auch:


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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Vergl. die Karte des Kolomoki Mounds State Park in Georgia; d. Red.
  2. Quelle: o.A., "GEORGIA'S BIG MOUND - A JAWBONE THAT PROVES THERE WERE GIANTS IN THOSE DAYS", in: The New York Times, 21. Februar 1893; nach: Chris L. Lesley, Greater Ancestors World Museum, unter; Fort Gaines Giant Jawbone (abgerufen: 28.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Quelle: o.A., "MONSTER SKULLS AND BONES", in: The New York Times, 5. April 1886; nach: Chris L. Lesley Greater Ancestors World Museum, unter: Cartersville 14 foot giants, 6. Januar 2013 (abgerufen: 29.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  4. Anmerkung: Wie der Verfasser ergänzend feststellen möchte, erschien diese Notiz auch bereits in der Zeitung The Wheeling Daily Intelligencer vom 19. August 1892, S.4; in: The Tecord-Union (Sacramento, Kalif.), am 03. Oktober 1892; in: Pittsburg dispatch, 02. September 1892, S.4; sowie in: The Democratic Press, 09. November 1892.
  5. Quelle: Fort Worth Gazette, 13. Sept. 1892, S.12; nach: Chris L. Lesley, "Brunswick Georgia 9 foot skeleton", bei Greater Ancestors World Museum, 3. Dezember 2012 (abgerufen: 29.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Quelle: o.A., "GEORGIA'S SAND DUNES YIELD STARTLING PROOF OF A PREHISTORIC RACE OF GIANTS", in: The Portsmouth Times, 28. Juli 1936; nach: Chris L. Lesley, Greater Ancestors World Museum, unter; 7′ Giants from Georgia Dunes (abgerufen: 28.05.2014)
  7. Quelle: (Titel unbekannt) Portsmouth Daily Times, 28. Juli 1936, S. 46; nach: Micah Ewers, Archiv IV (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  8. Quelle: ebd.
  9. Quelle: ebd.
  10. Red. Anmerkung: Gemeint sind die entsprechenden Berichte spanischer Conquistadoren, wie Hernando de Soto, Alonso Álvarez de Pineda, Francisco Gordillo und Pedro de Quejo
  11. Quelle: o.A., "Did giants once live in North America?", bei: Native Village (abgerufen: 28.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  12. Quelle: Stan Windhorn, "EERIE LAND OF SWAMPS", in: Sarasota Herald-Tribune, 9. Aug. 1958; nach: Google News Newspaper Archive, unter: Sarasota Herald-Tribune - Aug 9, 1958 abgerufen: 28.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  13. Quelle: o.A., "SKELETON OF A GIANT", in: Reese River Reveille, 1. Juli 1887; nach: Cooperative Libraries Automated Network, unter: 1887-07-01 Reese River Reveille (abgerufen: 06. August 2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  14. Quelle: o.A., "QUEER PICK-UPS" (Rubrik), 10. November 1892, in Daily Independent; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de nach der digitalisierten Version der Zeitung bei CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers

Bild-Quellen:

1) TUBS bei Wikimedia Commons, unter: Datei:Georgia in United States.svg (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
2) Chris L. Lesley, Greater Ancestors World Museum, unter; Fort Gaines Giant Jawbone (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
3) Chris L. Lesley, Greater Ancestors World Museum, unter; Cartersville 14 foot giants (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
4) Chris L. Lesley, Greater Ancestors World Museum, unter; 7′ Giants from Georgia Dunes (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
5) Micah Ewers, Archi IV (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
6) ebd.
7) Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Sea Island (Georgia) (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
8) Cooperative Libraries Automated Network, unter: 1887-07-01 Reese River Reveille (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)