Marion McMurrough Mulhall

Aus Atlantisforschung
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Forscherinnen- und Autorinnenportrait

von Tony O’Connell

Abb. 1 Das Titelblatt von Marion McMurrough Mulhalls Werk aus dem Jahr 1911

[Die Forschungsreisende und Autorin; d.Ü.] Marion McMurrough Mulhall (* ? - † 1922) war verheiratet mit dem berühmten irischen Statistiker Michael George Mulhall (1838-1900) (sein "Dictionary of Statistics" wurde zuletzt 1970 neu aufgelegt). Sie hat eine Reihe von Büchern verfasst, speziell über Südamerika [1], und 1911 veröffentlichte sie "Beginnings or Glimpses of Vanished Civilizations" (Abb. 1) (Anfänge oder flüchtige Eindrücke von verschwundenen Zivilisationen). In diesem interessanten, wenn auch ziemlich veralteten, Werk von 136 Seiten legt die Autorin folgendes nahe:

Die Götter und Göttinnen der alten Griechen, der Phönizier, der Hindus und der Skandinavier waren schlicht die Könige, Königinnen und Helden von Atlantis [2], und die ihnen in der Mythologie zugeschriebenen Handlungen sind eine undeutliche Erinnerung an tatsächliche historische Ereignisse. Die Mythologie[en] Ägyptens und Perus repräsentieren die ursprüngliche Religion von Atlantis, welche die Anbetung der Sonne war. Die ältesten Kolonien von Atlantis waren vermutlich die Akkadier und Sumerer, welche man bisher, den Herren King und Halpto folgend, für die ursprünglichen Begründer der babylonischen und ägyptischen Zivilisation[en] hält. Die Gerätschaften des >bronzezeitlichen< Europa stammten von Atlantis. Die Atlantier waren auch die ersten Hersteller von Eisen, und wir wissen, dass Parthelon, als er Irland besuchte, in eisernen Schiffen von abendländischer Schwärze ankam.

Die Autorin bespricht eine Anzahl von Aspekten der alten Geschichte, darunter atlantische Landbrücken. Sie bringt vor, dass Irland Plutarchs Ogygia ist, und sie kommentiert auch Lemuria und die Osterinsel. Der Volltext des Buches kann online nachgelesen werden. [3]


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia entnommen, wo er am 20. Nov. 2012 unter dem Titel "McMurrough-Mulhall, Marion (N)" erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de im Juni 2017.

Fußnoten:

  1. Siehe z.B.: Marion McMurrough Mulhall, "Between the Amazon and Andes, or Ten years of a lady's travels", London, 1881; sowie: Dieselbe, "From Europe to Paraguay and Matto-Grosso", London (Stanford), 1877 (aktuelle Neuaufl. 2016); und: Dieselbe, "Explorers in the New world before and after Columbus and the story of the Jesuit missions of Paraguay", London, New York etc. (Longmans, Green & co.), 1909 (aktuelle Neuaufl. 2016)
  2. Red. Anmerkung: Mit dieser euhemeristischen Aussage schließt sich McMurrough Mulhall fast wortwörtlich der These 6 von Ignatius Donnellys berühmten zwölf Thesen zum Atlantis-Problem an.
  3. Siehe: Marion McMurrough Mulhall, "Beginnings or Glimpses of vanished civilizations", London, New York etc. (Longmans, Green & co.), 1911; online bei Archive.org

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