Jérôme Nicklès

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Die Startseite eines aktuellen e-Booklets mit Jérôme Nicklès´ Essay L'Atlantide de Platon expliquée scientifiquement

(red) François Joseph Jérôme Nicklès (* 30. Oktober 1820 in Erstein; † 3. April 1869 in Nancy) [1] war zu seiner Zeit ein renommierter französischer Chemiker, der im Jahr 1862 als Erster die quantitative Elektroanalytik anwandte. [2]

Nachdem Nickles zunächst (1844/45) als Schüler von Justus von Liebig in Gießen studiert hatte, zog es ihn nach Paris (1851 bis 1854), wo er 1853 in Physik und Chemie promovierte. Ab 1854 lehrte er als Professor für Chemie in Nancy. Dort wurde er Mitglied der Academie de Stanislas, als deren Präsident er zeitweise fungierte. 1846 bis 1851 unterstützte er Eugène Millon und Jules Reiset bei der Herausgabe der Fachzeitschrift Annuaire de chimie (Jahrbuch der Chemie). 1856 heiratete Jérôme Nicklès - eine Ehe, aus der mindestens ein Kind hervorging. 1862 erhielt er den Verdienstorden 'Ritter der Ehrenlegion'. [3]

Jérôme Nicklès´ Forschungs- und Publikations-Schwerpunkte lagen in den Bereichen Kristallographie, Physiologie und Fermentation, Pharmazie, Batterien und Elektrizität, Theorie des Geruchs, Polymorphismus, Analyse von Wasser, Metallurgie und Fluor-Chemie. Vermutlich führten gesundheitliche Probleme aufgrund seiner Experimente zu Fluor und dessen Derivaten (insbesonderse Flusssäure) zu seinem relativ frühen Tod. [4]

Kaum bekannt ist die Tatsache, dass Nicklès zu jenen Wissenschaftlern gehörte, die sich gegen Mitte des 19. Jahrhunderts im akademischen Diskurs zum Atlantis-Problem, engagierten, wie sein - bei den Mémoires de l’Académie de Stanislas 1864 (1865) erschienenes Papier "L'Atlantide de Platon expliquée scientifiquement" (Platons Atlantis wissenschaftlich erklärt) zeigt. Darin plädiert er für die Annahme, bei 'Atlantis im Atlantik' habe es sich um das Ergebnis einer, der Fata Morgana ähnlichen Luftspiegelung gehandelt. Diese seltene, in jüngerer Zeit auf Tereriffa wahrgenommene Spiegelung über dem Meer, die nur unter bestimmten atmosphärischen und Lichtverhältnissen entsteht, sei womöglich schon von urtümlichen Besiedlern der Kanaren beobachtet worden, welchen sie die Existenz einer im Westen gelegenen atlantischen Großinsel vorgaukelte. Dies habe schließlich zu der von Solon und Platon verewigten Legende vom 'versunkenen Atlantis' geführt. [5]





Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Jérôme Nicklès (abgerufen: 20. Feb. 2016)
  2. Quelle: Winfried R. Pötsch (Federführung), Annelore Fischer, Wolfgang Müller:"Lexikon bedeutender Chemiker", Harri Deutsch, 1989, S. 322
  3. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Jérôme Nicklès (abgerufen: 20. Feb. 2016)
  4. Quelle: ebd.
  5. Quelle: Jérôme Nicklès, "L'Atlantide de Platon expliquée scientifiquement", Mémoires de l’Académie de Stanislas 1864 (1865); online bei WIKISOURCE - la bibliothèque libre

Bild-Quelle:

1) Editions La Bibliothèque Digitale, "L'Atlantide de Platon expliquée scientifiquement (French Edition) Kindle Edition", bei Amazon.in