Arnold Wadler

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"Nichts in der Sprache ist unwichtig, ist bedeutungslos, jede noch so geringfügige Spur kann auf geheime Gesetze einer geistigen Architektur hinweisen. Sprache ist das gewaltigste Mysterium des Kosmos". (Arnold Wadler)

Abb. 1 Bücher von Arnold Wadler werden derzeit lediglich in englischer Sprache publiziert. Cover: One Language - Source of All Tongues, ISBN: 1584200464 (Paperback) Lindisfarne Books 324 Seiten, September 2006

(red) Der 1882 geborene Jurist und Sprachwissenschaftler Dr. Arnold Dwight Wadler begann schon in jungen Jahren mit seinen lebenslangen Studien alter und moderner Sprachen, wobei es ihm von Anfang an darum ging, dem gemeinsamen Ursprung aller Sprachen auf die Spur zu kommen. Neben Alfredo Trombetti (1866-1929) und Richard Fester (1910-1982) gehört er zu den wichtigsten Verfechtern der heute als Monoglottogenese bezeichneten Theorie während des 20. Jahrhunderts.

Wadlers frühe Arbeiten waren stark beeinflusst von Herman Beckh von der Universität Berlin, einem Schüler Rudolf Steiners. Sein Ziel bestand zunächst in der Rekonstruktion einer urtümlichen Protosprache, auf welche sämtliche so genannten "Sprachfamilien", zurückgeführt werden könnten.

Nach der 'Machtergreifung' durch die Nationalsozialisten musste er Deutschland verlassen und übersiedelte in die Schweiz, wo er seine drei Hauptwerke "Der Turm von Babel, Urgemeinschaft der Sprachen", "Germanische Urzeit: Quellen zur Vorgeschichte der deutschen Sprache" und "Das Rätsel der Indogermanen" veröffentlichte, wobei er sich bereits von dem Konzept, die Sprachen in "Sprachfamilien" einzuordnen, gelöst hatte, das er inzwischen als verfehlt und in die Irre führend betrachtete.

Während Wadlers Bücher bei einem breiten Publikum großen Anklang fanden, wurden seine Arbeiten von der linguistischen Fachwelt, die nicht bereit war, ihr Theorem der "Sprachfamilien" aufzugeben, weitgehend negativ aufgenommen. Der sprachwissenschaftliche Mainstram seiner Zeit ließ offenbar gar nicht erst auf einen offenen Diskurs ankommen, sondern "ignorierte weitgehend sein Werk und unterdrückte es sogar." [1]

Später zog Arnold Wadler zunächst nach Frankreich, dann nach Spanien und Portugal, bevor er Europa 1940 verließ und nach New York übersiedelte. Im Jahr 1942 wurde er vom U.S. Bureau of Indian Affairs eingeladen, die Indianergebiete ("Indian Country") zu bereisen, was ihn nach New Mexico und Arizona führte. Dort betrieb er Studien zu Kultur, Sprache und Religion der Native Americans. Bis zu seinem Lebensende hielt er Vorlesungen und betätigte sich als Autor.


Literatur von Arnold Wadler (Auswahl)

"Der Turm von Babel", Basel (R. Geering), 1935

"Germanische Urzeit: Quellen zur Vorgeschichte der deutschen Sprache", Basel (R. Geering), 1936

"Das Rätsel der Indogermanen", Basel (R. Geering), 1937


Anmerkungen und Quellen

Verwendetes Material:

Steiner Books - Anthroposophic Press, unter: Arnold D. Wadler

Dr. Horst Friedrich, "Eine sensationelle Entzifferung - Vorbemerkungen zu Kurt Schildmanns Entzifferung der »Indus-Kultur«-Schrift als Sanskrit"

Mundartgesellschaft Württemberg e.V., unter: "Wörterbuch Ursprache"


Bild-Quelle

(1) Steiner Books - Anthroposophic Press, unter: One Language - Source of All Tongues - Arnold D. Wadler