Jeffrey Allan Danelek

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Forscher- und Autorenportrait

von Tony O’Connell

Abb. 1 Der Privatforscher und Grenzwissenschafts-Autor J. Allan Danelek

Jeffrey Allan Danelek (Abb. 1) (* 1958) ist ein Grafiker und Autor, der in Minnesota geboren wurde und nun in Lakewood, Colorado wohnt. Eine Reihe seiner Buchbesprechungen finden Sie auf der Amazon-Webseite, wo er eine rationale und ausgewogene Herangehensweise an eine Vielzahl von Themen zeigt. Er hat auch selber eine Reihe von Büchern geschrieben, über Gespenster [1], Reinkarnation [2] sowie über das Atlantis-Rätsel. Sein Buch "Atlantis: Lessons from the Lost Continent" (Abb. 2) [3] bewirbt er auf seiner Website [4]. Die Seite enthält auch einen interessanten Frage- & Antwort-Abschnitt. [5] Außerdem veröffentlichte er seine Liste der zehn populärsten Atlantis-Theorien im Internet. [6]

Danelek ist sich der Mehrdeutigkeiten und anderer Schwierigkeiten in Platons Bericht überaus bewusst und obwohl er der Überzeugung ist, dass der Text Details historischer Tatsachen enthält, scheint er zögern, sie spezifisch zu identifizieren. Er ist eindeutig willens, die Realität von Atlantis akzeptieren, ist aber nicht bereit, sich voll und ganz dem Konzept einzulassen. Danelek kommt zu dem Schluss, dass Atlantis eine globale Gemeinschaft gewesen sei, die zwischen den Tropen bestand.

Abb. 2 Das Front-Cover von Atlantis: Lessons from the Lost Continent (2008)

Die These seines Buches lautet: "Wenn Zivilisation vor sieben tausend Jahren auftreten konnte, dann war sie genauso in der Lage, mit gleicher Wahrscheinlichkeit vor zwölf-, dreißig-, oder sogar siebzigtausend Jahren zu entstehen." Er sucht zu 'beweisen', dass die Menschen vermutlich bereits früher bei einer Anzahl von Gelegenheiten Zivilisationen entwickelt haben, die mindestens unserem gegenwärtigen Niveau von Errungenschaften entsprachen, nur, um immer wieder einer totalen Zerstörung ins Auge zu sehen, welche die ganz wenigen Überlebenden zurück in eine weitere Steinzeit zwang, um den Prozess wieder von vorn zu beginnen. Diese umstrittene Ansicht, welche auch einige andere Autoren vertreten [7], wird nicht durch eindeutige Beweise unterstützt.

Ihr Bearbeiter (Tony O’Connell) wurde von diesen Gedankengängen nicht überzeugt, wenngleich Daneleks Buch als Beispiel für intellektuelle Redlichkeit zu empfehlen ist, an der es trauriger Weise so vielen anderen Büchern dieses Genres mangelt, aber leider trägt es nur wenig dazu bei, das Atlantis-Rätsel zu lösen.


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde unter dem Original-Titel "Danelek, Jeffrey Allan (I)" erstveröffentlicht am 232. Mai 2010 bei Atlantipedia.ie. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de (Juli 2017).

Fußnoten:

  1. Siehe: J. Allan Danelek, "The Case for Ghosts: An Objective Look at the Paranormal", Llewellyn Worldwide, 2006
  2. Siehe: J. Allan Danelek, "The Case for Reincarnation: Unraveling the Mysteries of the Soul", Llewellyn Worldwide, 2010
  3. Siehe: Jeffrey Allan Danelek, "Atlantis: Lessons from the Lost Continent", Llewellyn Worldwide, 2008
  4. Siehe: J. Allan Danelek, Our Curious World.com, unter: "atlantis & lost civiliziations" (abgerufen: 29. Juli 2017)
  5. Red. Anmerkung: Bereits im Jahr 2003 hatte Danelek ein Buch zum Thema 'Atlantis' mit dem Titel "Reconsidering Atlantis: A New Look at a Prehistoric Civilization" vorgestellt. Für an grenzwissenschaftlichen Themen interessierte Leser/innen von Interesse dürfte auch sein Buch "UFOs: The Great Debate - An Objective Look at Extraterrestrials,, Government Cover-Ups, and the Prospect of First Contact" aus dem Jahr 2008 beachtenswert sein.
  6. Siehe: Jeff Danelek, "Top 10 Theories about the Lost City of Atlantis", 25. Juni 2010, bei TopTenz.net (abgerufen: 29. Juli 2017)
  7. Red. Anmerkung: ... und die zudem exakt Platons zyklischem Bild menschlicher Zivilisationsgeschichte entspricht!

Bild-Quellen:

1) Tony O’Connell, op. cit.
2) Llewellyn Publications / Bild-Archiv Atlantisforschung.de