Zillmer:Darwins Irrtum

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche
Hans-Joachim Zillmer:
Darwins Irrtum
Langen Müller 1998
ISBN: 3-7844-2709-X
Ursprünglicher Preis: 39,90 DM
304 S., 108 teilweise farbige Fotos und 43 Zeichnungen, geb., R

Vorsintflutliche Funde beweisen: Dinosaurier und Menschen lebten gleichzeitig

(rmh) Hans-Joachim Zillmer stellt im vorliegenden Buch die These auf, Menschen, Dinosaurier und sogar Trilobiten hätten in jüngster Vergangenheit zusammengelebt. Seine Recherchen führten ihn nach Glen Rose, wo er entsprechende Beweise unter die Lupe nahm. In Darwins Irrtum trägt er eine Reihe von Argumenten vor, die darauf hindeuten, daß die Erde in Wirklichkeit sehr jung - vielleicht nur einige zehntausend Jahre alt - ist. Die Eiszeiten und die Erdzeitalter, wie sie von der Geologie eruriert wurden, haben nach seiner Meinung nie existiert, und die Dinosaurier sind nach Meinung des Autors nicht vor 64 Mio. Jahren, sondern erst vor etwa 10 000 Jahren ausgestorben.

Berechtigte Zweifel an Darwins Evolutionsthese werden formuliert, und alternativ dazu bekennt sich der Autor zur Schöpfungs-These.

Anschaulich beschreibt der Zillmer den wahrscheinlichen Verlauf der Sintflut, die er für die Entstehung von Fossilien verantwortlich macht. Der Autor bringt zahlreiche glaubhafte Argumente vor, die die Sintflut-Theorie zu stützen geeignet sind.

Etwas anders sieht es mit der Grundthese des Autors aus. Die Idee von der "jungen Erde" und die von Dr. Zillmer vorgetragenen Indizien für das Zusammenleben von Menschen und Dinosauriern basieren vorwiegend auf kreationistische Quellen. Die kreationistischen Wissenschaftler, deren oberstes Gebot es ist, nur im Einklang mit der Bibel stehende Thesen zu akzeptieren und zu lehren, sind zweifelsohne dogmatischer als der überzeugteste Darwinist, und somit sind ihre Aussagen, die zudem oft auf proto-geologische Gelehrte des 17. Jahrhunderts zurückgehen, nicht sehr glaubhaft, zumal diese Gelehrten damals davon ausgingen, daß die Bibel wortwörtlich auszulegen sei.

Auch Zillmer bleibt sehr nahe bei der Bibel. Lediglich für die Schöpfung sollen Außerirdische verantwortlich gewesen sein, und hier beruft sich Dr. Zillmer ausgerechnet auf die These des Zecharia Sitchin, der einen fiktiven Planten namens Nibiru für den Planeten der Schöpfer hält. Interessanterweise deutet Zillmer selbst die damit zusammenhängendee Problematik an, denn wie soll sich auf einem solchen Planeten, der sich im Perihel zwischen Mars und Jupiter, im Aphel jedoch weit außerhalb der Neptun- bzw. Pluto-Bahn befinden soll, Leben halten können? Zillmer zäumt hier aber das Pferd von hinten auf, wenn er schreibt: "Wenn diese Außerirdischen aber in der Lage sind, Lebewesen zu erschaffen und hochtechnisierte Flugapparate, UFOs, zu konstuieren, könnten sie vielleicht auch dieses Problem gelöst haben." (S. 276) Dazu kommt, daß Sichins Interpretation der sumerisch-akkadischen Tonfafeln, aus der er seine Nibiru-These entwickelte, als äußerst umstritten gilt.

Zillmer macht auch den Fehler, den "Planeten X" mit "Nibiru" gleichzusetzen - vermutlich um der Nibiru-These mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Tatsächlich aber wird unter der Bezeichnung "Planet X" ein von einigen Astronomen angenommener Planet verstanden, der sich immer jenseits der Neptun/Pluto-Bahn befindet und der Bahnabweichungen des Uranus erklären könnte. Aber auch die Existenz dieses Planeten wird heute für kaum noch wahrscheinlich gehalten.

Als Fazit ist zu sagen: Dr. Zillmer präsentiert einerseits sehr interessante Belege dafür, daß die Vergangenheit tatsächlich anderes gewesen sein muß. Neben den o.g. Hinweisen auf die Mängel der Evolutionstheorie und die Hinweise, die für eine einstige Sintflut sprechen, führt er einige Errungenschaften der Menschheit in der sog. Steinzeit, wie z.B. die Glühbirnen von Dendera oder die Batterie von Bagdad, an.

Zur Grundthese des Autors ist allerdings zu sagen, daß sie aufgrund der angesprochenen Quellenproblematik keine plausible Alternative zum Darwinismus darstellt.