An A to Z of Atlantis (Simon Cox's A to Z)

Aus Atlantisforschung
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Buchkritik

Abb. 1 Das Frontcover von Cox´ und Fosters AN A TO Z OF ATLANTIS aus dem Jahr 2008

(red) Bei Atlantisforschung.de präsentieren wir üblicherweise und mit Vorliebe solche Bücher, die wir aus dem einen oder anderen Grund für lesenswert halten und daher den BesucherInnen unserer Webseite zur Lektüre empfehlen möchten. Dabei spielt es keine große Rolle, ob wir selber mit den darin getroffenen Aussagen übereinstimmen, denn gerade im Bereich der Atlantisforschung gibt es ja geradezu unzählige voneinander abweichende oder einander ausschließende Meinungen, die nichtsdestotrotz für sich beanspruchen dürfen, objektiv vorgestellt und diskutiert, mithin einem möglichst großen Kreis von Interessierten bekannt gemacht zu werden.

Im vorliegenden Fall - wir sprechen hier über das 2008 erschienene Buch "AN A TO Z OF ATLANTIS" von Simon Cox, Mark Foster et al. [1] - geht es allerdings um eine Publikation mit atlantologie-enzyklopädischem Charakter; oder sollten wir besser sagen: es handelt sich um eine Publikation, die sich als eine Enzyklopädie zum Thema 'Atlantis' präsentiert?

Zumindest muss dieser Eindruck schon angesichts des Buchtitels aufkommen, und wird auch in dem nachfolgend wiedergegebenen Verlagstext erweckt: "Im selben, leicht zu navigierenden 'A bis Z'-Format, wie es von Simon Cox, dem Experten für alternative Geschichte, in seinen Bestsellern Cracking the Da Vinci Code und Illuminating Angels and Demons genutzt wird, beantwortet diese mannigfaltige Sammlung von Fakten viele spannende Fragen, darunter: Wo lag die legendenumwobene Insel Atlantis? Gibt es wirklich Evidenzen für eine verschollene Zivilisation? Bewirkte ein kataklysmisches Ereignis, dass die Insel in den Wellen versank? Was wussten Plato und die Alten Griechen über die Insel und ihre Bewohner? Mit Farb-Fotographien versehen, welche es dem Leser erlauben, den Gegenstand zu visualisieren, ist dieses umfassende Handbuch eine essentielle Referenz-Quelle." [2]

Abb. 2 Simon Cox (Foto) wäre als exekutiver Leiter und Hauptautor des Buchprojekts An A to Z of Atlantis gut beraten gewesen, bereits in der Planungs-Phase auch einen Experten oder eine Expertin in Sachen Atlantis in sein Team zu holen.

Bereits angesichts dieser vollmundigen, aber mit ebenso einseitigen wie naiven Fragen gespickten Anpreisung [3] müssen erste Zweifel daran aufkommen, dass es sich bei "An A to Z of Atlantis" tatsächlich um "eine essentielle Referenz-Quelle" handelt; Zweifel, die bestätigt werden, wenn man das Buch schließlich zur Hand nimmt und liest. Nicht, dass es (in technisch-handwerklicher Hinsicht) schlecht geschrieben wäre. Simon Cox und Mark Foster sind zweifellos ausgezeichnete Schriftsteller, aber beiden Koautoren mangelt es eindeutig am notwendige Fachwissen, um so etwas wie eine Atlantis-Enzyklopädie, respektive ein praxistaugliches Hand- oder Lehrbuch zu diesem mehr als komplexen Thema zu erstellen. Dies wird schon anhand der Masse an 'Füllmaterial' deutlich, die von ihnen verwendet wurde, um den Inhalt für die 240 Seiten ihres Buches zusammenzutragen, das keinerlei in die Tiefe gehende Studien der eigentlichen Materie erkennen lässt. [4]

Was dies, aber auch andere Mankos von "An A to Z of Atlantis" betrifft, können wir uns ohne Wenn und Aber der fachlichen Meinung unseres Kollegen Tony O’Connell anschließen, dessen auf den Punkt gebrachte Kritik folgendermaßen lautet: "Unglücklicherweise ist Cox´ Darbietung nur ein stark aufgepolsterter Aufguss wohlbekannten Materials, und es beinhaltet eine Anzahl von Rubriken, die, bei äußerstem Wohlwollen, als nur in einer unsicheren Beziehung zu Atlantis stehend bezeichnet werden können. Das schließt den Stamm der Dogon ein, die Osterinsel und 20000 Meilen unter dem Meer ein. Die Überschriften reichen von 'Aelian' bis 'Twenty Thousand Leagues Under the Sea', womit der [Buch]-Titel eigentlich An A to T of Atlantis lauten sollte. Der Klappentext, für den, da bin ich mir sicher, weder Cox noch sein Koautor Mark Foster verantwortlich waren, behauptet, das Buch beantworte die Frage, wo sich Atlantis befand. Das tut es nicht." [5]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Simon Cox und Mark Foster, "An A to Z of Atlantis", Mainstream Publishing, April 2008, 240 Seiten - ISBN-10: 184596263X - ISBN-13: 978-1845962630
  2. Quelle: o.A., "An A to Z of Atlantis (Simon Cox's A to Z) Paperback – September 2, 2008", bei Amazon.com (abgerufen: 30. Dez. 2016; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Anmerkung: Dieser Verlagstext wird Laien an anderer Stelle auch noch dreist als "Ebook Review" (ebook-Rezension) 'verkauft'! Siehe: altruibros.com, unter: "Simon Cox Mark Foster Mark Oxbrow An A to Z of Atlantis Download Free FB2" (abgerufen: 30. Dez. 2016)
  4. Anmerkung: Dies erscheint umso ärgerlicher, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass die beiden Hauptautoren auch noch auf die Hilfe und auf ergänzendes Material mitschreibender 'AssistentInnen' - namentlich: Susan Davies, Jacqueline Harvey und Ed Davies - zurückgegriffen haben, die aber nach unseren Recherchen ebenfalls über keinerlei Sachkenntnis oder Erfahrung auf dem Gebiet der Atlantisforschung verfügen. Wäre es nicht angesagt gewesen, für solch ein Buchprojekt mindestens eine Expertin / einen Experten mit ins Team zu nehmen?
  5. Quelle: Tony O’Connell, "Cox, Simon (I)", 25. Mai 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 30. Dez. 2016; Übersetzung ins Deutsche und Hervorhebungen durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) Mainstream Publishing / Bild-Archiv Atlantisforschung.de
2) Amazon.co.uk, unter: Simon Cox (Autorenseite)