Anthony Roberts

Aus Atlantisforschung
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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Das Frontcover der Ausgabe des Jahres 1977 (Rider and Company) von A. Roberts´ Werk aus dem Jahr 1974

(red) Anthony Roberts (* 1940 in London - † 1990) war ein britischer Privatforscher, Autor und Verleger, der, wie Tony O’Connell es formuliert, "den größten Teil seines Lebens dem Studium der prähistorischen Landschaft der Britischen Inseln widmete, insbesondere vom Glastonbury Zodiac besessen war und schließlich [1981; red. [1]] dorthin umzog, wo er dann seinen eigenen Verlags-Betrieb, Zodiac House Publications, gründete." [2] [3]

Selbstredend stellte auch Atlantis für Roberts, der "zu den wichtigsten Persönlichkeiten in Glastonburys New Age Community gehörte" [4], ein wesentliches Thema dar. In seinem 1974 [5] erschienen Buch "Atlantean Traditions in Ancient Britain" (Abb. 1) fasst er "viele der Entdeckungen zeitgenössischer Atlantisforscher und spekulativer Archäologen zusammen, die sich auf die Britischen Inseln beziehen (Geomantie, Ley-Linien, Zodiacs etc.), und das lange Nachwort erweitert den Rahmen mit einer Analyse eher weltweiter Evidenzen zu Stützung der Atlantis-These." [6]

Anders - mit den Worten von Tony O’Connell gesagt - behandelte Roberts dort "das, was er als Überreste der atlantischen Zivilisation in ganz Britannien betrachtete, einschließlich Megalithen [...], aber auch die Mythen der Inseln. Roberts sah Atlantis als eine atlantische Kultur an, die beide Seiten jenes Ozeans beeinflusste." [7] Offenbar ging er aber auch über die Betrachtung des Platonischen 'Reiches von Atlantis' als weit prähistorischen panatlantischen Kulturraum hinaus davon aus, es habe einst im fernen Westen Britanniens auch eine Insel Atlantis gegeben, die in der irisch-keltischen Mythologie als Tír na nÓg in Erinnerung geblieben sei. [8]

Wie auch andere 'britannophile' Atlantis-Autoren - z.B. William Comyns Beaumont [9] und John Michell [10] befasste sich Roberts zudem intensiv mit dem Thema 'Riesen'. 1978 veröffentlichte er das Buch "Sowers of Thunder: Giants in myth and history". In diesem Buch "behauptete Roberts, dass Riesen die ursprünglichen Bewohner der Britischen Inseln waren, und er brachte Alfred Watkins´ Ley-Linien mit den britischen Riesen in Verbindung." [11]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Adrian J. Ivakhiv, "Claiming Sacred Ground: Pilgrims and Politics at Glastonbury and Sedona", Indiana University Press, 2001, S. 115
  2. Quelle: Tony O’Connell, "Roberts, Anthony, 13. Dezember 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 7. Dezember 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Red. Anmerkung: Nach Adrian J. Ivakhiv, op. cit., hatte Roberts seinen Verlag bereits 1969 geründet.
  4. Quelle: Adrian J. Ivakhiv, op. cit. (2001)
  5. Siehe: Anthony Roberts, "Atlantean Traditions in Ancient Britain", Camarthen (Unicorn Bookshop), 1974; weitere Ausgaben: 1975 (Unicorn Bookshop) und 1977 (Rider and Company)
  6. Quelle: o.A., "Atlantean Traditions in Ancient Britain by Anthony Roberts (Item Description)", bei AbeBooks.co.uk (abgerufen: 7. Dezember 2015; Übersetzung ind Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Quelle: Tony O’Connell, op. cit. (2010)
  8. Quelle: Jon Douglas Singer, "Ireland's Mysterious Lands and Sunken Cities: Legends and Folklore", Xlibris Corporation, 2001, S. 32
  9. Siehe: W. Comyns Beaumont,"The Riddle of Prehistoric Britain", Rider & Co., London, 1946 (Kessinger Publishing Co., 1997, ISBN 1-56459-900-0)
  10. Siehe: John Michell, "The View Over Atlantis", Ertveröffentlichung bei Sago Press (UK) 1969; weitere Ausgaben bei Garnstone Press (UK) 1972 (in den USA: Ballantine Books, 1972) und bei Abacus 1973; schließlich auch bei HarperCollins, 1982 ISBN 978-0-902006-00-3
  11. Quelle: Christopher Chippindale, "Stonehenge complete", Cornell University Press, 1983, S. 246; nach: Mark Rogers, "The Esoteric Codex: Theosophy I", Lulu.com, 2014, S. 129 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

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